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Nach einer 2:0-Führung

Gut gespielt, aber keine Punkte – Eishockey-Bayernligist Waldkraiburg unterliegt Miesbach

Ex-Löwe Matthias Bergmann (Nummer 52 ) startete mit dem 1:2-Anschlusstreffer die Aufholjagd für den TEV Miesbach.
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Ex-Löwe Matthias Bergmann (Nummer 52 ) startete mit dem 1:2-Anschlusstreffer die Aufholjagd für den TEV Miesbach.

Wieder einmal hat der Eishockey-Bayernligist EHC Waldkraiburg mit 2:0 geführt, wieder einmal gab es keine Punkte für die Löwen. Auch deshalb, weil die Gastgeber in doppelter Überzahl ein Tor kassierten.

Waldkraiburg – Unfähigkeit kann man den Waldkraiburger Eishockeyspielern nicht vorwerfen – das hat die Bayernliga-Partie gegen den Titelmitfavoriten Miesbach am Freitagabend deutlich gezeigt. Es scheint eher ein mentales Problem zu sein, das den Löwen in den letzten Wochen partielle Ausfälle und Blackouts beschert, die letztlich zu den Niederlagen führen.

Starker Auftakt der Löwen

Auch die Partie gegen Miesbach begann, entgegen den allgemeinen Erwartungen, mit sehr starken Löwen-Eishockeyspielern. Bereits nach 30 Sekunden tauschte Jan Loboda gefährlich vor dem Tor von Geratsdorfer auf, konnte diesen jedoch nicht mit seiner Rückhand überwinden. Weitere 30 Sekunden später zappelt der Puck dann auch zum ersten Mal im Tor der Miesbacher. Von der blauen Linie feuerte Fabian Kanzelsberger einen Schuss wie an der Schnur gezogen auf und letztlich in das Miesbacher Tor. Nachdem auch Miesbach nach gut zwei Minuten zeigen durfte, dass mit ihnen ebenfalls zu rechnen ist, klingelte es drei Minuten später erneut im Kasten von Anian Geratsdorfer. Philipp Seifert fälschte einen Schuss von Hradek erfolgreich ab und brachte die Löwen mit zwei Toren in Führung.

Mit dieser soliden Grundlage im Rücken entwickelte sich ein schnelles und hochklassiges erstes Drittel, das auf höchstem Bayernliga-Niveau ausgetragen wurde. Doch trotz einiger weiterer Möglichkeiten, vor allem durch Vogl, der in einer Situation zwar sich selbst aber nicht den Puck in das Tor brachte, durch Neuert und durch Thomas Rott, gingen beide Teams mit diesem 2:0-Zwischenstand in die Pause.

Ex-Löwe Bergmann mit dem Anschlusstreffer

Etwas stärker kamen die Miesbacher Gäste aus der Kabine. So hatte Stiebinger nach 30 Sekunden bereits den Anschlusstreffer auf dem Schläger, als er vor dem Tor von Lode einen Puck abfälschte. Doch vorerst hielten die Löwen ihren Kasten sauber. In der 24. Minute schlug es dann aber doch im Tor der Löwen ein. Ex-Löwe Mathias Bergmann brachte die Scheibe auf Zuspiel von Slavicek über die Linie.

Das Spiel nahm nach diesem Rückschlag für Waldkraiburg weiter Fahrt auf und war, zumindest für den neutralen Zuschauer ein echter Kampf beider Teams um die Punkte. Die nächsten Chancen hatte Waldkraiburg durch den auffälligen aber an diesem Abend glücklosen Nico Vogl, sowie durch Christof Hradek. Jan Loboda traf nur den Miesbacher Pfosten.

Doppelstrafe gegen den TEV Miesbach

Nach rund 34 Minuten sprach der erneut nicht sehr souveräne Schiedsrichter Eisenhut eine Doppelstrafe gegen den TEV Miesbach aus. Diese Strafe nutzten jedoch nicht die Hausherren, sondern die Gäste zu einem Tor. Nach einem eklatanten Fehlpass von Felix Lode, der Felix Feuerreiter perfekt in Szene setzte, spielte der Christoph Lode im Waldkraiburger Tor au und erzielte den 2:2-Ausgleich.

Auch der dritte Durchgang war ein offener Schlagabtausch von zwei absolut gleichwertigen Teams. Auf der einen Seite verhinderte Christoph Lode mit starken Paraden die Gegentreffer, auf der anderen Seite tat sein Gegenüber Anian Geratsdorfer es ihm gleich. Nach 50 gespielten Minuten, Michal Popelka erhielt ebenfalls eine Doppelstrafe, dann die Führung für den TEV durch Fischhaber.

Waldkraiburger Aufbäumen ohne Erfolg

In der Folge bäumten sich die Löwen noch einmal auf und erhielten durch einige große Möglichkeiten noch einmal die Chance das Spiel in die Overtime zu retten. Doch selbst eine zeitweilige 6:4-Überzahl, führte nicht mehr zum 3:3 und somit zu den möglichen Big Points gegen Miesbach.

EHC Waldkraiburg – TEV Miesbach 2:3 (2:0, 0:2, 0:1).

EHC Waldkraiburg Tor: Lode C. (Yeingst). Abwehr: Lode F.; Kanzelsberger F.; Kanzelsberger A.; Rott; Loboda; Seifert. Angriff: Neuert; Hradek; Brenninger; Ludwig; Decker; Hipetinger; Popelka; Vogl; Zimmermann;

Tore: 1:0 (2.) Kanzelsberger F. (Vogl, Hradek); 2:0 (4.) Seifert (Decker, Hradek); 2:1 (24.) Bergmann (Slavicek); 2:2 (35.) Feuerreiter; 2:3 (51.) Fischhaber (Bacher, Rizzo);

Zuschauer: 427

Strafzeiten: Waldkraiburg: 10, Miesbach: 14

Endstation Anian Geratsdorfer: Der TEV Schlussmann brachte die EHC-Offensive im Schlussabschnitt zur Verzweiflung.

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