Fußball-Regionalliga

Heiß-Rückkehr gibt Mut: TSV 1860 Rosenheim gegen starke Bayreuther unter Druck

Christoph Wallner und der TSV 1860 Rosenheim treffen mit Bayreuth auf einen Titelanwärter.
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Christoph Wallner und der TSV 1860 Rosenheim treffen mit Bayreuth auf einen Titelanwärter.

23 Spiele, 21 Punkte, Tabellenplatz 15 – der Re-Start der Regionalliga Bayern hätte für den TSV 1860 Rosenheim besser laufen können. Man verlor nicht nur mit 0:3 gegen den Mitkonkurrenten SV Schalding-Heining, sondern auch ein wenig das „gute Gefühl“ aus den Leistungen des Liga-Pokals.

Rosenheim – 23 Spiele, 21 Punkte, Tabellenplatz 15 – der Re-Start der Regionalliga Bayern hätte für den TSV 1860 Rosenheim besser laufen können. Man verlor nicht nur mit 0:3 gegen den Mitkonkurrenten SV Schalding-Heining, sondern auch ein wenig das „gute Gefühl“ aus den Leistungen des Liga-Pokals. Mit der SpVgg Bayreuth reist nun ein richtiger Knaller an die Mangfall. Spielbeginn am Samstag ist um 14 Uhr im Jahnstadion.

Rosenheim wollte in Schalding zu viel

Im Lager der Rosenheimer habe man sich diesmal noch mehr Zeit für die Spielanalyse genommen als sonst üblich. Zu viel ist passiert, zu viele Dinge sind falsch gelaufen. „Auch wenn es sich im ersten Augenblick nach einer typischen Fußballphrase anhört, aber das Problem in Schalding war, dass wir schlichtweg zu viel wollten.“ Die Fehleranalyse von Rosenheims Trainer Thomas Kasparetti gleicht im Grunde einem klassischen Domino-Effekt: Da man zunächst zu viel wollte, wurde man – als der Plan nicht sofort aufzugehen schien – auch viel zu schnell ungeduldig.

Das wiederum hatte jede Menge Hektik, Nervosität und schließlich den Verlust des eigenen Spielstils zur Folge. Der letzte Stein, der fiel, war dann die aufkommende Unzufriedenheit, die in einer roten Karte unmittelbar mit dem Pausenpfiff gipfelte. „Dass im Fußball gelbe, gelb-rote und rote Karten vorkommen, gehört zum Spiel. Was wir jedoch abstellen müssen, sind überflüssige Verwarnungen, die sich negativ auf unser Spiel auswirken“, so Kasparetti – und fügt gleichwohl an: „Ich denke jedoch auch, dass wir mittlerweile genug Lehrgeld bezahlt haben und uns künftig nicht mehr selbst schwächen werden.“

Bayreuth kommt mit einer Bomben-Offensive

Mit der SpVgg Bayreuth reist nun ein richtiges Kaliber an – ausgestattet mit einer qualitativ starken Mannschaft und einem Anspruchsdenken, das wohl über die Regionalliga Bayern hinausgeht. Die unmittelbar in der Corona-Pause getätigten Transfers, so Kasparetti, seien allesamt ein klares Signal für das Vorhaben und die Ziele von Bayreuth. Vor allem die Offensive, um Knezevic (acht Tore/sieben Vorlagen), Alexander Nollenberger (vom FC Bayern München II) und Markus Ziereis (vom TSV 1860 München) ist das Prunkstück im Bayreuther Spiel.

Der Aufstieg in die 3. Liga für den ehemaligen Zweitligisten wohl eher früher als später ein Thema. Und begibt man sich auf die Suche nach der Verwundbarkeit des derzeitigen Drittplatzierten, könnte man vielleicht hier fündig werden: „Wenn wir es schaffen, das Spiel lange offen zu halten, könnten dieses Mal nicht wir, sondern unser Gegner nervös werde“, so Kasparetti.

Personell geschwächte Sechziger werden durch die Rückkehr von Mathias Heiß

Man selbst leide derzeit ein wenig unter einer ausgedünnten Personaldecke. Fambo, Zimmermann, Bacher, Zander und Merdan fehlen angeschlagen, Albrich studiumsbedingt und Fenninger muss seine Rotsperre absitzen.

Dennoch haben die Sechziger noch ein paar Asse im Ärmel: „Durch den Ausfall von Christoph Fenninger müssen wir offensiv ein wenig umstellen. Und es ist durchaus denkbar, dass wir noch ein paar andere Änderungen vornehmen werden“, verkündet Kasparetti. Und weiter: „Wir werden unser Spiel durchziehen und mit einer kompakten Defensive, die vor allem durch die Rückkehr von Mathias Heiß gestärkt wird, dagegenhalten.“ (mpo)

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