Vom Inzeller Eis zum österreichischen Leichtathletik-Titel?

Eisschnellauf-Weltmeisterin Vanessa Herzog beim Sommereis-Training in der Max-Aicher-Arena.
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Eisschnellauf-Weltmeisterin Vanessa Herzog beim Sommereis-Training in der Max-Aicher-Arena.

Gut angenommen wird in diesen Tagen das Sommereis in der Inzeller Max-Aicher-Arena von den deutschen und auch europäischen Spitzeneisschnellläufern. Als Stammgast ist auch wieder die Tirolerin Vanessa Herzog zum Training auf der 400-Meter-Bahn.

Inzell– Die 25-Jährige bezeichnet die Inzeller Bahn quasi als ihre zweite Heimat, bereits als Jugendliche war sie regelmäßig zum Training im Mekka des Eisschnelllaufens. „Ich danke den Verantwortlichen der Max-Aicher-Arena und Inzell dafür, dass wir hier auf Eis trainieren können. Die Masken, die genaue Taktung und Trainer auf der Tribüne waren ein wenig ungewohnt, trotzdem ist alles optimal abgelaufen. Vom Eislaufen war es kein Unterschied“, so Herzog zu den Hygienemaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie. Die Weltmeisterin über 500 Meter bei den Titelkämpfen 2019 in Inzell war mit ihrem neuen „Roggeborgh Team“ aus den Niederlanden zum Training angereist. Ihre Partnerin in diesem Team ist die Weltklasseathletin Ireen Wüst. Die Zusammenarbeit soll bis zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gehen.

Silber bei der EM im letzten Winter

Im Rückblick auf die vergangene Saison sagt die letztjährige österreichische Sportlerin das Jahres, dass die Wettkämpfe zäh begonnen hätten. „Dennoch habe ich sechs Podestplätze im Weltcup belegt und beim Weltcup-Finale in Heerenveen über 500 Meter sogar den Titel gewonnen. Dazu kam auch noch die Silbermedaille bei der Europameisterschaft“, so das Resümee der Sprintspezialistin. Für die neue Saison bereitet sich Herzog – so gut es geht – genauso vor wie in den Saisons zuvor. „Ich glaube, dass der Rennkalender mit den USA und China nur schwer zu halten sein wird. Wir werden sehen, wohin die Reise gehen wird.“

Start bei den Sprintbewerben?

Zuletzt ging die Reise der Kufenflitzerin zur Leichtathletik, möglicherweise startet sie im August bei den österreichischen Staatsmeisterschaften in Hallein am 15. und 16. August über 100 und 200 Meter. „So ganz ist das noch nicht entschieden“, sagt sie. „Entweder die österreichischen Meisterschaften oder Eistraining in Holland.“ Um bei den Staatsmeisterschaften starten zu können, muss sich Herzog aber noch qualifizieren. „Ich trainiere zweimal in der Woche Sprint auf der Tartanbahn und bin auch schon bei Meetings mitgelaufen. Vorrangig ist bei mir natürlich das Eisschnelllaufen“, so die schnelle Österreicherin über ihren aktuellen Trainingsplan. shu

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