Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Ein toller Wettkampf-Ort“

In „Rekordzeit“ in den Weltcup: Sophia Schneider freut sich auf ihren Einsatz in Antholz

Sophia Schneider freut sich auf ihren Weltcup-Einsatz in Antholz.
+
Sophia Schneider freut sich auf ihren Weltcup-Einsatz in Antholz.

Die 24-jährige Biathletin Sophia Schneider hat etwas Besonderes geschafft: Innerhalb von nur zwei Wochen hat sie sich vom Deutschlandpokal über den IBU-Cup in den Weltcup gearbeitet und startet nun in Antholz.

Antholz – Das gibt es selten: Innerhalb von nur zwei Wochen hat es Biathletin Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf vom Deutschlandpokal über den IBU-Cup in den Weltcup geschafft. Die 24-Jährige wurde nach guten Leistungen in der „Zweiten Liga“ des Biathlons in Osrblie (Slowakei) für einen Einsatz auf höchster Wettkampfebene in Antholz (Italien) nominiert.

„Damit habe ich nicht gerechnet“, gibt sie zu, nachdem der Saisonstart für sie schwierig gewesen war. Bei den Qualifikationsrennen der deutschen Mannschaft in Obertilliach „ging es gar nicht gut.“ Schon da hatte die junge Sportlerin muskuläre Rückenprobleme. „Ich kann mich schlechter aufrichten und mit dem Oberkörper nicht so kraftvoll arbeiten“, erklärt Schneider.

Fast keine Wettkämpfe im Dezember

Da es im Dezember keine Deutschlandpokal-Rennen gab, „hatte ich gar keine Wettkämpfe.“ Und als sie kurz vor Weihachten – wiederum in Obertilliach – im IBU-Cup im Sprint antreten durfte, lief es auch nicht nach Wunsch. Der Rücken zwickte, und auch beim Schießen (drei Fehler bei zehn Schuss) passte es nicht.

„Anschließend haben wir mit meinem Heimtrainer Tobi Reiter sehr gut trainiert.“ Als dann am Notschrei (Schwarzwald) der Deutschlandpokal ausgetragen wurde, „ging es auch vom Rücken her gut.“

Beste reine Laufzeit

Mit Erfolg: Im verkürzten Einzellauf (20 Schuss/nur 45 Sekunden Zeitaufschlag pro Schießfehler) wurde sie nach einem Fehlschuss mit nur 6,0 Sekunden Rückstand hinter ihrer fehlerfrei schießenden Stützpunkt-Kollegin Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) Zweite. Schneider hatte vor Horchler die beste reine Laufzeit. Im Sprint gewann die Sportlerin des SVO (21:51,5/1) sogar.

Das brachte der 24-Jährigen einen Startplatz in Osrblie. Dort wurde sie Achte des verkürzten Einzellaufs und jeweils Zwölfte in Sprint und Verfolgung. „Da ging es richtig gut, auch vom Schießen her.“ Vom Rücken her ging es ihr in der Slowakei ebenfalls gut. Weil es aber drei Wettkämpfe innerhalb weniger Tage waren, „habe ich das im letzten Rennen wieder leicht gespürt.“ Sie sieht darin aber kein Problem für den kommenden Weltcup: „Mit ein bisschen Ruhe geht das schon wieder, zudem war ich ja nochmal bei meinem Osteopathen Andi Fischer.“

Keine Sorgen wegen der Höhe

Schneider freut sich riesig auf ihren Einsatz – auch wegen des Veranstaltungsorts: „Das ist ein toller Weltcup-Ort. Außerdem habe ich dort noch nie einen richtigen Wettkampf bestritten.“ Zu Gast in Südtirol war sie aber schon einmal: „Das war mit 16 oder 17 Jahren. Da waren wir im Trainingslager und haben im Funktionsgebäude mit Matratzen und Isomatten übernachtet.“

Das Quartier dürfte diesmal bequemer sein, „und ich möchte dort abrufen, was ich in den vergangenen Wochen geschafft habe. Wenn ich beim Einzellauf am Freitag (14.15 Uhr, d. Red.) wieder eine Schießleistung von 95 Prozent schaffe, dann kann ich auch im Weltcup ordentlich abschneiden“, hofft sie. „Läuferisch ist bei mir auch noch Luft nach oben, aber es ist schon ganz ordentlich.“ Auch die Höhe von Antholz (ca. 1600 m) bereitet ihr wenig Sorge: „Ich habe zwar in diesem Winter relativ wenig in der Höhe trainiert, aber Obertilliach liegt zum Beispiel auch auf gut 1300 Metern, damit hatte ich auch kein Problem.“

„Auf jeden Fall ein Saisonziel“

In der folgenden Woche geht es für Schneider dann zur Europameisterschaft an den Arber. „Das war auf jeden Fall ein Saisonziel“, erklärt sie. Zudem müsse aber „in meinem Alter allmählich der Weltcup das Ziel sein. Da möchte man sich irgendwann auch mal festsetzen. Dazu muss man versuchen, über die Rennen konstanter zu werden und sich über den IBU-Cup Schritt für Schritt zu empfehlen.“

Empfehlen möchte sie sich aber nun auch beim Weltcup selbst für weitere Einsätze. Im Einzellauf darf sie auf jeden Fall starten. Ob sie tags darauf in der Staffel ran darf, entscheidet wohl auch das Ergebnis des 15-km-Wettbewerbs.

Mehr Nachrichten aus dem Regionalsport finden Sie hier.

Dass Schneider in diesem sogar mit ihrer Vereinskollegin Marion Wiesensarter antreten darf, „ist voll cool. Die Marion ist eine richtig gute Freundin von mir. Ich hoffe darauf, dass wir künftig öfter gemeinsam im Weltcup antreten können„, blickt Schneider voller Vorfreude voraus. Sollte das Duo gemeinsam im Einzellauf überzeugen, könnte es schon in Antholz in der Staffel einen weiteren gemeinsamen Auftritt geben...who

Mehr zum Thema

Kommentare