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Heute Quali für Pletschacher, Niedermaier und Mayerbüchler

Harter Kampf um WM-Plätze

Jetzt wird es ernst für die heimischen Eisspeedway-Piloten: Am heutigen Samstag finden in St. Johann/Pongau, Sanok (Polen) und Luchowizy (Russland) die drei Qualifikationsrennen zur Weltmeisterschaft (Grand Prix) statt. Neben dem heimischen Trio Stefan Pletschacher (Ruhpolding), Max Niedermaier (Edling) und Franz Mayerbüchler junior (Inzell) ist nur noch ein weiterer deutscher Fahrer bei den Qualifikationen dabei: Es ist der Altfraunhofener Markus Jell, der im Supermoto-Sport seine größten Erfolge gefeiert hatte. Noch verletzt zuschauen muss Günther Bauer (Schleching), der jedoch bis zur Team-Weltmeisterschaft wieder fit werden soll.

So sind die Chancen der Deutschen, einen Grand-Prix-Platz zu ergattern, weiter gesunken. Zumal der Modus in diesem Jahr noch etwas unübersichtlicher ist als in den Vorjahren: In St. Johann und Sanok kommen je fünf Fahrer weiter, in Luchowizy vier. Zu diesen 14 Qualifikanten kommt noch ein Pilot, der vom Weltverband FIM für den gesamten GP eine Wildcard erhält, und der Rest - ein Platz im "Stammfahrerfeld" und zwei Plätze für Reservefahrer - wird über Veranstalter-Wildcards abgedeckt.

Doch eine Frage bleibt offen: Insgesamt sind acht russische Fahrer im Einsatz, die sich normalerweise alle einen WM-Platz erkämpfen werden. Doch nur sechs davon dürfen letztlich im GP mitmischen - welche zwei Russen aber gestrichen werden, ist nicht klar festgelegt. Daher könnte für alle anderen Fahrer auch Rang sechs in St. Johann oder Polen oder Rang fünf in Russland genügen, um fix bei der WM dabei zusein.

Kaum Chancen darauf dürfte sich Markus Jell (29) ausrechnen: Er ist noch nicht lange im Eisspeedway aktiv. Die Favoriten im Pongau sind heute (Start 18 Uhr) andere. Neben den drei Russen Dimitri Koltakow sowie Dimitri (WM-Vierter 2011) und Witali Khomisewitsch (5.) ist natürlich Franz Zorn der große Mitfavorit. Der Saalfeldener gewann in Weißenbach und war 2011 als WM-Neunter bester "Nicht-Russe" im GP. Hauptkonkurrenten des Österreichers dürften Jan Klatovsky (Tschechien), und Rene Stellingwerf (Niederlande) sein.

Pletschacher hatte beim Testrennen in Weißenbach mit einem Sieg und einem zweiten Rang stark begonnen, ehe ihn ein Getriebeschaden ausbremste. Dennoch: Die Form scheint zu stimmen, und so hofft er heute (Start: 19.30 Uhr) in Sanok darauf, sich zum zweiten Mal in Folge einen GP-Platz zu ergattern. Dass Daniil Iwanow (WM-Dritter) und Weltmeister Nikolaj Krasnikow nicht zu schlagen sein werden, ist dem Ruhpoldinger bewusst. Doch der 33-Jährige hofft auf einen der drei Plätze dahinter. Antonin Klatovsky (Tschechien/WM-13.) gilt ebenso als aussichtsreicher Anwärter wie der Pole Grzegorz Knapp (WM-14.). Allerdings musste Klatovsky in Weißenbach noch wegen eines Schlüsselbeinbruchs aussetzen - so ist unklar, in welcher Form er antreten kann. Zu beachten sind ferner die Schweden Fredrik Johansson und Robert Henderson. Möglicherweise könnten auch die beiden Polen Pawel Strugala oder Miroslaw Daniszewski gefährlich werden.

In wenig guter Erinnerung hat Max Niedermaier (Edling) den Test in Österreich: Der 23-Jährige wurde von Pawel Strugala "über den Haufen gefahren". Seine Taktik, ein wenig zurückhaltend zu agieren, war in diesem Fall unglücklich: "Ich hätte besser richtig Gas geben sollen, dann wäre er mir gar nicht reingefahren", ärgerte sich der Edlinger. Doch er möchte in Luchowizy (Samstag, 12 Uhr) trotzdem eine gute Rolle spielen und sich "so gut wie möglich verkaufen". Seine Aufgabe, einen Platz unter den ersten vier zu belegen, scheint fast unlösbar: Neben den Russen Eduard Krysow, Igor Konjonow (Vize-Weltmeister) und Sergej Karatschintsew (WM-7.) gelten Antti Aakko (Finnland) und Stefan Svensson (Schweden/WM-11.) als erste Anwärter auf die Top-Plätze.

Als "Lehrjahr" nimmt Franz Mayerbüchler junior (18) diese Saison in Angriff - und da hat er in Russland gleich richtig schwere Brocken als Gegner. Für ihn geht es darum, sich von den Favoriten nicht zu klar zu schlagen zu lassen und aus dem weiteren Feld möglichst einige Gegner hinter sich zu lassen. who

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