EISSCHNELLLAUF

Joel Dufter nutzt die Zeit für Holzarbeiten

In Dresden oder Inzell, zwei Zentren der deutschen Eisflitzer, das gleiche Bild: Das Coronavirus bestimmt den Tagesablauf der Sportlerinnen und Sportler.

An der Elbe versucht Shorttrackerin Bianca Walter, das Beste aus der Situation zu machen. „Nach meiner Knieverletzung befinde ich mich im individuellen Aufbautraining, das heißt Rennrad fahren auf der Rolle oder auch draußen. Zu Hause Krafttraining oder Joggen im Wald vor der Haustüre. Da darf auch unser Hund mit.“ Die Shorttrack-Saison war vorzeitig beendet worden, die WM in Südkorea entfiel. „Also wurde die Saisonpause vorgezogen.“

Im Chiemgau versucht Joel Dufter auf seine Art, mit der eingeschränkten Situation umzugehen. „Raus in die Berge“ so das Motto des Naturfans aus Inzell. Im Sprint hatte der 25-jährige Kufenflitzer zusammen mit Nico Ihle gute Resultate im letzten Winter erzielt, der Wettkampf-Kalender konnte auch bis zum Weltcupfinale in Heerenveen durchgezogen werden: Platz acht über 1000 Meter war sein letzter Abdruck auf dem Eis. „Ich hatte danach keinen Urlaub geplant – und das wäre ja auch nicht gegangen.“ Joel Dufter hat Schreiner gelernt und nutzt die freie Zeit zu Holzarbeiten „auch für Freunde“. Ansonsten gilt es, die Regeln im Freistaat einzuhalten, „aber das geht ja allen gleich“. re

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