Jell ersetzt Pletschacher

Markus Jell vom MSC Teisendorf, hier vor Jimmy Tuinstra, fährt in Schweden um die WM-Qualifikation. Weitz
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Markus Jell vom MSC Teisendorf, hier vor Jimmy Tuinstra, fährt in Schweden um die WM-Qualifikation. Weitz

Ruhpolding – Die WM-Qualifikation im Eisspeedway gerät – zum wiederholten Male – zu einer eher merkwürdigen Veranstaltung.

Statt wie geplant in Kaujahoki (Finnland) und Örnsköldsvik (Schweden), findet an diesem Samstag nur ein Wettkampf statt, nämlich der in Schweden. In Finnland nämlich ist es zu warm, es konnte keine ausreichende Natureisbahn hergestellt werden.

So können diejenigen Piloten, die für Kaujahoki vorgesehen waren, sich nicht auf sportlicher Ebene qualifizieren. Es sei denn, ein Fahrer aus dem Feld von Örnsköldsvik macht einen Platz frei für einen anderen Piloten aus seinem Land. Das trifft nun auch auf Markus Jell vom MSC Teisendorf zu: Weil Stefan Pletschacher sich aus gesundheitlichen Gründen zum Startverzicht entschloss, darf Jell in Schweden antreten.

Pletschacher hatte sich eigentlich einen WM-Platz sichern wollen, „aber ich bin gesundheitlich nicht da, wo ich hin will. Und deshalb bin ich auch heuer noch keinen Meter gefahren, so hat das alles keinen Sinn“, weiß er. Der 41-Jährige entschied sich nach intensiven Überlegungen für einen Verzicht. Jell hatte sich im Vorjahr den Titel als Deutscher Meister geholt, dennoch hätte der 37-Jährige wegen der Absage in Finnland nicht einmal den Kampf um ein WM-Ticket aufnehmen können. Während er nun doch antreten kann, bekommt Max Niedermaier (Edling) – der ebenfalls für Kaujahoki im Feld gestanden wäre – keine Qualifikations-Chance. Dabei war Niedermaier im Vorjahr als WM-Elfter zweitbester Deutscher. Er muss nun auf eine der zwei permanenten Wildcards hoffen, die der Weltverband FIM noch vergibt.

Bereits einen GP-Platz sicher hat dagegen Hans Weber (Schliersee): Denn die FIM nominierte bereits die sieben Erstplatzierten der vorherigen WM – darunter neben dem WM-Fünften aus Schliersee vier Russen und das Vater-Sohn-Duo Stefan und Niklas Svensson aus Schweden – für die WM. Hinzu kommen die sechs Besten der WM-Qualifikation in Schweden, die zwei permanenten FIM-Wildcard- Piloten und pro Veranstaltungsort je ein vom Ausrichter genannter Fahrer. In Schweden vertreten Jell, der Inzeller Franz Mayerbüchler sowie der – mit italienischer Lizenz fahrende – Reit im Winkler Luca Bauer die deutschen Farben. who

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