Hammer-Auftakt gegen den Meister - Tolle Heimspiele für die Sechziger-Tennisspieler

Der hochaufgeschossene Blaz Rolagehört dem slowenischen Daviscup-Team an. dpa
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Der hochaufgeschossene Blaz Rolagehört dem slowenischen Daviscup-Team an. dpa

Tennis-Liebhaber aufgepasst: Bundesliga-Aufsteiger TC 1860 Rosenheim kann in seiner ersten Saison im Oberhaus attraktive Gegner auf der Sportanlage an der Pürstlingstraße begrüßen. Zum Start am Sonntag, 5. Juli, kommt der amtierende Meister TK Grün-Weiß Mannheim zu den Sechzigern.

Rosenheim– Weltklasse-Tennis präsentiert der TC 1860 Rosenheim im kommenden Sommer: Der Bundesliga-Aufsteiger kann in seiner ersten Saison im Oberhaus attraktive Gegner auf der Sportanlage an der Pürstlingstraße begrüßen. Zum Start am Sonntag, 5. Juli, kommt der amtierende Meister TK Grün-Weiß Mannheim zu den Sechzigern, am zweiten Spieltag (Freitag, 10. Juli) gastiert Vizemeister Rochusclub Düsseldorf in Rosenheim. Und auch das Derby gegen Titelanwärter TC Großhesselohe (Sonntag, 2. August) findet bei den Sechzigern statt. Dazu gibt es noch Heimauftritte gegen Köln (Sonntag, 19. Juli) und Krefeld (Freitag, 14. August).

Gegner zum Zungeschnalzen und drei weitere Neuzugänge

„Für die Zuschauer ist es super, dass wir den Deutschen Meister hier in Rosenheim präsentieren können“, sagt Wolf-Dieter Dörfler, Tennis-Vorstand bei 1860. Und auch die restlichen Gegner, die an der Pürstlingstraße aufkreuzen, sind zum Zungeschnalzen: „Von den Mannschaften her ist es perfekt, was wir den Fans bieten können.“ Weltklasse in Rosenheim – das ist sicherlich nicht untertrieben. Zumal die Sechziger selbst ein starker Kontrahent werden könnten. „Wenn wir in Bestbesetzung spielen können, dann muss uns auch Mannheim erst einmal schlagen“, sagt der für die Finanzen bei den Rosenheimern zuständige Thomas Detterbeck. Zum Beweis präsentierten die Verantwortlichen gleich drei weitere Neuzugänge für den Erstliga-Kader.

In der Weltrangliste auf Nummer 51

Dass der Slowene Aljaz Bedene (30) nach Rosenheim kommt, war schon durchgesickert. „Er ist sehr erfahren und kennt auch die Bundesliga. 2015 hat er in Aachen an Position eins gespielt“, so Teammanager Bernhard Gleissner über Bedene, der aktuell bei den Australian Open bis in die zweite Runde kam und in der Weltrangliste auf Platz 51 steht. „Er stand eigentlich nicht zu Verfügung“, verrät Gleissner, aber über den langjährigen 1860-Spieler Lukas Jastraunig, der nun als Teamkapitän tätig ist, konnte man den Slowenen für Rosenheim begeistern. „Die beiden kennen sich schon länger. Bedene hat dann gemeint, dass er auch gerne seinen Kumpel mitbringen würde“, erzählt Dörfler.

Ein Aufschlagtier aus Slowenien

Damit ist Blaz Rola gemeint. Der 29-jährige Linkshänder ist 1,93 Meter groß und nun ebenfalls neu in Rosenheim. „Das ist ein Aufschlagtier“, beschreibt Gleissner den Slowenen, der aktuell in der Weltrangliste auf Platz 136 steht, aber auch schon auf Rang 78 war. Dank seiner Aufschlagstärke ist Rola, der 2019 das Challenger im mexikanischen Leon gewonnen hat, auch für das Doppel interessant. „Wir haben jetzt das slowenische Daviscup-Team beisammen“, freut sich Dörfler.

Und auch die italienische Schiene wird weiter bedient: Nach Lorenzo Sonego, Thomas Fabbiano und Lorenzo Giustino kommt auch Alessandro Giannessi neu. Der 29-jährige Linkshänder, der aus La Spezia stammt, spielte vergangene Saison für Krefeld in der Bundesliga. Aktuell steht er auf Rang 146 in der Weltrangliste, seine beste Platzierung war Rang 84 im Jahr 2017. Größter Erfolg im vergangenen Jahr war der Sieg beim Challenger in Vicenza.

Elf Spieler des 16er-Kaders stehen fest

Damit stehen elf Spieler des 16er-Kaders für die Bundesliga fest. „Wir werden noch den ein oder anderen bekannten Namen präsentieren“, sagt Detterbeck. Bis Mitte März ist das Transferfenster offen, dann müssen die Sechziger komplett sein.

Bis dahin wollen die Verantwortlichen auch mit der Organisation rund um die Spiele einen Schritt weiter sein: „Wir brauchen Parkplätze, Tribünen und wollen die Halle für den wetterbedingten Ernstfall vorbereiten. Wir werden auch das Gespräch mit der Stadt suchen“, sagt Detterbeck, der zudem mehr Helfer für die Veranstaltungen gewinnen möchte: „Jeder ist willkommen.“ Was ihn freut: „Bei den Sponsoren wird die 1. Liga sehr gut angenommen. Bestehende Sponsoren haben mehr gemacht, es sind auch Neue hinzugekommen. Wir sind breit aufgestellt, brauchen aber noch Zuwachs“, sagt er. Die Neuzugänge und die attraktiven Heimgegner könnten ein Scherflein dazu beitragen.

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