Interesse an der Regionalliga gestiegen

Garching – Nahezu drei Millionen TV-Zuschauer, leicht steigende Zuschauerzahlen in den Stadien und dazu ein weiterer Rückgang bei den Sportgerichtsfällen: Die Vereinsvertreter der Regionalliga Bayern haben auf ihrer turnusgemäßen Wintertagung in Garching ein durchweg positives Fazit der bis dahin absolvierten 22 Spieltage gezogen und gehen zuversichtlich in die Rest-Saison.

Die bisherigen drei Live-Übertragungen dieser Spielzeit bei SPORT1 aus der Regionalliga Bayern verfolgten 980 000 Zuschauer (245 000 pro Spiel im Schnitt) mit und damit durchschnittlich rund 12 000 mehr als noch in der Vorsaison (233 000). Auch die samstäglichen Spielzusammenfassungen im Bayerischen Fernsehen haben merklich mehr Resonanz hervorgerufen.

Auch die Zuschauerzahlen vor Ort sind zumindest leicht angestiegen. An den bisherigen 22 Spieltagen strömten im Schnitt 634 Zuschauer in die Stadien der 18 Regionalligisten, ein Plus von rund 25 Besuchern. Verbands-Spielleiter Josef Janker zog daher ein positives Zwischenfazit: „Starke Aufsteiger, reibungslose Spiele und keinerlei Sicherheitsprobleme rund um die Partien – der bisherige Saisonverlauf stimmt mich sehr positiv. So kann es gerne weitergehen.“

Drei weitere Live-Partien wird SPORT1 in der Rest-Rückrunde zudem bundesweit ausstrahlen: Die Heimauftritte von Türkgücü München im Stadion an der Grünwalder Straße gegen Bayreuth (30. März) und Burghausen (1. oder 4. Mai) sowie am Ostermontag (13. April) die Begegnung zwischen dem SV Heimstetten und dem FC Memmingen.

Dass es sportlich bei der bayerischen Regionalliga-Erfolgsgeschichte bleiben wird, steht indes schon seit Saisonbeginn fest: Denn der aktuell gültige Modus beschert den Bayern in der achten Saison erstmals einen direkten Aufsteiger. Nach 22 Spieltagen klopft Aufsteiger Türkgücü München als souveräner Tabellenführer an das Tor zur 3. Liga an. Der 1. FC Schweinfurt 05 liegt mit acht Zählern Rückstand in Lauerstellung. Den nächsten direkten Aufsteiger stellt die Regionalliga Bayern voraussichtlich dann wieder in der Saison 2021/22. In der kommenden Spielzeit wird der Meister aus dem Freistaat in Relegationsspielen um den Aufstieg in den Profifußball kämpfen.

BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher hatte bereits im Vorfeld der Tagung lobende Worte zum bisherigen Saisonverlauf gefunden: „Wir alle können sehr stolz sein, dass wir es sportlich allen gezeigt haben, die uns bei der Ligen-Gründung vor acht Jahren noch belächelt und unsere Eigenständigkeit sehr gerne sehr klein geredet haben. In den bislang sieben Spielzeiten sind zuletzt fünf bayerische Regionalliga-Meister hintereinander in die 3. Liga aufgestiegen. Außerdem haben wir mit unserer großen Geschlossenheit gezeigt, dass wir auch sportpolitisch ein echtes Gewicht besitzen.“

Eine Neuerung gibt es auf der Position des zweiten Ligasprechers. Mit dem Abstieg des FC Ingolstadt 04 aus der 2. Bundesliga, musste auch die zweite Garde der Schanzer gezwungenermaßen den Weg in die Bayernliga antreten – und damit endete auch die Amtszeit von Christoph Heckl, der gemeinsam mit Markus Clemens (SV Schalding-Heining) als Ligasprecher der Regionalliga Bayern fungierte. Nun haben die Vertreter der bayerischen Regionalligisten einen Nachfolger für Heckl gewählt. Robin Helmschrott vom FC Augsburg II wird ab sofort die Aufgaben der Zweitvertretungen der Profivereine übernehmen. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit Markus Clemens“, erklärte Helmschrott.

Von einer problemlosen Hinrunde sprach Christoph Kern, Vorsitzender des Sportgerichts Bayern. „Was mir besonders imponiert, ist der respektvolle Umgang und die offene Kommunikation untereinander, auch wenn eine Strafe ausgesprochen wurde. Ich wünsche mir, dass die Rückrunde genauso ruhig abläuft“, sagte Kern. Verbands-Schiedsrichterobmann Walter Moritz unterstrich ebenfalls die vertrauensvolle und ruhige Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Schiedsrichtern. „Das ist wirklich vorbildlich“, betonte Moritz. re

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