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Deutscher Beachvolleyball-Meister im Interview

Halle oder Sand? Wie der Mühldorfer Champion Fritz Vähning seine Volleyball-Zukunft plant

Fritz Vähning (rechts) hat gemeinsam mit seinem Partner Jannik Sambale den Titel bei der deutschen Beachvolleyball-Meisterschaft der U18 verteidigt.
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Fritz Vähning (rechts) hat gemeinsam mit seinem Partner Jannik Sambale den Titel bei der deutschen Beachvolleyball-Meisterschaft der U18 verteidigt.
  • VonMarinus Obermaier
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Kapitän der U18-Mannschaft, Teil der Herrenmannschaft und Spieler im Bundeskader: Der erst 17-jährige Fritz Vähning zählt als großes Talent. Das hat er erneut bei der Beachvolleyball-Meisterschaft der U18 bewiesen, als er mit seinem Partner den Titel verteidigt hat.

Mühldorf – Zweimal in Folge hat Fritz Vähning zusammen mit seinem Partner Jannik Sambale vom TuS Holzkirchen die deutsche Beachvolleyball-Meisterschaft gewonnen, dennoch sagt der 17-Jährige im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion über seine sportliche Zukunft: „Vielleicht kann es sein, dass es mich noch in den Sand treibt, aber aktuell schaut es eher nach Halle aus.“ Dort ist der Mühldorfer für den TSV Mühldorf im Einsatz und ist nicht nur Kapitän der U18-Mannschaft, sondern auch schon Teil der Herrenmannschaft, die in der 2. Bundesliga Süd spielt.

Sie waren vor der Beach-Meisterschaft monatelang verletzt. Welche Verletzung hatten Sie genau und wie schwer war diese Zeit für Sie?

Fritz Vähning:Ich hatte einen Meniskusriss am rechten Knie. Insgesamt hatte ich sechs Monate lang gar keinen Wettkampf, das war keine leichte Zeit. Ich war sehr oft alleine im Kraftraum, umso froher bin ich, dass ich jetzt wieder Volleyball spielen kann.

Was war ihre Motivation in dieser Zeit?

Vähning:Ich habe vor der deutschen Meisterschaft noch eine Europameisterschaft in der Halle gespielt, da wollte ich unbedingt dabei sein. Das hat mir jeden Tag Motivation gegeben.

Wie war ihr Gefühl vor der Meisterschaft?

Vähning:Da ich so lange verletzt war und auch der Umstieg von Halle auf Sand, der bei mir sehr kurzfristig war, schwierig ist, haben sich mein Partner und ich nicht die großen Hoffnungen gemacht. Wir haben uns keine Ziele gesetzt und wollten einfach Spaß haben. Das haben wir so auch durchgezogen. Auch im Finale haben wir nicht gesagt, dass wir gewinnen müssen.

Also hatten Sie und ihr Partner keinen Druck?

Vähning:Man hat, denke ich, schon immer ein bisschen Druck, auch wenn man sich den nicht selbst macht. Wir haben ja den Titel im Jahr davor gewonnen, da schauen die Leute dann schon.

War das ausschlaggebend für den Erfolg?

Vähning:Ja, auf jeden Fall. Vor allem im Finale haben wir gegen ein Beach-Nationalteam gespielt, das das ganze Jahr Beachvolleyball trainiert hat. Das Finale war auch das Gleiche wie im letzten Jahr. Ich glaube, die wollten uns unbedingt schlagen. Sie haben sich wahrscheinlich schon viel Druck gemacht und wir haben einfach gespielt, ohne darüber nachzudenken.

Vom Teampartner zum Zimmerpartner

Sie spielen mit ihrem Partner Jannik Sambale vom TuS Holzkirchen nicht in einer Mannschaft. Wie kam diese Partnerschaft zustande?

