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Fußball-Regionalliga: Sportlicher Leiter übernimmt Verantwortung

Nach zwei 0:8-Niederlagen sagt Hans Kroneck vom TSV 1860 Rosenheim: „Ich spüre den Druck“

Nachdenkliche Mienen beim TSV 1860 Rosenheim (von links): Der Sportliche Leiter Hans Kroneck, Abteilungsleiter Alexander Neiser und Trainer Florian Heller.
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Nachdenkliche Mienen beim TSV 1860 Rosenheim (von links): Der Sportliche Leiter Hans Kroneck, Abteilungsleiter Alexander Neiser und Trainer Florian Heller.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    VonHans-Jürgen Ziegler
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Letzter Platz, 51 Gegentore, erst ein Sieg in 14 Ligaspielen: Der Fußball-Regionalligist TSV 1860 Rosenheim steckt in der schwersten Krise der letzten Jahre. Der Sportliche Leiter Hans Kroneck sagt: „Ich übernehme die Verantwortung“.

Rosenheim – Der Fußball-Regionalligist TSV 1860 Rosenheim steckt aktuell in der schwierigsten Phase der letzten Jahre. Zwei historisch hohe 0:8-Niederlagen in Burghausen und zuletzt am Samstag in Schweinfurt hat die Fußball-Abteilung in den Grundfesten erschüttert. An zwei solche Debakel innerhalb einer Saison können sich selbst die ältesten Vereinsmitglieder nicht erinnern.

„Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit“

Beim Blick auf die Tabelle (ein Sieg, acht Punkte Rückstand auf den ersten Relegationsplatz und 51 Gegentore ) scheint der Kampf um den Klassenerhalt bereits nach 14 von 38 Spielen aussichtslos zu sein auch wenn der Sportliche Leiter Hans Kroneck sagt: „Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit. Jetzt geht es bis zum 4. Dezember gegen Mannschaften gegen die wir unbedingt punkten müssen. Aber eins sage ich klipp und klar: Am Trainerteam ist nicht zu rütteln.“

„Zweimal 0:8 zu verlieren geht nicht“

Kroneck war schon vor der Saison bewusst, dass es schwer wird und „dass wir wahrscheinlich in der Tabelle im hinteren Bereich mitspielen werden, aber natürlich sind solche Ergebnisse in dieser Höhe nichts zu akzeptieren. Du kannst gegen Schweinfurt und Burghausen verlieren und auch gegen Bayern München 1:6, aber zweimal 0:8 geht nicht.“

Kroneck weiß, dass die Mannschaft und vor allem er selbst jetzt unter einem enormen Druck stehen. Dazu sagt der Sportliche Leiter in aller Deutlichkeit: „Fest steht, dass ich als Sportlicher Leiter die komplette Verantwortung übernehme und ich werde mein Team, sprich Trainer und Mannschaft, schützen.“

Kroneck nimmt Trainerteam und jungen Keeper in Schutz

Kroneck betont noch einmal, dass er bis 4. Dezember und dem Beginn der Winterpause abwarten will, sich dann ein Bild machen wird, wo 1860 Rosenheim steht und danach weitere Entscheidungen treffen wird. Da soll aber kein Ultimatum für Trainer Florian Heller sein.

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Kroneck nimmt nicht nur das Trainerteam in Schutz, sondern vor allem auch den jungen Torhüter Thomas Wimmer. „Er ist im Sommer aus der A-Jugend rausgekommen und war ganz klar als Nummer zwei vorgesehen. Stefan Schönberger hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt, konnte sich aber in den Ligaspielen nicht so stabilisieren wie wir uns das vorgestellt hatten. Deshalb haben die Trainer einen Torhüterwechsel vorgenommen.“ Nachdem die beiden etatmäßigen Innenverteidiger Tim Kießling und Christoph Wallner ausgefallen sind, fehlte der Abwehr die Stabilität und dem jungen Torhüter zwei erfahrene Spieler vor sich.

„Diese beiden Spieler können wir nicht ersetzen“

„Diese beiden Innenverteidiger können wir nicht ersetzen, da fehlt und einfach die Breite im Kader“, erklärt Kroneck. Als größtes Problem sieht er, dass die Mannschaft praktisch neun Monate nicht trainieren konnte: „Natürlich hat das auch andere Teams getroffen wie zum Beispiel Buchbach und Schalding, aber bei uns kam dazu, dass wir eine komplett neue Mannschaft mit einem neuen Trainerteam zusammengestellt hatten und wir in den ersten sieben Wochen praktisch keine Inhalte trainieren konnten, weil wir fast jeden dritten oder vierten Tag gespielt haben.“

Sieben Ausfälle nicht zu kompensieren

Kroneck sprach natürlich auch das zuletzt schwere Programm mit Bayern München, Unterhaching Bayreuth und Schweinfurt an. „In Schweinfurt hatten wir sieben Ausfälle und das können wir nicht kompensieren“, weiß Kroneck, der den Druck von außen, von den Zuschauern und vom Umfeld spürt und sagt noch einmal: „Ich bin Sportlicher Leiter. Das war ich in guten Zeiten und das bin ich jetzt auch in Krisenphasen. Wir haben den Kader zusammengestellt und ich trage als Sportchef die Verantwortung.“

„Ich glaube, dass wir stabiler werden“

Kroneck hat die Hoffnung nicht aufgegeben und sagt: „Ich glaube, dass wir in der nächsten Zeit stabiler werden. Die Verletztenliste lichtet sich und jetzt zählt es.“ Um tatsächlich noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben müssen aber auch Spieler, die verpflichtet und zurückgeholt wurden, mehr Verantwortung übernehmen und den Nachwuchsspielern den Weg zeigen. Ansonsten geht die Regionalliga-Zeit für 1860 Rosenheim zu Ende.

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