„Ich muss erst einmal gesund werden“

Vom Verletzungspech verfolgt: Biathletin Karolin Horchler muss „erst einmal gesund werden“.
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Vom Verletzungspech verfolgt: Biathletin Karolin Horchler muss „erst einmal gesund werden“.

Altenberg – Zahlreiche Spitzenergebnisse haben die Damen des Stützpunkts Ruhpolding bei den deutschen Meisterschaften im Biathlon eingeheimst.

Doch neben Vanessa Hinz vom SC Schliersee fehlte aus dem Stützpunkt auch Karolin Horchler vom WSV Clausthal-Zellerfeld. Die 31-Jährige musste sich wegen eines Rippenbruchs darauf beschränken, „den Mädels die Daumen zu drücken“. Wann es für sie in dieser Saison mit „richtigem“ Training weitergeht, ist noch offen.

Sobald sie wieder fit ist, würde sie gerne an die Erfolge des vergangenen Winters anknüpfen. Da hatte sie sich nach der kurzzeitigen Rückstufung in den IBU-Cup wieder in den Weltcup hochgekämpft – und bei der Weltmeisterschaft mit der deutschen Staffel sogar die Silbermedaille geholt.

So sollte es auch weitergehen. Doch zunächst einmal musste sich Horchler wegen des Compartment-Syndroms – das gerade bei so hohen Belastungen im Leistungssport auftreten kann – im April die Schienbeine operieren lassen. „Das war ja in der Zeit, in der ich ohnehin Pause gehabt hätte“, berichtet sie. Nach zwei Wochen konnte sie das Training allmählich wieder aufnehmen. Es lief gut, bis sie sich Anfang Juni eine Rippe brach. „Erst wusste ich das gar nicht, aber zwei Wochen später hat es sich bei einer MRT-Untersuchung herausgestellt, dass die Rippe wirklich durch ist. Es war wohl die Folge einer Überbelastung.“ Einige Zeit später konnte sie wieder in die Vorbereitung zurückkehren. Doch es war für größere Belastungen wohl noch zu früh: Am Ende eines Lehrgangs „habe ich gemerkt, dass es nicht geht.“ Es stellte sich heraus, dass die Rippe nochmals gebrochen war.

„Ich habe erst mal zehn Tage überhaupt nichts gemacht. Da habe ich aus dem ersten Mal gelernt“, meint sie leicht ironisch. Auch jetzt ist die 31-Jährige noch im „Schonmodus“: „Ich mache lockeres Walking und ein bisschen Beinarbeit. Wann mehr geht, kann ich noch nicht absehen“, zeigt sie sich zurückhaltend. Schließlich seien gerade in den ersten zwei Wochen nach dem Rippenbruch „schon viele Sachen im Alltag sehr schmerzhaft gewesen. Aber jetzt habe ich keine Probleme mehr.“

Ohnehin ist sie auch ohne DM-Teilnahme für den Winter für den IBU-Cup vorno miniert. Inwiefern sie dann aber schon mitmischen kann, ist „noch völlig ungewiss. Ich muss erst einmal gesund werden, dann kommt alles andere von selbst.“ who

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