Töging empfängt Kellerkind 1860 Rosenheim II

Hoffen auf Welder

Nur der Sieg zählt am heutigen Samstag für den FC Töging. Der Tabellenführer empfängt Kellerkind TSV 1860 Rosenheim II (Anstoß 14.

30 Uhr, Stadion am Wasserschloss). Töging kann sich im Aufstiegsrennen eigentlich keinen Punktverlust erlauben - das Verfolgerfeld ist dicht dran. Mario Reichenbergers Augenmerk gilt dem eigenen Angriff.

Mit der Defensivarbeit seiner Mannschaft ist Tögings Trainer sehr zufrieden. In den ersten beiden Spielen der Frühjahrsrunde kassierte der FC nur ein Gegentor. Töging hat ligaweit die wenigsten Gegentore hinnehmen müssen. Das liegt auch an Welder de Souza Lima. Der brasilianische Torwart ist in wichtigen Szenen immer wieder ein großer Rückhalt gewesen.

Voriges Wochenende während des 0:0 beim SC Baldham-Vaterstetten verletzte er sich aber und musste mit Oberschenkelproblemen eine Viertelstunde vor Schluss vom Feld. Die gute Nachricht gab es am Donnerstag auf der Spielersitzung: De Souza Lima wird sich am Samstag zumindest aufwärmen. Sollte es bei ihm nicht weiter fehlen, läuft er auf.

Fehlen wird den Tögingern gegen Rosenheim dagegen weiter Christian Berg. Der Bayerische Fußballverband hat den Außenstürmer noch bis 30. April gesperrt. Für den FC ist die Sperre für ein zweites Spiel doppelt ärgerlich: Zum einen, weil sie nach einem eher harmlosen Fallrückzieher am Mann zustande kam. Zum anderen, weil Berg ein Motor der Offensive ist.

Das Angriffsspiel der Töginger stottert im Frühjahr noch ein wenig, ein eigenes Tor in zwei Spielen ist zu wenig. So sprangen trotz guter Defensivarbeit nur zwei Unentschieden heraus. Beim FC hoffen sie, dass die eigentlich stark besetzte Offensive durch Erfolgserlebnisse ins Rollen findet.

Die Rosenheimer wären - dem Papier nach - ein guter Aufbaugegner. Sie stehen mit 15 Zählern auf dem drittletzten Platz und müssten nach aktuellem Stand in der nächsten Saison eine Klasse tiefer antreten. Die Rosenheimer haben auswärts erst einmal gewonnen - und zwar am ersten Spieltag. Dazu verfügen sie über das mit Abstand schlechteste Torverhältnis der Liga: Sowohl 23 eigene Treffer als auch 64 Gegentore sind die schlechtesten Werte der Bezirksliga Oberbayern Ost.

Alle Vorzeichen sprechen also klar für die Töginger, die seit mittlerweile sieben Heimspielen ungeschlagen sind. Allerdings gaben die Rosenheimer voriges Wochenende ein kräftiges Lebenszeichen: Im Kellerduell gegen den VfL Waldkraiburg gewannen sie mit 2:1. Töging dagegen fehlt 2014 noch der erste Sieg in einem Pflichtspiel.

Dazu ist ungewiss, ob die Sechzger nicht doch ein paar Verstärkungen aus der Regionalliga-Ersten mitbringen. Ein äußerst prominenter Name spielt aber ohnehin in der Zweiten: Alessio Brehme, Sohn des Weltmeisters von 1990, Andi Brehme. wam

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