Hans Rambold verlässt Bundesstützpunkt in Ruhpolding: „Es ist immer ein Kampf um das Geld“

Hans Rambold sagt als Stützpunktleiter in Ruhpolding Servus.
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Hans Rambold sagt als Stützpunktleiter in Ruhpolding Servus.

Von Siegi Huber Ruhpolding – .„Ich verlasse den Bundesstützpunkt mit einem Gefühl der Befriedigung“, sagt Hans Rambold. Im Skiverband Chiemgau ist er als Sportwart für den Bereich Biathlon zuständig. Die OVB-Heimatzeitungen haben mit Hans Rambold über seinen Abschied als Stützpunktleiter gesprochen.

Herr Rambold, mit welchem Gefühl verlassen Sie Ruhpolding als Leiter des Bundesstützpunktes?

Hans Rambold: Nach acht Jahren verlasse ich die Position einerseits mit einem Gefühl des Wehmuts, weil ich die Aufgabe gerne erfüllt habe. Andererseits mit einem Gefühl der Befriedigung, weil uns zusammen viel gelungen ist. Mit Mark Hoffmann haben wir einen sehr guten Nachfolger für mich gefunden. Ich habe immer eine große Hochachtung vor den Trainern und Sportlern und dem ganzen Umfeld gehabt. Da wird unglaublich viel geleistet und ich bin stolz darauf, mit diesem großartigen Team gearbeitet zu haben.

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Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Rambold: Ich werde in der Vorbereitung und Durchführung der Militärweltmeisterschaften Nordisch 2021 CISM das Bindeglied zwischen DSV und Bundeswehr darstellen. Außerdem bin ich weiter ehrenamtlicher Sportwart Biathlon beim Skiverband Chiemgau und das bereits seit 15 Jahren.

Welche Tipps und Ratschläge geben Sie Mark Hoffmann mit auf seinen Weg?

Rambold: Mark hat mich schon das letzte halbe Jahr in der Stützpunktleitung begleitet, ich hoffe ihm dabei alles Wesentliche gezeigt zu haben. Er ist im DSV bestens vernetzt und auf die Aufgabe hervorragend vorbereitet. Ich bin überzeugt, dass er das sehr gut machen wird und stehe ihm natürlich auch künftig zur Verfügung.

Wie schaut Ihre persönliche Bilanz der vergangenen acht Jahre aus?

Rambold: Die Zeit war geprägt von großer Knappheit der Mittel, vor allem beim Bayerischen Skiverband und Skiverband Chiemgau und dem ständigen Kampf um Trainerstellen und Ausstattung. Zum Glück haben uns die Fördervereine Biathlon-Idee und XC3 mit treuen Sponsoren immer unterstützt. Die vergangenen Jahre hat sich die Lage etwas entspannt, weil Bund und Land ihre Zuwendungen deutlich erhöht haben. Es wird immer ein Kampf um das Geld bleiben, aber die Aufgabe ist es einfach wert. Corona schwächt dafür jetzt leider wieder unsere Sponsoren in der Privatwirtschaft. Der Skiverband Chiemgau, der BSV und DSV unterstützen uns in der Nachwuchsarbeit zunehmend stärker und das beruhigt mich. Die Freude über jeden Titel im Weltcup ist bei mir auch immer mit der Sorge belastet, wer gewinnt die Medaillen in zehn Jahren. Die Unterstützung des DSV gerade in den letzten Jahren war meiner Meinung nach ausschlaggebend für unsere Erfolge.

Wie ist in dieser Zeit die Verbindung zwischen Sportlern, Trainern und Funktionären gewachsen?

Rambold: Aktuell haben wir am Stützpunkt etwa 40 Trainer und rund 70 DSV-Kadersportler. Dazu die ganzen Nachwuchssportler, die Eltern und was sonst noch alles dazugehört. Wenn ich alle aufzählen müsste, würde das ein Buch und kein Interview. Besondere Menschen sind jedenfalls alle.

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