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Interview mit Präsident Giorgio Dander

Jeder will Sport im Freien ausüben: „Die Startzeiten beim Golfclub Höslwang sind ausgebucht“

Wenn es die Zeit erlaubt, ist Giorgio Dander selbst auf dem Platz unterwegs.
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Wenn es die Zeit erlaubt, ist Giorgio Dander selbst auf dem Platz unterwegs.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    VonHans-Jürgen Ziegler
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Zuversichtlich gehen die Golfer in die nächsten Wochen und hoffen, dass sie bald wieder in „voller Stärke“ auf den Platz und danach im Clubhaus auf der Terrasse über viele gute, oft auch missglückte Schläge diskutieren dürfen. Noch sind nur Zweier-Flights mit den bekannten Corona-Regeln erlaubt.

Höslwang – Wie es bei den Golfclubs weiter geht, wann die Mannschaftsspiele beginnen und wie der Club aus Höslwang das letzte Corona-Jahr überstanden hat, darüber sprach die OVB-Sportredaktion mit Giorgio Dander, Präsident des Golfclubs Höslwang.

Herr Dander, Vor fast genau einem Jahr sah die Lage für die Golfclubs noch ganz anders aus. Da ging gar nichts.

Giorgio Dander: Im Vorjahr war der ganze April und bis Mitte Mai der Platz gesperrt und wir haben mehr oder weniger gar kein Golf spielen dürfen. Von daher sind wir glücklich, dass wir seit Mitte März überhaupt golfen dürfen.

Was ist erlaubt und was nicht?

Dander: Aktuell darf nur mit zwei Leuten im Flight gespielt werden. Deshalb haben wir die sonst üblichen Zahn-Minuten-Intervalle auf acht Minuten verkürzt, damit doch ein paar Leute mehr spielen können.

Das heißt, dass bei den Golfclubs einiges los ist.

Dander: Definitiv. Die Startzeiten sind alle ausgebucht und es werden natürlich alle Corona-Maßnahmen zu 100 Prozent eingehalten, sodass es weder am Parkplatz noch auf dem Golfplatz zu „Rudelbildungen“ kommt. Das Hauptproblem, das wir und auch die anderen Clubs haben, ist, dass bei schönem Wetter natürlich alles auf den Golfplatz strömt. Jeder will einen Sport im Freien ausüben und da sind wir als Golfclub natürlich keine schlechte Adresse.

Und jeder will natürlich spielen.

Dander: Deshalb haben wir auch die Startzeiten begrenzt. Bei 10 Stunden am Tag können maximal 140 oder 150 Golfer auf dem Platz gehen und so gibt es natürlich einige, die keine Startzeiten bekommen. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir die Startzeiten reduzieren, am Wochenende jeder nur einmal spielen kann und unter der Woche maximal dreimal. So kommen viele Mitglieder zum Zug. Was natürlich wegfällt, ist das gemeinsame Treffen nach der Golfrunde im Clubhaus beziehungsweise im Restaurant.

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Da fehlen natürlich Umsätze. Wir schwer hat den Golfclub Höslwang die Corona-Zeit getroffen. Waren die Verluste so hoch wie vor einem Jahr vermutet?

Dander: In der Summe sind wir eigentlich zufrieden, weil wir doch relativ viele Mitglieder dazubekommen haben, darunter auch sehr viele junge Golfer. Gewisse Sportarten, die junge Leute normal ausüben, sei es Mannschaftssport beziehungsweise Kontaktsportarten waren so gut wie nicht möglich und deshalb haben wir vor allem aus dem Rosenheimer Raum einen großen Zulauf. Über diese Entwicklung sind wir natürlich froh, weil das die Zukunft unseres Clubs ist.

Sie sprachen gerade die jungen Leute an. Wie läuft denn die Nachwuchsarbeit in Höslwang?

Dander: Im Nachwuchsbereich waren wir schon immer sehr gut, was die Qualität des Trainings und die Anzahl der Jugendlichen betrifft. Was sehr erfreulich ist, dass wir aus unserem näheren Einzugsgebiet viele Jugendliche haben, die bei uns spielen.

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Was ist denn für die nächsten Wochen und Monate geplant?

Dander: Wir haben clubinterne Turniere geplant allerdings nur mit Zweier-Flights. Wir hoffen, die größeren Sponsorenturniere im Sommer durchführen zu können. Eine große Meisterschaft haben wir heuer nicht im Programm. Unsere Mannschaften spielen in den bayerischen Ligen und da haben wir etliche Teams gemeldet – von der Jugend bis zu den Senioren. Da sollen die ersten Spiele Mitte Mai stattfinden. Auch hier gelten natürlich die Corona-Regeln, wobei es natürlich regionale Unterschiede gibt.

Giorgio Dander, Präsident des Golfclubs Höslwang.

Es gibt ja einige Golfclubs in der Region. Stimmt ihr euch untereinander ab beziehungsweise arbeitet ihr zusammen?

Dander: Der Austausch mit anderen Golfclubs ist leider nicht so gut, aber wir arbeiten auf alle Fälle nicht gegeneinander. Was es gibt ist die die Euregio-Gruppe mit 14 teilnehmenden Clubs. Da kann man eine Jahreskarte für 200 Euro kaufen und Mitglieder können dann in den anderen Clubs kostenlos spielen. Da sind aus der Region unter anderem der Golfclub Obing, der Golfclub Reit im Winkl, der Golfclub Ruhpolding und wir mit dabei. Seit über 20 Jahren gibt es auch den Chiemgau-Pokal. Da spielen die Clubs aus Chieming, Höslwang und Prien mit. Da wird an drei Tagen hintereinander jeweils bei einem Club gespielt.

Sie sind „nur“ Vorstand beim Golfclub Höslwang. Was würde sie gerade in der Corona-Zeit tun, wenn Sie bayerischer Sportminister wären?

Dander: Es wäre eine sehr ehrenvolle, aber auch anstrengende Aufgabe. Klar ist, dass es gewisse klassische Kontaktsportarten in der aktuellen Zeit schwerer haben. Ich würde das Ganze individueller betrachten und mir anschauen, welche Sportarten sind „gefährliche“ Sportarten. Eins ist klar: Gerade in Zeiten der Einschränkungen wollen sich die Menschen wenigstens ein bisschen bewegen, aber nur spazieren gehen ist einfach zu wenig. Ich kann auch nicht verstehen, dass bei uns im Golf keine Vierer-Flights erlaubt sind, denn auf diesem großen Platz kann man zu jeder Zeit genügend Abstand halten.

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