Inzell verliert Derby in der Schlussphase

Unterschiedlicher hätten die Reaktionen der beiden Trainer nach dem Derby der Eishockey-Landesliga zwischen dem DEC Inzell und den Trostberg Chiefs nicht sein können. So stampfte DEC-Coach Thomas Rumpeltes nach dem 2:3 seiner Jungs mit grimmiger Miene in die Kabine. Chiefs-Trainer Stefan Feldner quittierte den glücklichen Sieg seines Teams mit einem erleichterten Lächeln.

"Das war ein glücklicher Sieg meiner Mannschaft. Unser Problem war das schnelle 1:0, da haben einige gemeint, das geht hier von alleine", meinte Feldner. Das meinte wohl auch ein Großteil der über 800 Zuschauer in der Max-Aicher-Arena, dass das Derby nach dem 1:0 durch Rainer Roßmanith ein Selbstläufer für die Gäste werden konnte. Allerdings fingen sich die Gastgeber nach rund zehn Minuten und kamen noch vor der ersten Drittelpause durch Tore von Andreas Graf und Renaldo Caumont zu einer 2:1-Führung. Im zweiten Drittel fielen keine Tore, wobei Thomas Plenk in der 38. Minute das vermeintliche 3:1 für den DEC erzielt hatte. Dem Treffer wurde allerdings wegen eines angeblichen "Schlittschuhtors" die Anerkennung verweigert. "Für mich war das ein klares Tor", schimpfte Rumpeltes angesichts der Entscheidung.

Trotz des aberkannten Tores hätten die Inzeller den Sack in diesem Drittel zumachen müssen. Allerdings entpuppte sich Chiefs-Goaly Adam Vrba als der überragende Mann in dieser Phase. Im letzten Drittel kamen die Trostberger wieder besser ins Spiel und erwiesen sich in den letzten fünf Minuten als clever. Zunächst sorgte Thomas Scheck für den 2:2-Ausgleich und wenig später gelang Florian Wehle sogar der Siegtreffer. shu

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