Heimische Sportler wieder erfolgreich

JonasFolger
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Beim Eishockey und Fußball sowie bei den Turnern den Motorradfahrern gab es Spitzenleistungen.

Ein überaus erfolgreiches Jahr 2016 liegt hinter den Löwen vom EHC Waldkraiburg. Am 8. April gewann das Team von Trainer Rainer Zerwesz vor der Rekordkulisse von 2700 Zuschauern im entscheidenden fünften Playoff-Final-Spiel gegen die Höchstadter EC mit 4:2 und stieg auf den bayerischen Eishockey-Thron. Daniel Hämmerle, Michael Trox, Nico Vogl und Jakub Marek waren die Torschützen für das sportliche Aushängeschild der Stadt und ein mehrtägiger Feiermarathon begann.

Nach Platz drei in der Vorrunde schlossen die Löwen ihre Zwischenrunde mit Höchstadt, Miesbach, Dorfen und Buchloe auf dem ersten Rang ab. Es folgte ein emotionales Play-off-Viiertekfinale gegen Memmingen, das in der Best-of-5-Serie mit 3:1 an den EHC ging, dann das Halbfinale gegen den amtierenden Meister Lindau. Auch hier setzten sich die Industriestädter mit 3:1 insgesamt durch, im Endspiel ging es aber über die volle Distanz von fünf Spielen. Der Heimvorteil machte am Ende den Unterschied, jedes Team gewann seine Heimspiele nämlich und die letzte Partie fand in der Industriestadt statt. Der Pokal ging damit nach dem Jahr 2008 wieder nach Waldkraiburg!

Doch nach dem sportlichen Triumph folgten weitere positive Schlagzeilen: Dank des großzügigen Sponsorings der Raiffeisenbank Altötting-Mühldorf erhielten die Löwen ihre lang ersehnte neue Vollglasbande und damit war das letzte Aufstiegs-Hindernis beseitigt. Seit September spielt der EHC Waldkraiburg jetzt in der dritthöchsten Liga Deutschlands und nach leichten Gewöhnungsproblemen, kommt man immer mehr in Tritt. Gleich die erste Partie gegen Altmeister EV Landshut besuchten knapp 2000 Zuschauer, aktuell sehen im Schnitt rund 1000 Fans die Heimspiele des EHC in der Raiffeisen Arena – seit 2012 wurden Zuschauerzahlen damit vervierfacht! Die Mannschaft macht Spaß und begeistert mit ihrer Spielweise einfach und auch wenn man immer wieder Rückschläge verkraften muss, wird beim EHC gewissenhaft und besonders perspektivisch weitergearbeitet! Eine echte Erfolgsgeschichte, die die Löwen jetzt seit Jahren schreiben und man darf davon ausgehen, dass noch weitere Kapitel hinzukommen werden!

Der TSV Buchbach hatte zum Start seiner vierten Saison in der höchsten deutschen Amateurliga, der Regionalliga Bayern, mit gehörigen Schwierigkeiten zu kämpfen. In Summe waren es sieben Stammspieler, die dem Trainerteam Bobenstetter/Werner wegen schwerer Verletzungen und Krankheiten praktisch bis zur Winterpause nicht zur Verfügung standen. Langsam lichtet sich zwar das Lazarett, aber die Spuren sind nicht zu übersehen. Die Rot-Weissen überwintern mit 21 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz, der die Relegation bedeuten würde. Aber noch sind ja etliche Spiele zu absolvieren. „Wir haben die Zeit, die wir brauchen, um die Langzeitverletzten wieder gänzlich fit zu bekommen. Wir haben ein hervorragendes Trainerteam, und die Mannschaft zieht voll mit. Die Regionalliga Bayern wird von Saison zu Saison stärker. Aber mit einer guten Vorbereitung, einem ambitionierten Trainingslager in Spanien und der Hoffnung, dass sich keine weiteren schwerwiegenden Verletzungen einstellen, bin ich zuversichtlich, dass wir auch in dieser Saison unser Saisonziel schaffen: Klassenerhalt“, so Buchbachs Abteilungsleiter Günther Grübl.

Oberbergkirchen: Als Vizemeister der 2. Bundesliga Süd 2015/2016 stieg der SV Oberbergkirchen in der Besetzung Stefan Thurner, Christian Englbrecht, Lorenz Thaler, Stefan Meyer und Jakob Berg in die Stock-Bundesliga auf und vertritt nun den Landkreis Mühldorf zusammen mit dem TSV Buchbach in Deutschlands höchster Eisstockklasse. Beide müssen aber nach der bereits gespielten Vorrunde, wie auch der TuS Engelsberg, den Blick nach unten richten.

