Hawaii-Traum verschiebt sich um ein Jahr

Christian Vordermayer (links) vom TV Traunstein und Hanno Nüßlein vom TSV Chieming haben sich beide für die Ironman-WM auf Hawaii qualifiziert.

Sie hatten beide ein Datum für dieses Jahr ganz dick in ihren Kalendern eingetragen – und zwar den 10. Oktober. Hanno Nüßlein vom TSV Chieming und Christian Vordermayer vom TV Traunstein wollten an diesem Tag bei der Ironman-WM auf Hawaii starten. Doch daraus wird vorerst nichts – Ironman hat seine WM aufgrund der Coronavirus-Krise auf 2021 verschoben.

Chieming/Traunstein – Dann gibt’s auf Kona sogar eine Doppel-WM – und zwar im Februar und im Oktober. Die beiden heimischen Triathleten nehmen die Verschiebung sportlich gelassen. „Dann starten wir eben im Oktober 2021“, sagen beide. Ihre Starts für die Auflage genau ein Jahr später haben Nüßlein und Vordermayer schon bestätigt.

Geplante Trainingslager ersatzlos gestrichen

Hanno Nüßlein qualifizierte sich im Oktober beim Ironman Barcelona für die WM auf Hawaii. Der Athlet aus Bergen gewann in Spanien über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen seine Altersklasse 50 bis 54 in starken 9:00:18 Stunden. Auch jetzt war er bereits wieder gut im Training. Doch dann bremste den Ausdauersportler die Krise unsanft aus. Geplante Trainingslager auf Lanzarote und Südtirol mussten ersatzlos gestrichen werden. Der Triathlet des TSV Chieming gibt unumwunden zu, dass es „nach der Hawaii-Verlegung einen Knick in meiner Motivation gegeben hat“. Deshalb hat er sich mit Trainer Christian Jais dazu entschlossen, „die Saisonplanung komplett umzudisponieren“. Sprich: „Wir haben das Training zurückgefahren.“

„Dankbar, dass ich dabei sein darf“

Auch bei Christian Vordermayer ist das große Ziel für dieses Jahr weggebrochen. Für ihn sei es ein Wechselbad der Gefühle, betont der Athlet des TV Traunstein. „Mein Ziel seit dem vergangenen Jahr war es ja, dass ich mich die nächsten drei Jahre für Hawaii qualifiziere. Dass es dann gleich im vergangenen Jahr in Malaysia geklappt hat, war eine Überraschung.“ Trotz der Verschiebung um ein Jahr „bleibt bei mir die Vorfreude auf das Rennen. Ich bin nach wie vor dankbar, dass ich dabei sein darf“, betont er. Es sei auch ein schönes Gefühl zu wissen, dass „ich den Startplatz schon mal sicher habe“. bst

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