ZWEITES PLAY-OFF-VIERTELFINALE DER DAMEN-BASKETBALL-BUNDESLIGA

Halbfinale-Tür steht offen

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Ein Sieg fehlt den Wasserburger Basketball-Damen noch zum Einzug ins Play-off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft 2016. Damit würde auch ein mögliches Entscheidungsspiel am Sonntag in heimischer Halle vermieden werden.

Diesen wollen sich die amtierenden deutschen Meister und frischgebackenen Pokalsieger am heutigen Freitagabend um 19.30 Uhr in Nördlingen holen und damit die Best-of-three-Serie im bayerischen Bundesliga-Derby gegen die TH Wohnbau Angels aus Nördlingen vorzeitig für sich entscheiden.

„Das spielfreie Wochenende wäre extrem wichtig, um unser Lazarett zu pflegen und die vielen kranken Spielerinnen wieder aufzupäppeln“, berichtet Head-Coach Georg Eichler, dessen Team seit zehn Tagen wieder von einer Grippewelle geplagt wird. So musste sich jetzt auch Centerin Ellie Pavel krankmelden, Katerina Hindrakova und Marlou de Kleijn waren ja schon vor einer Woche nicht mit dabei. Wer letztendlich überhaupt und in welchem Fitness-Zustand auflaufen kann, wird sich kurzfristig entscheiden.

Beim klaren 83:50-Sieg zum Play-off-Auftakt gegen den Tabellenachten aus dem Ries ließen sich die Wasserburgerinnen die Schwächung – Steffi Wagner und Nayo Raincock-Ekunwe konnten nur angeschlagen antreten – aber vor allem in der ersten Halbzeit nicht anmerken. Mit einer konzentrierten Leistung wurde in der heimischen Halle schon im ersten Viertel mit 29:12 eine erste Vorentscheidung herbeigeführt. Bis zum Pausenpfiff wurde die Führung bis auf 46:20 ausgebaut, so dass es sich die Gastgeberinnen leisten konnten, nach dem Seitenwechsel ein paar Gänge rauszunehmen.

Auf Seiten der Nördlingerinnen konnten nur die Serbin Aleksandra Racic (15 Punkte) und die erst 16-jährige Luisa Geiselsöder (10) zweitstellig punkten. Die beiden Top-Scorerinnen Alysha Womack (7) und Heidi Schlegel (4), die sonst im Schnitt jeweils über 14 Zähler erzielen, hatte die starke Wasserburger Verteidigung jederzeit im Griff. „Auch wenn wir hoch gewonnen haben, dürfen wir Spiel zwei jetzt nicht auf die leichte Schulter nehmen und müssen wieder hochkonzentriert in die Partie gehen“, warnt Eichler, der im Training mit seinen Spielerinnen nochmal gezielt an den eigenen Fehlern gearbeitet hat: „Aber wir wissen was wir können und sind trotz möglicher Ausfälle sehr zuversichtlich.“

Wer nicht in Nördlingen dabei ist, kann das Spiel über Live-Stream und Live-Scouting verfolgen. Die Links dazu gibt es im Internet auf www.basketball-wasserburg.de/live.

Auch in den Viertelfinal-Begegnungen zwischen Herne und Halle sowie Saarlouis und Rotenburg-Scheeßel konnte sich der in der Hauptrunden-Tabelle besser platzierte Club im ersten Spiel durchsetzen. Lediglich der Tabellenvierte Keltern musste sich dem Fünften Marburg geschlagen geben. soa

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