Vähning:Wir kennen uns über die Hallen-Bayernauswahl oder auch von Jugendmeisterschaften. Wir haben ein paar Mal gegeneinander gespielt und uns sympathisch gefunden. Inzwischen verstehen wir uns sehr gut und werden im nächsten Jahr auch Zimmerpartner im Internat sein.

Wie schwierig ist es, wenn man mit nur einem Partner spielt, statt wie in der Halle mit einer ganzen Mannschaft?

Vähning:Es kommt darauf an, wie man mit dem Partner zurechtkommt. Wenn man sich versteht, ist es einfacher als in einer Mannschaft. In einer Mannschaft sind immer Leute, mit denen man mehr oder weniger gut auskommt. Wenn man sich aber nicht so gut versteht, ist es schwieriger. In meinem Fall ist es mit einem Partner leichter, weil wir einfach so gut eingespielt sind.

Bevorzugen Sie es, nur einen Partner zu haben oder in einer Mannschaft zu spielen?

Vähning:Generell bin ich eher ein Mannschaftstyp. Beim Beachvolleyball hat man deutlich mehr Ballkontakte, das hat schon auch seine Vorteile, aber rein von den Mitspielern spiele ich lieber in einer Mannschaft.

Was sind die größten Unterschiede zwischen Sand und Halle?

Vähning:Im Sand hat man viel mehr Ballkontakte. In der Halle spielt man positionsspezifisch, da spiele ich fast nie zu, im Sand schon. Es ist auch eine andere Technik. Der größte Unterschied ist im Angriff beim Timing und Absprung, weil man im Sand einfach nicht ganz so hoch springen kann.

Was empfinden Sie als schwieriger?

Vähning:Es sind fast schon unterschiedliche Sportarten. Im Sand ist es physisch anstrengender, weil man nur zu zweit ist und deshalb mehr machen muss.

Welchen Untergrund bevorzugen Sie?

Vähning:Ich habe mich noch nicht festgelegt. Mir geht es immer so, dass mir im Winter Hallen-, aber im Sommer Beachvolleyball mehr Spaß macht. Aktuell bin ich aber noch bisschen mehr auf dem Hallen-Trip, es kann aber sein, dass sich das noch ändert. Man kann sich die Entscheidung, ob man Halle oder Sand spielt, schon aufschieben, bis man 19 Jahre ist. Aber dann muss man sich schon entscheiden, wenn man es professionell machen will.

Großer Zusammenhalt beim TSV Mühldorf

Was macht für Sie Volleyball in Mühldorf aus?

Vähning:Es ist ein cooler Verein. Es ist wirklich nur diese Mühldorfer Abteilung, es ist nicht so, dass wir von außen Leute dazu kaufen. Wenn man sich die erste Herrenmannschaft anschaut, sind das nur Mühldorfer. Der TSV macht gute Jugendarbeit und wenn wir solche Events wie das Beachevent organisieren, merkt man auch den großen Zusammenhalt.

Sie konnten ihrer Mannschaft bei der deutschen und bayerischen Meisterschaft verletzungsbedingt nicht helfen. Wie schwierig war das für Sie?

Vähning:Ich war bei der Bayerischen auch vor Ort und habe mich auf die Bank gesetzt. Gerade in Phasen, in denen es nicht läuft, tut das schon weh, wenn man von außen zuschauen muss. Bei der Deutschen hatte ich auch noch Corona, konnte also nicht mal vor Ort sein.

Wie lauten Ihre Ziele?

Vähning:Ich würde gerne mindestens in die 1. Volleyball-Bundesliga. Vielleicht kann es auch sein, dass es mich noch in den Sand treibt, aber aktuell schaut es eher nach Halle aus. Ich werde schauen, wie weit ich komme und das Maximum rausholen.

Haben Sie einen Plan B?

Vähning:Ja, ich würde parallel oder danach studieren. Ich mache gerade Abitur, das läuft ganz gut und das mache ich auf jeden Fall fertig.

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