Heimsieg für Joel Dufter

Joel Dufter sorgte über die 500-Meter-Strecke für einen Inzeller Heimsieg. Wukits
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Joel Dufter sorgte über die 500-Meter-Strecke für einen Inzeller Heimsieg. Wukits

Inzell – Bei der internationalen deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaft in der Inzeller Max-Aicher-Arena haben die Starter des heimischen DEC zwei Titel errungen.

Joel Dufter gewann über die 500 Meter und die Neu-Inzellerin Katja Franzen setzte sich ebenfalls über die kurze Sprintstrecke durch. Die 29-Jährige hat sich dem Team des Inzellers Michael Restner angeschlossen. In diesem Rennen kam die junge Anna Ostlender vom DEC auf den überraschenden zweiten Rang.

Gleich dreimal den zweiten Platz eroberte Roxanne Dufter. Über die 3000, 1000 und 1500 Meter blieb für die 27-jährige jeweils die Silbermedaille. Eine herausragende Leistung zeigte wieder die Österreicherin Vanessa Herzog über die 500 Meter. Die frischgebackene Sportlerin des Jahres aus dem Nachbarland sah am Ende 37,46 Sekunden auf der Anzeigetafel. Zum Vergleich die Zeit von Franzen in 39,50 und von Ostlender in 40,28. Bei den Männern setzte am ersten Wettkampftag gleich Joel Dufter mit dem Sieg über 500 Meter in 35,41 Sekunden eine erste Überraschung. Er ließ den Favoriten Nico Ihle aus Chemnitz neun Hundertstel hinter sich.

Die 3000 Meter waren wieder einmal eine Beute der unverwüstlichen Claudia Pechstein, die mit ihrer Zeit von 4:05,57 Minuten sehr zufrieden war. Zufrieden war auch die Zweitplatzierte Roxanne Dufter, die mit 4:09,64 Minuten eine respektable Zeit schaffte. Auf den dritten Rang lief Bundespolizistin Michelle Uhrig. Sie hatte im Sommer intensiv trainiert und zeigte während der Meisterschaften deutliche Leistungssteigerungen. Ebenso wie Ostlender, die mit ihrem zehnten Platz eine weitere persönliche Bestzeit aufstellte. Auf den langen Strecken der Herren über 5000 und 10000 Meter siegte jeweils Patrick Beckert aus Erfurt. Lennart Jasch aus Inzell wurde über die 5000 Meter Vierter.

Der zweite Wettkampftag brachte über 1000 Meter erneut das Duell zwischen Joel Dufter und Nico Ihle, diesmal mit dem besseren Ende für Ihle. Er ließ Dufter über eine halbe Sekunde zurück. Bei den Damen machte es Roxanne Dufter über 1000 Meter ihrem Bruder gleich und wurde hinter Michelle Uhrig Zweite. Katja Franzen wurde Vierte und mit dem sechsten Platz bewies Anna Ostlender erneut ihr großes Talent. Josephine Heimerl erreichte mit dem achten Platz ebenfalls ein achtbares Ergebnis. Am Schlusstag standen zunächst die 1500 Meter auf dem Programm.

Für Roxanne Dufter eine ihrer Paradestrecken, allerdings musste sie sich erneut Michelle Uhrig geschlagen geben. 15 Hundertstel betrug am Ende der knappe Abstand. Gute Zehnte wurde in diesem Rennen Anna Ostlender, die sich mit diesen guten Leistungen das Ticket für den Junioren-Weltcup sicherte. Das hat auch Felix Motschmann in der Tasche. Er wurde bei den Junioren über 3000 Meter Zweiter.

Bei den Männern gewann über die 1500 Meter Stefan Emele vor Lukas Mann und Noel Müller. Joel Dufter war wegen der Nachwirkungen seiner Erkältung am Schlusstag nicht mehr am Start. Für Anna Ostlender gab es beim abschließenden Massenstart bei den Juniorinnen über zehn Runden den Sieg. Bei den Männern wurde Stefan Emele aus Erfurt Sieger und bei den Damen Josie Hofmann vor Michelle Uhrig. Unmittelbar nach den Meisterschaften gaben die verantwortlichen Trainer der DESG das Aufgebot für den Weltcupstart am Wochenende in Minsk bekannt. Neben den drei Inzellern Roxanne und Joel Dufter sowie Katja Franzen sind die Erfurter Jeremias Marx, Patrick Beckert, Felix Maly und Stefan Emele nominiert. Dazu kommen die Berlinerinnen Claudia Pechstein und Michelle Uhrig, Nico Ihle aus Chemnitz, Hendrik Dombek aus München und Fridjof Petzold aus Crimmitschau.

Stimmen aus Inzell

Bundestrainer Sprint Danny Leger: „Wir haben sehr gut begonnen, der erste Tag verlief sogar besser als erwartet. Roxanne Dufter hat über 3000 Meter eine gute Zeit gelaufen. Joel Dufter hat überraschend über 500 Meter gewonnen, obwohl er zuletzt gesundheitliche Probleme hatte. Der zweite Tag war schon etwas zäher und ein hartes Abarbeiten.“

Roxanne Dufter: „Mit den 3000 bin ich zufrieden, da hat vieles funktioniert und die Zeit war okay. Die 1000 bin ich unter dem Motto „Just for Fun“ gelaufen, das hat gepasst. Überhaupt nicht zufrieden bin ich mit den 1500-Meter-Rennen. Ich habe nicht den richtigen Schritt gefunden, die Technik hat auch nicht gepasst. Ich hoffe, dass das in den nächsten Rennen besser wird. Gut, dass gleich der Weltcup losgeht, da geht es mir immer besser und ich freue mich drauf.“

Joel Dufter: „Ich bin sehr überrascht von meinen 500 Metern gewesen. Der Lauf ist gut gewesen. Über die 1000 hatte ich keine Power und bin schwach gelaufen. Ich habe keine großen Fehler gemacht, hatte einfach keine Kraft mehr und der Kopf war auch nicht da. Ich bin nicht der Typ, der das auf die Krankheit schieben will. Trotzdem bin ich für den Weltcup am Wochenende zuversichtlich.“

Anna Ostlender: „Ich bin mit den Ergebnissen und den persönlichen Bestzeiten sehr zufrieden. Das habe ich so nicht erwartet und ich freue mich sehr. Die Vorbereitung ist ab dem Sommer gut gelaufen, zuvor hatte ich eine Verletzung. Später bin ich voll eingestiegen und habe bemerkt, dass es ein gutes Jahr werden kann. Meinen Wechsel nach Inzell habe ich nicht bereut.“

Pino Dufter, Vorsitzender des DEC: „Die Meisterschaft international auszuschreiben war ein Erfolg und hat was gebracht. Leider haben wir die Zuschauerzahlen nicht erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Teilweise war das Wetter dazu zu schön. Gefreut hat mich, dass doch einige Gemeinderäte dagewesen sind.“

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