Eisspeedway-DM: Bauer setzt sich durch - Niedermaier Zweiter vor Pletschacher

Ein hart erkämpfter Titelgewinn

Vizemeister und Meister im Duell: In dieser Szene liegt zwar Max Niedermaier (Edling/links) vor Günther Bauer - letztlich aber holte sich der Routinier aus Schleching den Titel vor Niedermaier und Stefan Pletschacher. Foto Weitz
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Vizemeister und Meister im Duell: In dieser Szene liegt zwar Max Niedermaier (Edling/links) vor Günther Bauer - letztlich aber holte sich der Routinier aus Schleching den Titel vor Niedermaier und Stefan Pletschacher. Foto Weitz

Der Schlechinger Günther Bauer ist wieder deutscher Meister im Eisspeedway. Der 43-Jährige holte sich in Berlin-Wilmersdorf den Titel vor Max Niedermaier (Edling) und Titelverteidiger Stefan Pletschacher (Ruhpolding).

DM-Vierter wurde Hans Weber (Schliersee). Von 2007 bis 2011 hatte sich Bauer fünfmal in Serie den Titel geholt, 2012 und 2013 gab es keine DM, 2014 fehlte Bauer verletzungsbedingt.

Den Gesamtsieg holte sich diesmal der schwedische "Altmeister" Per Olof Serenius. Der Ex-Weltmeister gewann alle seine fünf Rennen und brachte es somit auf 15 Punkte. Und das lag nicht vorwiegend daran, dass die Deutschen im Duell mit ihm kein zu hohes Risiko eingehen wollten, "sondern der war einfach brutal schnell", zollt der neue deutsche Meister dem Schweden Anerkennung.

Sein Titelgewinn sei durchaus hart erkämpft gewesen, so Bauer. Allerdings ging er bereits als Führender - punktgleich mit Pletschacher - in den letzten Lauf, in dem die "großen Vier" aufeinandertrafen. Hier führte er zwei Runden lang, "dann hat mich der Hans Weber angegriffen und ist vorbei. Aber er war ja nicht entscheidend für den Titelkampf, deshalb habe ich da nichts riskiert", so der 43-Jährige. Platz zwei in diesem Lauf reichte ihm zum Titelgewinn.

Für Weber kam der Sieg im "heimlichen Finale" zu spät: In einem Lauf mit Michel Bolt (1.), Luca Bauer (2.) und Sebastian Gegenbauer (3.) war er gestürzt und daher ohne Punktgewinn geblieben - das kostete ihn die Chancen auf einen Stockerlplatz in der DM-Wertung.

Da Stefan Pletschacher und Max Niedermaier punktgleich waren, musste ein Stechen entscheiden, wer sich die Vizemeisterschaft holen würde. Hier setzte sich Niedermaier durch. "Wir hatten einen schönen Kampf, letztlich war der Max ein Stück vorn", so Pletschacher.

Er war dennoch zufrieden: "Ich habe mein Ziel mit einem Platz unter den besten drei erreicht, das Material passt und die Form wird auch immer besser", freute sich Pletschacher. Schließlich sei die DM gut besetzt gewesen. Neben Serenius seien auch der Schwede Jimmy Olsen und der junge Österreicher Manfred Seifter - ein Schützling von Franz Zorn - sehr stark gewesen. Achter der Gesamtwertung und damit Fünfter der DM wurde Markus Jell (Altfraunhofen). Sechstbester Deutscher wurde bei seiner ersten DM-Teilnahme Günther Bauers Sohn Luca, der 16-Jährige holte sechs Punkte.

Am heutigen Samstag und morgigen Sonntag wird in Berlin-Wilmersdorf die Team-WM ausgetragen. Dass den Russen der Titel kaum zu nehmen sein dürfte, ist klar, doch wollen Franz Zorn (Saalfelden), Harald Simon (Pfaffenschlag) und Charly Ebner junior den Favoriten gehörig einheizen und zumindest Platz zwei für Österreich sichern.

"Ich hoffe, dass wir diesmal Dritter werden. Wenn alles passt, könnte das klappen", so Günther Bauer. Er bildet gemeinsam mit Hans Weber und Max Niedermaier das deutsche Team. Sehr stark sei die tschechische Mannschaft mit den Klatovksy-Brüdern Antonin und Jan, "und die jungen Schweden sind sicherlich gut, aber sie sind schwer einzuschätzen". Dagegen sollte man das finnische Team und die Auswahl aus der Schweiz wohl sicher im Griff haben, hofft der Schlechinger. Dazu bedarf es nicht nur einer konzentrierten Leistung der deutschen Fahrer, sondern "wir brauchen auch das nötige Glück", so der Routinier.

Der DM-Endstand: 1. Per Olof Serenius, Schweden 15 Punkte; 2. (und damit Deutscher Meister) Günther Bauer, Schleching 13, 3. Max Niedermaier, Edling 11+3 (Sieg im Entscheidungslauf gegen Pletschacher); 4. Stefan Pletschacher, Ruhpolding 11+2; 5. Jimmy Olsen, Schweden 11; 6. Hans Weber, Schliersee 10; 7. Manfred Seifter, Österreich 10; 8. Markus Jell, Altfraunhofen 8; 9. Michel Bolt, 7; 10. Sven Holstein, beide Niederlande 6; 11. Luca Bauer, 6; 12. Sebastian Gegenbauer Leutkirch 5; 13. Franz Mayerbüchler junior, Inzell 3; 14. Jouni Seppänen, Finnland 2; 15. Johann Last, Niederlande 1; 16. Jens Budden, Bad Zwischenahn 0. who

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