35 Mal die Höchstnote für Jessica von Bredow-Werndl – Persönliche Bestleistung zum Geburtstag

Nach dem Sieg in Neumünster: Jessica von Bredow-Werndl.

35 Mal die Höchstnote 10 summierten sich zu 89,640 Prozent und damit zu einem neuen persönlichen Bestergebnis für Jessica von Bredow-Werndl und ihrer 13-jährigen Trakehnerstute TSF Dalera BB. Damit gewann die Aubenhausenerin bei den VR Classics in Neumünster die neunte Weltcup-Qualifikation.

Von Sabine Neumann

Neumünster – Ein schöneres Geschenk zum 34. Geburtstag hätte sich Jessica von Bredow-Werndl nicht machen können. Mit einer eindrucksvollen Kürvorstellung im Sattel der eleganten 13-jährigen Trakehnerstute TSF Dalera BB gewann die Aubenhausenerin bei den VR Classics in Neumünster die neunte Weltcup-Qualifikation.

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Die Noten, darunter 35 Mal die Höchstnote 10, summierten sich zu 89,640 Prozent – einem neuen persönlichen Bestergebnis. „Ich bin so dankbar und freue mich riesig, dass es heute wieder so gut geklappt hat! Das ist alles nicht selbstverständlich“, erklärte die Teamweltmeisterin. Am Vortag hatte sie erstmals die 80 Prozent-Marke im Grand Prix durchbrochen und auch hier mit 81,500 Prozent vor Isabell Werth und ihrem 14-jährigen Wallach Emilio gesiegt.

Benjamin Werndl hatte auch Grund zum Strahlen

Jessica von Bredow-Werndl steht mit TSF Dalera BB an der Spitze des Weltcup-Zwischenrankings.

Benjamin Werndl hatte ebenfalls allen Grund zum Strahlen. Mit dem jüngsten Pferd im Starterfeld, dem elfjährigen Famoso OLD, platzierte er sich im Grand Prix an dritter Stelle. In der Kür tauschte der Weltranglisten-Zehnte mit Helen Langehanenberg auf ihrem Routinier Damsey FRH die Plätze und wurde mit neuem Bestscore von 85,165 Prozent knapp Vierter. Famoso bestreitet erst seine zweite internationale Grand Prix-Saison, das Kür-Ergebnis stellt einen Meilenstein in seiner jungen Karriere dar.

Beim letzten Auftritt im Dezember vergangenen Jahres hatte der Nachwuchsstar mit seinem Ausbilder in Frankfurt den Grand Prix Spezial gegen starke Konkurrenz gewonnen.

An der Spitze des Weltcup-Rankings

Schwester Jessica und TSF Dalera BB hatten ihren Saisonabschluss im November mit einem Sieg bei der dritten Weltcup-Station, den German Masters in Stuttgart, gefeiert. Mit dem nächsten Erfolg beim ersten Auftritt in diesem Jahr setzte sich von Bredow-Werndl mit 72 Punkten an die Spitze des Weltcup-Zwischenrankings. Ihr Bruder Benjamin liegt mit 65 Punkten an zweiter Stelle.

Die deutschen Startplätze sind hart umkämpft. Helen Langehanenberg (64 Punkte) und Frederic Wandres (61 Punkte) sind ihm dicht auf den Fersen. Außer Titelverteidigerin Isabell Werth dürfen beim Finale in Las Vegas/USA nur zwei weitere Deutsche reiten. Schon am kommenden Wochenende will Werndl seine Chance in Göteborg/Schweden mit Daily Mirror nutzen. Famoso OLD soll Mitte März in `s-Hertogenbosch/Niederlande noch einmal zum Zug kommen. „Ich will versuchen, beide Pferde für das Weltcup-Finale zu qualifizieren“, sagte der 35-Jährige.

Olympische Spiele fest im Blick

Jessica von Bredow-Werndl plant mit der niederländischen Stute Zaire-E in ´s-Hertogenbosch zu starten. Danach will sie entscheiden, ob ein gemeinsamer Start beim Weltcup-Finale in Frage kommt. Mit TSF Dalera BB hat sie die Olympischen Spiele in Tokio/Japan fest im Blick. „Es wird sehr schwer, ins deutsche Team zu kommen. Aber Tokio ist mein Saisonziel. Der Sieg in Neumünster war ein Etappenziel“, erläuterte die Weltranglisten-Fünfte. sn

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