Höslwangs Golf-Präsident: „Ansteckungsgefahr ist beim Golfen praktisch nicht vorhanden“

Giorgio Danderist der Präsident des Golfclubs Höslwang.
  • Hans-Jürgen Ziegler
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Höslwang – Großer Jubel bei den Golfern der vielen einheimischen Golfclubs. Es darf wieder gespielt werden – sogar Vierer-Flights sind erlaubt, wenn der Abstand gewahrt wird. Giorgio Dander, Präsident des Golfclubs Höslwang, freut sich mit seinen Mitgliedern.

Herr Dander, endlich wieder Golfen, sich endlich wieder über guten Schlag freuen oder über einen schlechten Putt ärgern. Wie groß ist die Erleichterung, dass wieder gespielt werden darf?

Giorigio Dander: Wir freuen uns natürlich unheimlich, dass es am Montag endlich wieder losgeht noch dazu weil Golf ein sehr gesunder Sport ist, und wenn ein paar Regeln beachtet werden ist die Ansteckungsgefahr praktisch nicht vorhanden ist.

Welche Einschränkungen gibt es?

Dander: Es ist eigentlich ganz einfach. Der 1,5 Meter-Abstand kann ganz locker eingehalten werden, Hygienemaßnahmen müssen beachtet werden und es sollen nicht Massen auf den Golfplatz strömen. Da werden wir wie die anderen Golfclubs auch dementsprechende Startzeiten vorgeben. Ob wir Zweier-, Dreier- oder Vierer-Flights spielen lassen, das ist uns überlassen. Aber entscheidend ist immer die Abstandsregel.

Haben sich die ihre Mitglieder an die Platzsperre gehalten?

Dander: In der ersten Woche nach der Platzsperre gab es eine kleine Irritation. Wir haben zwei oder drei Personen vom Platz holen müssen, die sich dann aber auch entschuldigt haben. In den letzten Wochen haben sich alle daran gehalten, deshalb an dieser Stelle ein großes Lob an unsere Mitglieder.

Riesenfreude bei den Golfern und Markus Storch, Spieler der 1. Mannschaft des Golfclubs Höslwang, dass man ab sofort wieder Golf spielen darf.

Apropos Mitglieder. Sie hätten ja bestimmt auch neue Mitglieder bekommen. Wie sieht es mit „Neuzugängen“ aus?

Dander: Wir haben natürlich vor der Corona-Krise etliche Mitgliederanträge gehabt, die aber vonseiten der Interessenten verständlicherweise zurückgestellt wurden. Wir gehen jetzt davon aus, dass sich diese Interessenten bei uns wieder melden und da freuen wir uns auch schon drauf.

Da sind Ihnen vorerst Mitgliederbeiträge durch die Lappen gegangen. Welchen finanziellen Folgen hat die Sperrung der Anlage insgesamt?

Dander: Wir haben zum Beispiel Greenfee-Ausfälle, die sich im Bereich der 20000 Euro bewegen. Dann hatten wir Ausfälle im Shop und in der Gastro. Das Ganze zusammengerechnet wird sich ungefähr im Bereich von 50000 Euro bewegen.

Der Platz müsste ja in einem Topzustand sein. Haben die Greenkeeper die Zeit genutzt?

Dander: Völlig richtig. Die Greenkeeper haben fleißig gearbeitet. Wir haben einen neuen Abschlag gebaut und der Platz befindet sich in einem super Zustand. Arbeiten, die eigentlich im Sommer oder Spätsommer geplant waren, haben wir nach vorne gezogen, sodass wir die ganze Saison über problemlos spielen können.

Auch der Trainer und Golf Pro Frank Schefer durfte keine Trainerstunden geben. Ist das jetzt möglich? 

Dander: Unser Trainer darf ab Montag wieder Trainerstunden geben, wobei man da auch erwähnen muss, dass sich viele Mitglieder in der Pause Gutscheine für Trainerstunden gekauft haben. Genauso haben das die Mitglieder bei der Gastronomie gemacht. Da sieht man schon, dass wir eine richtige Familie sind.

Wann gibt es wieder Turniere beziehungsweise Mannschaftsspiele?

Dander: Das ist momentan noch schwer abzuschätzen, aber ich glaube, dass wir da eher in den Juni reinkommen. Wir müssen jetzt erst einmal froh sein, dass wir überhaupt loslegen können. Wir werden uns in der nächsten Zeit erst noch an die Beschränkungen gewöhnen müssen, denn Golf ist ja auch ein gesellschaftlicher Sport und das Zusammensein nach dem Golfen ist momentan nicht möglich.

Sind Sie als Club-Präsident am Montag der Erste auf der Anlage oder überlassen Sie das anderen Golfern?

Dander: Erstens überlasse ich das anderen und zweitens muss ich am Montag arbeiten. Aber am kommenden Dienstag werde ich mir anschauen, wie es läuft und möglicherweise selbst spielen. Wir werden sicher in den nächsten Tagen genügend Möglichkeiten haben auf den Platz zu gehen.

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