„Heimspiel“ bei der Junioren-WM – Vier Stützpunkt-Skilangläufer in Oberwiesenthal am Start

Die Skilangläufer des Stützpunktes Ruhpolding mit Jonas Schröter, Alexandra Danner, Florian Knopf und Anian Sossau (von links) freuen sich auf die Junioren-WM. Hohler

Die Vorfreude ist groß: Für die Skilangläufer des Stützpunkts Ruhpolding ist die am Samstag beginnende Junioren-Weltmeisterschaft in Oberwiesenthal ein „Heimspiel“.

Ruhpolding – Das heimische Quartett Anian Sossau (SC Eisenärzt), Florian Knopf (SLV Bernau), Jonas Schröter (SCMK Hirschau) und Alexandra Danner (SC Lenggries) geht zuversichtlich in die Titelkämpfe, für die zudem noch die 16-jährige Miriam Reisnecker (SCMK Hirschau/CJD) nominiert wurde.

Anian Sossaus Saison war bislang „im Sprint sehr gut, bei den Ausdauerwettkämpfen okay“, berichtet er nach einem Krafttraining des Teams im Sport- und Therapiezentrum Haslach. Höhepunkt war sein Debüt beim Sprint-Weltcup in Dresden. „Während der Rennen hat man keinen Blick dafür, aber das ist schon eine geniale Kulisse“, blickt er auf die Veranstaltung mitten in der Stadt zurück. Die intensive JWM-Vorbereitung fand in Oberstdorf statt, zum Abschluss folgte die DM. Im Sprint (12.) „war es nicht so gut“, berichtet Sossau. Dafür sei Bronze im Teamsprint „okay“ gewesen. In Oberwiesenthal hofft der 20-Jährige im Sprint sogar auf eine Medaille. Er weiß um die starke Konkurrenz. Vorfreude herrscht bei ihm auch auf den 30-km-Massenstart (Freistil): „Da ist es schwer abzuschätzen, was passiert, das kommt sehr stark auf den Rennverlauf an.“ In der Staffel gilt: „Da haben wir im Vorjahr die Medaille geholt, das nehmen wir uns wieder vor“, hofft der Eisenärzter.

„Am Anfang lief es etwas holprig“

Für Florian Knopf war es „schon etwas schwierig im ersten Herrenjahr, anfangs lief es etwas holprig“, erinnert sich der Sportler des SLV Bernau. „Vielleicht war es auch etwas Übertraining.“ Denn in der Vorbereitung wurde das Training vom Umfang her noch einmal deutlich gesteigert. Zeitweise „konnte ich sogar mit unseren Weltcup-Herren mittrainieren. Da habe ich aber schon darauf geachtet, den richtigen Pulsbereich einzuhalten“. Nach dem zähen Saisonstart „wurde es Woche für Woche besser, und zum Glück habe ich meine letzte Chance zur WM-Qualifikation genutzt“, freut sich der 20-Jährige. Denn: „Die WM war ja mein Saisonziel.“ Er sagt: „Die Loipen in Oberwiesenthal gehören zu meinen Lieblingsstrecken. Dort habe ich in meiner Karriere bisher am meisten Titel und Erfolge gefeiert.“ Nun will er „in die Top-15, vielleicht sogar in die Nähe der Top-Ten“.

Seit Ende 2018 gehört auch Jonas Schröter dem Stützpunkt an. Der Sportler des SCMK Hirschau, der am Samstag seinen 20. Geburtstag feiert, durfte sich über sein Weltcup-Debüt in Dresden freuen und wurde Zweiter der Junioren-Sprint-DM Ende Januar. Damit „habe ich mich für die Junioren-WM angeboten. In den vergangenen zwei Jahren lief es bei mir im Sprint richtig gut, bei den Distanzläufen bin ich in etwa im Mittelfeld.“ Er ist bereits seit 2016 bei der Bundespolizei.

Ebenfalls bei der Bundespolizei in Bad Endorf ist Alexandra Danner, die 2018 an den Stützpunkt nach Ruhpolding kam. Sie ist im zweiten Ausbildungsjahr. Im Sprint ist die 20-Jährige mit dem Verlauf des Winters zufrieden, bei der WM will sie aber auch im Massenstart antreten. who

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