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WETTKAMPFTRAINING IN KATAR

Jessica von Bredow-Werndl: Zur Olympiavorbereitung von Aubenhausen nach Doha

Blicken freudig auf die nächsten Wettkämpfe: Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl und Erfolgspferd Zaire.
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Blicken freudig auf die nächsten Wettkämpfe: Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl und Erfolgspferd Zaire.
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
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Den Winter in Aubenhausen (Gemeinde Tuntenhausen) tauschte Jessica von Bredow-Werndl jetzt mit dem Sand von Doha. Aber nicht zum Vergnügen, sondern um ihren Leistungssport ausüben zu können.

Aubenhausen/Doha - Dies ist eine der wenigen Möglichkeiten, im Olympiajahr und unter den Coronabedingungen für Wettkampferfahrung zu sammeln. Aktuell ist dies nur im Ausland möglich. Die Konkurrenz im Emirat ist deshalb auch hochkarätig. 20 Reiter aus 13 Nationen sind dabei.

Die deutschen Farben werden neben Jessica von Bredow-Werndl, Helen Langehanenberg und Dorothee Schneider vertreten. Aus Doha stand von Bredow-Werndl den OVB-Heimatzeitungen nun Rede und Antwort zu den Themen Training, Corona, Konkurrenz, Familie, ihre Pferde und Optimismus.

Profi-Sportler im Lockdown. Sowohl der zwei- als auch vierbeinige keine leichte Aufgabe für Pferd und Reiter. Wie habt ihr diese Zeit im Training verbracht. Teilweise war Training ja sogar gar nicht erlaubt.

Jessica von Bredow-Werndl: Wir haben uns immer an die Regeln gehalten und einfach unsere Pferde fit gehalten und so viel wie es nur ging bewegt. Zum Glück gab es dann die Sonderregelung, dass Profisport weiterhin erlaubt ist, und somit konnten wir auch unser Training wieder aufnehmen. Es ist außerdem unheimlich wichtig, den Pferden genug Bewegung zu bieten. Sie sind Bewegungstiere und so eine Pandemie kann auch echt psychisch und physisch für Pferde ein Problem werden.

Wie muss man sich das Training, die Einheiten und den Spaßfaktor vorstellen?

von Bredow-Werndl: Grundsätzlich habe ich für mich die letzten Monate gelernt: die Situation annehmen wie sie ist, das Beste daraus machen und meinen Weg positiv weitergehen.

Wieso hast Du Zaire mitgenommen? War sie nicht schon einmal in Doha dabei?

von Bredow-Werndl: Zaire ist jetzt 17 Jahre alt, das ist gar nicht so jung, aber sie ist so fit und wir wissen nicht, wie viele Turniere es in nächster Zeit geben wird.

Wieso seid ihr nach Doha gereist? Was erwartest Du Dir von der Turnierreise?

von Bredow-Werndl: Ich hab momentan nicht sehr viele Alternativen. Wenn ich meine drei komplett Pferde einigermaßen oft vorstellen möchte (und wir wissen nicht wie viele Turniere es dieses Jahr geben wird) muss ich auch mal eine weitere Anreise in Kauf nehmen. Die Bedingungen hier sind extrem gut für die Pferde, das wusste ich, denn ich war vor fünf Jahren schon einmal hier.

Die Trainingseinheiten fühlen sich gut an. Ab heute geht es in den Wettkampfmodus. privat

Wer ist eure Konkurrenz?

von Bredow-Werndl: Ich bin selbst mein stärkster Konkurrent. Das Einzige, was ich beeinflussen kann, ist meine Leistung. Und da versuche ich einfach immer ein Stückchen besser zu werden. Das Urteil der Richter und die Resultate kann ich nicht beeinflussen, aber normalerweise sind sie ein ehrlicher Spiegel meiner Leistung.

Wie rüstet ihr euch optimal auf Flugreise und die Bedingungen vor Ort?

von Bredow-Werndl: Das gute ist, die Pferde vertrauen uns. Auch die Flugreise hierhin hat Zaire super gemeistert. Sie ist jetzt schon routiniert, was das Reisen betrifft und frisst und trinkt entspannt auf dem Transport. Davor und danach bewegen wir sie so viel wie möglich im Schrott.

Wichtige Begleiter auf den Turnieren ist normalerweise Deine Familie. Wie wichtig ist Dir die Unterstützung vor Ort?

von Bredow-Werndl: Grundsätzlich ist es mir natürlich als Mama wichtig, möglichst viele Turniere in Begleitung von meinem Sohn Moritz meistern zu können. Das ist meistens, aber nicht immer möglich. Daher bin ich so froh, eine so wundervolle Familie um mich zu haben, die mich sowohl am Turnier als auch zu Hause unterstützt.

Kann man Wettkampf-Modus trainieren? Oder wie verändert sich für Dich und Dein Pferd die Situation auf einem Turnier?

von Bredow-Werndl: Turnier reiten, lerne ich nur vom Turnier reiten. Auch ich brauche regelmäßig Prüfungen, um mental fit zu sein. Auch für die Pferde sind regelmäßige Turnierstarts gut und wichtig für die Routine. Das kann man nicht zuhause üben und ist so wichtig.

Neugierig schaut die Stute aus dem Flug-Container.

Wie geht es Deinen anderen Schützlingen? Wie ist hier der Stand oder sehen die Turnierpläne aus? Jüngst warst Du ja in Salzburg auf Turnier….

von Bredow-Werndl: Dalera BB geht es super und den anderen zum Glück auch. Dalera ist immer ein bisschen eifersüchtig, wenn sie nicht mit darf zum Turnier. Das lässt sie die Mädels zu Hause spüren. Wenn ich dann zurückkomme, geht sie aber meist besonders gut, so nach dem Motto: Schau doch wie gut und fit ich bin, wann geht’s wieder los?

Wie geht es in den nächsten Monaten bei euch weiter?

von Bredow-Werndl: Hoffentlich kann ich mit meinem dritten Grand Prix Pferd Ferdinand BB in Italien im März an den Start gehen und dann beginnen ab Mai wahrscheinlich wieder etwas größere Turniere und am ersten Juniwochenende haben wir erst die erste offizielle Sichtung für Tokio: die deutsche Meisterschaft in Balve.

Du bist ja mit Dalera BB und Zaire E im Olympiakader. Habt ihr das Großereignis in Tokio fest im Blick? Wie bereitet ihr euch drauf vor?

von Bredow-Werndl: Für mich läuft der Plan in Richtung Tokio. Plan B gibt es für mich noch nicht. Damit würde ich mich auch erst beschäftigen, wenn es eine Absage gäbe. Als Profisportlerin ist es für mich wichtig, auf Ziele hinzuarbeiten und positiv zu bleiben.

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