TISCHTENNIS

Haag wird Favoritenrolle nicht gerecht

Die Herren des TSV 1864 Haag haben es nicht geschafft, ihrer Favoritenrolle im Tischtennis-Bezirkspokal auf Kreisebene gerecht zu werden. Beim Endrundenturnier, für das einmal mehr der TSV Gars verantwortlich zeichnete, unterlagen die Grafschafter im Finale dem TSV Taufkirchen/Vils mit 4:5.

„Es waren diesmal von Anfang an sehr gute und auch spannende Spiele. Das Finale war sogar der Hammer schlechthin“, meinte Felix Stän, Vorstand des TSV Gars. Unerfreulich war, dass der TuS Mettenheim kurzfristig absagte, sodass es im Halbfinale zu einer kuriosen Situation eines Freiloses, das letztlich der TSV Taufkirchen/Vils zog, kam. Und weil es die Glücksgöttin dann auch noch gut mit dem TSV Taufkirchen meinte, gewann dieser das Finale mit 5:4 gegen den TSV 1864 Haag. Das Team um Hans Ossner hatte da natürlich allen Grund zur Freude. Einerseits konnte man überraschend den Titel des Vorjahres verteidigen und andererseits hat man sich nun für die oberbayerische Endrunde qualifiziert, die am 19. Februar beim TSV Wolfratshausen stattfindet.

Was im Endspiel gezeigt wurde, bestätigte die Aussage, dass Meisterschaft und Pokal doch zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Gewann der TSV 1864 Haag das Meisterschaftsspiel noch klar mit 9:2 und ging als Favorit in diese Begegnung, so sah das Endprodukt letztlich ganz anders aus.

Den ersten Paukenschlag erlebte der vermeintliche Favorit aber bereits im ersten Einzel, als Josef Herbst gegen Hans Ossner im Entscheidungssatz schon mit 10:7 führte, dann aber doch noch mit 11:13 in der Verlängerung den Kürzeren zog. Das Haager Team ging dann mit 2:1 in Führung und eigentlich schien dann alles seinen Weg zu gehen.

Überraschend verlor dann Michael Stöckl gegen Hans Ossner im Entscheidungssatz mit 10:12. „Die Niederlage von Michael Stöckl war nicht eingeplant“, sagte Haags Abteilungsleiter Gerhard Oberkandler. Als dann auch noch Josef Herbst sein Spiel im fünften Satz abgeben musste, wurde es für den Favoriten mehr als eng. Nach acht Spielen stand es 4:4, sodass es auf die Begegnung zwischen Josef Herbst und Helmut Hinterwimmer ankam. Herbst ging zwar mit 2:1 Sätzen in Führung, kassierte aber den Ausgleich und musste sich im Entscheidungssatz mit 9:11 geschlagen geben.

„Wir hatten eigentlich gedacht, dass wir möglicherweise das Double holen können. Die Niederlage Stöckls war nicht eingeplant und auch unglücklich“, so Gerhard Oberkandler abschließend.

Ergebnisse

Viertelfinale: TSV Taufkirchen – TSV 1864 Haag 3 5:0, TSV St. Wolfgang – TSV 1864 Haag 1 0:5, TSV 66 Polling 2 – TV Kraiburg 2:5; Halbfinale: TV Kraiburg – TSV 1864 Haag 1 2:5, Freilos für den TSV Taufkirchen/Vils; Finale: TSV 1864 Haag – TSV Taufkirchen/Vils 4:5.

Finalstatistik: Herbst – Ossner 2:3 Sätze, Stöckl – Hinterwimmer 3:2, Neumeier – Erb 3:0, Stöckl – Ossner 2:3, Herbst – Erb 2:3, Neumeier – Hinterwimmer 3:1, Stöckl – Erb 3:1, Neumeier – Ossner 1:3, Herbst – Hinterwimmer 2:3. eg

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