Buchbach: Die Moarschaft des TSV Buchbach spielte eine ganz starke Sommersaison. Josef Brand, Christian Fuchs, Helmut Gaßner, Robert Kerbl und Bernhard Gratzl wurden Bundesliga-Vizemeister und verfehlten bei der deutschen Meisterschaft als Vierter nur knapp Bronze.

Thurner: Ein absolutes Eisstock-Juwel - Stefan Thurner vom SV Oberbergkirchen brachte von den Weltmeisterschaften aus Südtirol drei Goldmedaillen nach Hause. Der 20-Jährige wurde im Februar Doppel-Weltmeister der Junioren U23 im Zielwettbewerb Einzel und Mannschaft. Und auch beim Kampf um die Krone des Eisstocksports, dem Mannschaftsspiel, triumphierte das von Peter Hubloher entdeckte Eisstock-Juwel mit der deutschen U23-Nationalmannschaft. Obwohl noch Junior, verteidigte der Zangberger kürzlich bei den Herren den bayerischen Meistertitel im Zielschießen souverän.

Herren-Sieger-Schätzl-Rottmoser: In der Saison 2015/2016 war Peter Rottmoser vom SV Schechen noch bester deutscher Weitenjäger. Derzeit ist der amtierende Doppel-Weltmeister der Junioren U23, Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen, auf dem besten Weg dem Weltmeister von Waldkraiburg 2012 den Rang abzulaufen.

Bei Motorradrennfahrer Jonas Folger gab es in dieser WM-Saison viel Licht und viel Schatten. Der Schwindegger belegte in der Weltmeisterschaftswertung dennoch einen hervorragenden siebten Platz. In der kommenden WM-Saison wechselt der Schwindegger in die Königsklasse des Motorsports. Viele Fans aus der Region drücken Jonas Folger für die kommende WM-Saison die Daumen und wünschen ihm viel Erfolg.

Deutscher Vizemeister in der Kategorie Supstock wurde der Waldkraiburger Luca Grünwald. Er hatte in dieser Serie viel Verletzungspech. Sein Endabschneiden war eine schöne Leistung in diesem Motorsportjahr.

Eine Bank waren in diesem Jahr auch wieder die Turner des Mühldorfer Leistungszentrums. Sie überzeugten, wie jedes Jahr, bei den oberbayerischen und bayerischen Meisterschaften. Trainer Werner Klöpper ist es wieder gelungen, bestens ausgebildete Turner an die Geräte zu schicken.

Mit Erfolgen von bayerischen, deutschen und europäischen Meisterschaften kamen die Mühldorfer Einradfahrer zurück. Sie sind aus der Sportszene im Landkreis Mühldorf nicht mehr wegzudenken.

Das Mekka des Sandbahnsports blieb auch in diesem Jahr die Stadt Mühldorf. Der MSC Mühldorf hatte wieder einen WM-Lauf auf der Mühldorfer Bahn ausgerichtet. Viele Zuschauer sahen an diesem Tag spannende Rennen.

Erst dirigierte zu Beginn der Saison 2015/2016 Juri Mühlstein die Regionalliga-Volleyballer vom TV Mühldorf, dann kam für kurze Zeit Martin Peiske um die erste Mannschaft zu coachen und aktuell ist es Tom Gailer, der das Aushängeschild der Abteilung führt. Und das tut der neue und erfahrene Trainer mit viel Geschick. Denn nach den Abgängen der beiden Brandstetter-Brüder stehen Tom Gailer nur acht Spieler zur Verfügung, die jedoch nach der Hälfte der Spielzeit eine respektable Ausgangsposition geschaffen haben, wenn es dann im neuen Jahr weiter geht. Auf Platz vier steht die erste Mannschaft in der Regionalliga, durfte sich sogar einen Tag lang als Tabellenführer feiern lassen. Der Klassenerhalt in Deutschlands vierter Spielklasse dürfte kein Problem sein - wenn sich denn kein Spieler verletzt. Überhaupt blickt die Abteilung wieder auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Im Jugendbereich werden aktuell 60 Kinder der Jahrgänge 2004 bis 2009 an den Volleyballsport herangeführt. Sportlich gesehen schaffte die U 20 männlich den größten Erfolg in diesem Jahr. Bei der deutschen Meisterschaft schrammte das Team um Jogi Tille nur knapp am Meistertitel vorbei. Aber auch der zweite Platz in Schwerin war aller Ehren wert.

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