PLAY-OFFS IN DER EISHOCKEY-OBERLIGA

Höller-Böller, „Volli“-Knaller und cleverer Curtis: Starbulls landen ersten Sieg

Die Torschützen Curtis Leinweber und Alexander Höller bejubeln mit Dominik Kolb (von links) einen der Starbulls-Treffer.
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Die Torschützen Curtis Leinweber und Alexander Höller bejubeln mit Dominik Kolb (von links) einen der Starbulls-Treffer.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Gelungener Auftakt für die Starbulls Rosenheim im Play-off-Halbfinale der Eishockey-Oberliga Süd. Zum Auftakt landete die Mannschaft von Trainer John Sicinski gleich einen Auswärtssieg bei den Selber Wölfen und ist in der Serie mit 1:0 in Führung gegangen. Das zweite Spiel steigt am Ostermontag in Rosenheim.

Selb – Um ins Play-off-Finale der Eishockey-Oberliga Süd zu kommen, mussten die Starbulls Rosenheim mindestens einen Auswärtssieg landen. Zum Auftakt der Halbfinalserie gegen die Selber Wölfe ist der Mannschaft von Trainer John Sicinski dieser Erfolg in der Fremde auch gleich gelungen. Mehr als 13 Minuten spielten die beiden Teams nach einem 3:3-Zwischenstand nach regulärer Spielzeit in der Verlängerung, ehe Curtis Leinweber den Starbulls den Sieg bescherte. Es war – nach den beiden Overtime-Erfolgen über Peiting – bereits der dritte Rosenheimer Sieg hintereinander in der Verlängerung und die wichtige Führung in der Play-off-Serie. Im zweiten Halbfinale führen die Eisbären Regensburg nach dem 5:4-Heimerfolg über den Höchstadter EC mit 1:0.

Nicht aufzuhalten: Die Starbulls und Tobi Draxinger, der am Samstag in Selb nach seinem Ausscheiden gegen Peiting schon wieder vollen Einsatz zeigte.

Gibbons verhindert Selber 2:0-Führung

Der Start in Selb war für die Rosenheimer kein guter, denn in der sechsten Minute waren die Hausherren durch Steven Deeg in Führung gegangen. Nach einem Schuss von Lukas Slavetinsky von der blauen Linie wurde die Scheibe abgefälscht, Starbulls-Goalie Andi Mechel war die Sicht verdeckt. Zwar ergaben sich im ersten Drittel Gelegenheiten für Alex Höller und Kevin Slezak, aber die Gäste hatten bei einem Konter auch Glück, dass Kyle Gibbons die Möglichkeit zum zweiten Selber Treffer verhinderte.

Zweifacher Torschütze in Selb: Alexander Höller jubelt über sein Tor zur 2:1-Führung.

Leinweber bereitete Höller-Treffer vor

Im zweiten Drittel zeigte sich eine andere Rosenheimer Mannschaft, die nun aggressiver vorne draufging, damit Fehler der Hausherren provozierte – und diese auch nutzte. Als Selb die Scheibe nicht ordentlich wegbrachte, war Curtis Leinweber dazwischen, passte auf Höller und dessen Direktabnahme schlug zum Ausgleich ein. Nachdem die Starbulls bei einem Selber Lattentreffer das Glück auf ihrer Seite hatten, schlugen sie 22 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts erneut durch Höller zu. Wieder war Leinweber – er war nach Verletzungspause erstmals in den Play-offs mit dabei – entscheidend, der einen Selber Verteidiger an der Bande zu einem Fehler nötigte, Höller zimmerte den unvermittelt vors Tor gelöffelten Puck zur Führung ins Netz.

Vollmayer trifft, als Mechel ging

Aber der Vorsprung hielt im letzten Drittel nur 83 Sekunden, dann nutzte Topscorer Nick Miglio per Rückhand eine undurchsichtige Situation vor dem Starbulls-Tor zum Ausgleich. Und als sich Mechel verschätzte und einen Schuss von Hammerbauer fast von der Torlinie passieren ließ, sah alles nach einem Selber Heimerfolg aus. Aber Rosenheim meldete sich zurück: Zunächst parierte Mechel gegen Miglio, dann machte er für einen weiteren Feldspieler Platz – die zahlenmäßige Überlegenheit nutzte Maxi Vollmayer mit einem Kracher 104 Sekunden vor Schluss zum 3:3 – es ging in die Verlängerung.

Der späte 3:3-Ausgleich für die Starbulls durch Maxi Vollmayer (nicht auf dem Bild), der mit einem fulminanten Schuss traf.

Leinweber hält den Schläger rein

Dort haderten die Starbulls, bei denen Tobi Draxinger nach seinem Ausscheiden gegen Peiting schon wieder eifrig mitwirkte, zunächst mit ihrem Powerplay: Insgesamt konnten die Gäste sieben Überzahl-Gelegenheiten nicht nutzen. Dafür klappte es bei gleicher Spieleranzahl, als Dominik Daxlberger die Scheibe vors Tor spielte, Leinweber den Schläger reinhielt und der Puck über die Fanghand von Selb-Goalie Weidekamp den Weg über die Linie fand. Am Ostermontag können die Starbulls ab 17 Uhr vor heimischer Kulisse nachlegen, wenn es zum zweiten Aufeinandertreffen kommt.

Spielstatistik:Selber Wölfe – Starbulls Rosenheim 3:4 n.V. (1:0, 0:2, 2:1, 0:1). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Draxinger, Frank; Vollmayer, Krumpe; Kolb, Schütt; Biberger – Meier, Henriquez, Heidenreich; Slezak, Baindl, Höller; Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Bosecker, Stanik, März.

Tore: 1;0 (6.) Deeg/Slavetinsky, Miglio, 1:1 (31.) Höller/Leinweber, Vollmayer, 1:2 (40.) Höller/Daxlberger, Leinweber, 2:2 (42.) Miglio/Ondruschka, Deeg, 3:2 (50.) Hammerbauer/Ondruschka, Silbermann, 3:3 (59.) Vollmayer/Henriquez, Baindl, 3:4 (74.) Leinweber/Schütt, Daxlberger; Strafminuten: Selb 14 plus 10 Disziplinarstrafe für Snetsinger, Rosenheim 8.tn

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