Persönliche Bestleistungen in Heerenveen

Inzeller Eisschnellläufer kehren mit gutem Gefühl von der WM zurück

Die jungen Inzeller Läuferinnen Anna Ostlender und Josephine Heimerl haben ihre ersten WM-Erfahrungen bei den Damen gemacht.
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Die jungen Inzeller Läuferinnen Anna Ostlender und Josephine Heimerl haben ihre ersten WM-Erfahrungen bei den Damen gemacht.
  • Siegi Huber
    vonSiegi Huber
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Persönliche Bestleistungen hat es für die Eisschnellläufer aus Inzell bei der Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Heerenveen gegeben. Joel Dufter lieferte als Neunter eine Top-Platzierung ab, Anna Ostlender und Josephine Heimerl sammelten erste Erfahrungen. Lediglich Katja Franzen war nicht ganz zufrieden.

Heerenveen– Mit einem guten Gefühl haben die vier Inzeller Teilnehmer die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf in Heerenveen beendet. Die WM im niederländischen Mekka der Kufenflitzer war das Ende einer fünfwöchigen Wettkampfserie mit der Europameisterschaft und zwei Weltcups.

Pech auf der Spezialstrecke

Für Joel Dufter endete das Rennen über 500 Meter mit dem neunten Platz und damit seiner besten Platzierung auf internationaler Ebene über die Sprintstrecke. 34,93 Sekunden standen am Ende auf der Anzeigetafel. „Damit bin ich zufrieden, ich hatte ein gutes Gefühl. Nur auf den ersten 20 Metern habe ich einiges verschenkt“, so der 25-Jährige.

Auf seiner Spezialstrecke über 1.000 Metern hatte Dufter Pech: Sein Kontrahent in diesem Paar, der Holländer Thomas Krol, fabrizierte zwei Fehlstarts und wurde disqualifiziert. Damit musste der Inzeller auf eine Solofahrt gehen. „Das war ein eigenartiges Gefühl und ich bin etwas gehemmt gelaufen“, so Dufter, der weiterhin meinte: „Das Eis war diesmal nicht so optimal und sehr schwierig zu laufen. Das war kein Eis zum Gleiten.“

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Trotzdem zieht Joel Dufter eine positive Bilanz nach rund fünf Wochen in der „Blase“ von Heerenveen, die für ihn mit dem dritten Platz bei der EM im Sprint-Mehrkampf begann. Offen ist aber die sportliche Zukunft Dufters, nachdem der Vertrag mit seinem Trainer Danny Leger vom deutschen Verband nicht mehr verlängert wurde. „Ich habe einige Gespräche mit Teams in den Niederlanden geführt. Es ist aber ein Jahr vor Olympia schwierig, da etwas Passendes zu finden.“

„Ich habe sehr viel gelernt“

Ebenfalls zufrieden mit den Ergebnissen bei ihrer ersten Weltmeisterschaft bei den Senioren ist Josephine Heimerl. „Ich habe mich sehr gefreut, dass es mit dem Start bei der WM geklappt hat. Das war eine tolle Erfahrung, ich habe sehr viel gelernt und alles herausgeholt“, so die 20-Jährige.

Nach dem letzten Platz im Team erreichte Heimerl über 1.000 Meter in einer Zeit von 1:19,12 Minuten den 21. Platz. „Das stimmt mich sehr positiv und hat mich total motiviert. Ich konnte in die Weltspitze hineinschnuppern. Nun will ich mich Stück für Stück verbessern“, so ihre Ansage.

Ostlender hat Weltcup-Teilnahme im Visier

Ebenfalls als wichtige Erfahrung bezeichnete Anna Ostlender ihren Einstand im Konzert der Großen. Sie ging über 500 und 1000 Meter an den Start. Die kurze Strecke beendete sie in 39,60 Sekunden auf dem 20. Platz und über 1000 Meter kam sie in 1:20,04 Minuten auf den 24. Rang. „Die Läufe waren zufriedenstellend, aber nicht perfekt.

Das wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Schließlich war die Teilnahme an der WM unerwartet für mich“, so die 18-Jährige. Sie freut sich besonders, nach der „Blase“ in Heerenveen jetzt wieder bei ihrer Familie zu sein. „Jetzt kann ich meinen Fokus auf die Schule legen, schließlich steht das Abitur bevor.“ Zuvor wird sie aber nach einer kurzen Ruhepause noch zwei Rennen in Inzell bestreiten. „Wichtig ist, mich weiter zu verbessern. Mal sehen, ob es möglich ist, mich wieder für die Weltcups zu qualifizieren.“

Franzen hatte „beim Start viel verschenkt“

Nicht ganz einverstanden mit ihren WM-Ergebnissen war Katja Franzen. „Die Wettkampfphase war schon etwas lang mit Quali, EM und Weltcups“, so die 31-Jährige. „Bei den 500 Metern habe ich am Start viel verschenkt“, so Franzen, die mit den 16. Platz (39,09 Sekunden) ihre bisher beste Platzierung bei einer WM erreichte.

Über 1000 Meter kam sie in 1:18,20 Minuten auf den 19. Platz. „Leider hat nicht alles so geklappt, im Training war es noch ganz gut. Die Bedingungen waren durch den hohen Luftdruck in der Halle schwerer als zuvor.“ Franzen wird nun einige Tage zuhause verbringen und dann in Inzell den Abschlusswettkampf bestreiten. „Ich will die Chance nutzen, mich zur nächsten Saison weiter zu verbessern.“

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