Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Reitsport

Jessica von Bredow-Werndl dominiert bei Dressur-Grand-Prix in München

Auf der Pferd International hat die Aubenhausenerin beide internationalen Grand Prix-Touren gewonnen und mit TSF Dalera BB im Grand Prix Spezial ein neues persönliches Bestergebnis von 84,702 Prozent erzielt

Von Sabine Neumann

München – Bei Siegerehrungen stand Jessica von Bredow-Werndl schon oft ganz vorne. Doch ihre vier Siege am vergangenen Wochenende bei der Pferd International haben eine besondere Bedeutung. Im Vorfeld der Deutschen Meisterschaft (3. bis 6. Juni) starteten in München nahezu alle deutschen Kaderreiter, außerdem einige internationale Top-Reiter. Das Vier-Sterne-CDI war zwar keine offizielle Sichtung, aber eine wichtige Standortbestimmung, auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio/Japan (23. Juli bis 08. August) und die Europameisterschaften in Hagen a.T.W. (07. bis 12. September).

Mehrere Höchstnoten am ersten Tag in München

Bereits im Grand Prix am ersten Wettkampftg, der Qualifikation zum Grand Prix Special bezienungsweise zur Kür, brillierte die Aubenhausenerin mit TSF Dalera BB. Für die Piaffe gab es mehrmals die Höchstnote 10, auch für die Piaffe-Passage-Übergänge und das Halten am Schluss griffen die Richter tief in die Notenkiste. Lediglich bei der Grußaufstellung am Anfang und im versammelten Schritt vergab das Duo ein paar Punkte. Mit 81,609 Prozent und einem Abstand von mehr als zwei Prozent ließ die Mannschaftswelt- und -Europameisterin ihre beiden Teamkolleginnen hinter sich.

-

Dorothee Schneider, die sich erst vor vier Wochen das Schlüsselbein gebrochen hatte und mit einem Tapeverband im Sattel saß, brachte ihr Spitzenpferd Showtime FRH nach 20 Monaten erstmals wieder an den Start und wurde Zweite vor Isabell Werth mit dem elfjährigen Nachwuchspferd DSP Quantaz. Bei Benjamin Werndl und Daily Mirror drückten an diesem Tag Unsicherheiten in der Piaffe die Note. Sie platzierten sich in dem starken Feld an siebter Stelle.

Lesen Sie auch: Spannender Reitsport mit „traumhaften“ Auftritten von Fehnl und Dubai Dreams

Auch die Best-Marke wurde geknackt

Im Spezial zweiten Tag gelang von Bredow-Werndl und ihrer „Queen“ eine Vorstellung auf höchstem Niveau. Mit staunenswerter Selbstverständlichkeit, großer Harmonie und kaum zu übertreffender Eleganz zelebrierte das Paar die schwierigste Dressuraufgabe, die es gibt, als sei sie eine Fingerübung. Zahlreiche Neunen und Zehnen summierten sich zu 1990,50 Punkten. Damit verbesserte das Duo sein persönliches Bestergebnis auf 84,702 Prozent. In diese Sphäre sind bisher nur ganz wenige Paare vor ihnen vorgedrungen. „Danke an diese wundervolle Stute und all die unglaublich tollen Menschen, die uns auf dieser Reise begleiten. Und da ist wirklich jeder gemeint, der in irgendeiner Weise mitwirkt, denn so ein Erfolg geht nur im Team“, schrieb von Bredow-Werndl in den sozialen Medien.

„Ich nehme die Erkenntnisse von München mit“

Die magische 80-Prozent-Marke toppten auch Dorothee Schneider und Isabell Werth als Zweite und Dritte. Benjamin Werndl und sein „Ken“ zeigten sich gegenüber dem Vortag deutlich verbessert, mussten aber durch zwei Fehler hohe Punkteinbußen hinnehmen und platzierten sich als Neunte.

„Ich nehme die Erkenntnisse von München mit und freue mich auf die Deutschen Meisterschaften in Balve in drei Wochen“, sagte Werndl. Dort geht es nicht nur um Titel und Medaillen, sondern auch um die Teamplätze für Tokio. Balve ist die erste von nur zwei Olympia-Sichtungen. Von Bredow-Werndl hat in Hagen und München die Weichen dafür gestellt, dass sich ihr olympischer Traum mit Dalera BB erfüllt.

von Bredow-Werndl feiert Erfolg mit Ferdinand BB

Auf der Pferd International schlug auch die die große Stunde von Ferdinand BB. Die beiden Prüfungen der internationalen Drei-Sterne-Grand Prix-Tour gewann von Bredow-Werndl mit dem zwölfjährigen Florencio-Sohn, den sie im Alter von drei Jahren in den Stall bekam. Der eifrige Dunkelbraune lernte alles, bis auf die Piaffe. Jetzt ist der Knoten offensichtlich geplatzt. „Ich habe nichts Besonderes gemacht. Es einfach mit Ruhe und Geduld immer wieder versucht.

Jetzt wird es richtig gut. Ich bin ich sehr gespannt, wohin unsere gemeinsame Reise noch geht“, freut sich die Ausbilderin über ihren „kleinen Großen“. Ein weiterer Grund zur Freude für das „Team Aubi“ waren die beiden Siege von Raphael Netz mit dem elfjährigen Exclusive BB. Das Paar qualifizierte sich für das Finale der „Stars von Morgen“, eine renommierte Serie für Nachwuchs-Grand Prix-Pferde bzw. Nachwuchs-Reiter.

Rubriklistenbild: © -

Mehr zum Thema

Kommentare