„Jeder strebt nach dem Maximum“

Niki Wiedmann:„Wir wollen so lange wie möglich dranbleiben.“ Stürmlinger

Niki Wiedmann ist als Nachfolger von Wasserburgs Trainer Leonhard Haas neu im Amt, aber natürlich nicht neu bei den Löwen.

Der 30-Jährige, der auch schon beim FC Basel und Mainz 05 unter Vertrag stand, wechselte von 1860 Rosenheim aus der Regionalliga in die A-Klasse nach Wasserburg und machte seitdem den Aufstieg bis in die Bayernliga mit. Zuletzt war er schon im Trainerteam, das er künftig anführen soll. Im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion spricht er über die erfolgreiche Herbstrunde und die Ziele.

Wie lautet Ihre Einschätzung der Herbstrunde?

Platz drei ist überragend, das war eine Hinrunde über den Verhältnissen. Wir hatten eine holprige Vorbereitung und niemand hatte damit gerechnet, dass wir so viele Punkte holen. Die Jungs haben Unglaubliches geleistet.

Was ist denn in der Bayernliga anders?

Es ist ein großer Sprung, vor allem im physischen Bereich. Dazu kommt die höhere Spielgeschwindigkeit, die Spieler müssen viel schneller Entscheidungen treffen. Und die Kaderbreite bei den Teams ist größer, fast jede Mannschaft hat 13, 14 Spieler auf höchstem Niveau.

Zu Hause ist Wasserburg eine Macht. Was ist das Besondere an der Altstadt?

Es ist ein ganz besonderes Flair, weil die Zuschauer relativ eng am Platz dran sind. Wir haben viele Zuschauer, die tragen dich dann auch, wenn das Spiel eng ist. Das spürt man. Und wir haben dort viele Spiele gewonnen, das macht sich in den Köpfen breit. Dadurch entsteht bei den Spielern auch ein gewisses Selbstverständnis.

Nun stehen Veränderungen im Trainerteam an. Wollen Sie auch Wasserburgs Spiel ändern?

Was Leo Haas und ich gemacht haben, das mache ich nun mit Michael Kokocinski. Wir wollen das von Leo weiterführen, aber auch eigenen Input einbringen. Die Grundidee unseres Spiels soll aber schon so weiter bestehen, damit sind wir ja gut gefahren.

Welche Ziele haben Sie für das Frühjahr?

Bei uns träumt jetzt keiner von der Regionalliga, aber wir werden die Jungs nicht bremsen. Jeder strebt nach dem Maximum. Und wir wollen so lange wie möglich oben dranbleiben. Wenn alles passt, dann wollen wir das mitnehmen. Interview: Neumeier

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