Jeweils fünf Treffer

In den sechs Starbulls-Testspielen: Zwei Nachwuchsstars mit den meisten Toren

Topscorer in der Vorbereitung: Enrico Henriquez.
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Topscorer in der Vorbereitung: Enrico Henriquez.

Nicht die beiden Kontingentspieler Curtis Leinweber und Kyle Gibbons oder der letztjährige Topscorer Alexander Höller sorgten in der Vorbereitung für die meisten Tore beim Eishockey-Oberligisten Starbulls Rosenheim. Es waren zwei Nachwuchsstars, die jeweils fünf Tore erzielten.

Rosenheim – Keine großen Überraschungen brachten die sechs Testspiele der Starbulls für die Saison 2020/21, die am Freitag, 20 Uhr, mit dem Gastspiel in Weiden beginnt. Am Sonntag, 17 Uhr, findet das erste Heimspiel, gegen Höchstadt statt.

Torverhältnis von 22:22

Zwei Niederlagen gegen die eine Klasse höher angesiedelten Tölzer und Landshuter konnten ebenso erwartet werden wie der Sieg gegen Landesligist Waldkirchen zum Auftakt. Dreimal verglich man sich mit Ligakonkurrenten, auch hier mit „normalen“ Ergebnissen. Gegen die leistungsmäßig etwa auf Augenhöhe befindlichen Peitinger gewann man zuhause und verlor auswärts, gegen die vermutlichen Kellerkinder aus Höchstadt siegte man, allerdings nicht so deutlich, wie es das Ergebnis von 7:3 suggeriert. Das Torverhältnis lautet übrigens 22:22 aus sechs Spielen.

Alle 23 Kader-Spieler kamen zum Einsatz

Nachdem auch Dennis Schütt im letzten Testmatch zum Einsatz kam, konnten alle 23 zum Kader gehörenden Spieler, darunter auch zwei Verteidiger und fünf Stürmer aus dem eigenen Nachwuchs, ihr Können zeigen.

18 verschiedene Spieler in der Scorerliste

18 davon konnten sich in die Scorerliste eintragen, elf davon als Torschützen. Dass sich darunter auch Torhüter Andi Mechel befindet, ist dem Kuriosum eines Eigentors geschuldet, das den Tölzern während einer angezeigten Rosenheimer Strafe unterlief. Kleiner Flashback in die Vergangenheit: Ein ehemaliger SBR-Torhüter konnte in seiner aktiven Karriere sogar zwei Punktspieltore erzielen, allerdings nicht im Rosenheimer Dress. Klaus Merk, von 1986 bis 1988 beim Sportbund, traf für die Berlin Capitals zu Beginn der 90er-Jahre zweimal in den leeren Kasten, ausgerechnet gegen den Lokalrivalen Eisbären aus dem Berliner Osten.

Topscorer Enrico Henriquez

Während sich die Punkteausbeute der beiden neuen Legionäre noch in Grenzen hielt (Leinweber zwei Tore, drei Assists, Gibbons zwei Tore, vier Assists), trumpften zwei Youngster, die bereits letzte Saison für Furore sorgten, bereits kräftig auf: Kevin Slezak traf fünfmal (plus ein Assist), Enrico Henriquez-Morales kam ebenfalls auf fünf Treffer und wurde durch zwei weitere Assists Topscorer der Vorbereitung. So gesehen kann man aus Starbulls-Sicht nur hoffen, dass die DEL möglichst spät beginnt und Henriquez als Förderlizenzler lange zur Verfügung steht.

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Erfreulich auch, dass mit Stanik, Steinmann, Maierhofer, Bauer und Gottwald bereits fünf der ganz jungen zu den Scorern zählten, was in Anbetracht der vielen „ausgemusterten“ Routiniers wichtiger denn je sein wird.

Maxi Vollmayer produktivster Blueliner

Nicht sonderlich überraschen konnte, dass Max Vollmayer mit einem Tor und drei Assists wie letzte Saison der produktivste Blueliner war, wobei mit insgesamt nur acht Scorerpunkten in sechs Spielen von der blauen Linie noch ein bisschen wenig Power kam.

Das Duo im Kasten ist im Gegensatz zum letztjährigen Saisonbeginn völlig neu. Andi Mechel und Jonas Stettmer kamen in je drei Partien zum Einsatz, Stettmer kassierte dabei (gegen Waldkirchen, Peiting und Landshut) zwölf Gegentreffer (plus ein Empty-Net-Goal), Mechel wurde (von Peiting, Tölz und Höchstadt) neunmal bezwungen.

Sechsmal trafen die Starbulls während 27 Powerplays ins Schwarze, allerdings nur gegen Waldkirchen und Höchstadt, während man gegen Peiting und die beiden Zweitligisten leer ausging. Fünf Treffer ließ man bei eigener Unterzahl zu (22 Phasen), nur im Heimspiel gegen Peiting blieb man dabei unbezwungen. Ein Unterzahltor kassierten Sicinskis Jungs in Peiting, gegen Höchstadt konnte Henriquez mit Vier gegen Fünf einnetzen.

Die Ergebnisse der anderen Teams

Ein Blick über den Tellerrand zu den Kontrahenten: Aufgrund der Corona-Gegebenheiten variierte den Umfang des Testprogramms bei den verschiedenen Oberliga-Klubs doch gewaltig. Von sieben Spielen (Deggendorf, Füssen) bis zu nur zwei Partien (Höchstadt, Weiden, Memmingen) reicht das Spektrum. Nimmt man nur die Vergleiche gegen Ligakonkurrenten, haben Deggendorf, Regensburg (je zwei Siege) sowie Weiden und Memmingen (je ein Sieg) eine weiße Weste, während Passau (drei), Riessersee (zwei) und Höchstadt (eine) nur Niederlagen einfuhren. Peiting (vier Siege in fünf Partien) und Lindau haben eine bessere Bilanz aufzuweisen haben als die Starbulls mit ihren zwei Siegen und einer Niederlage. Die Selber Wölfe testeten als einziger Klub nicht gegen Süd-Konkurrenten, hatten aber mit fünf Siegen gegen Oberliga-Nord-Teams die beste Bilanz aller Klubs. me

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