Fußball

Kreis Inn/Salzach: Götting überrascht und steht im Totopokal-Finale

Priens Stürmer Dejan Pajic erzielte zwar die Führung, am Ende aber triumphierte Außenseiter Götting.
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Priens Stürmer Dejan Pajic erzielte zwar die Führung, am Ende aber triumphierte Außenseiter Götting.

Der Sieger des Fußball-Toto-Pokals im Kreis Inn/Salzach kommt aus der Marktgemeinde Bruckmühl – soviel steht schon vor dem Endspiel am Samstag (26. September) fest. Um 15 Uhr empfängt der SV/DJK Götting den SV Bruckmühl.

Götting/Mehring – Der Sieger des Fußball-Toto-Pokals im Kreis Inn/Salzach kommt aus der Marktgemeinde Bruckmühl – soviel steht schon vor dem Endspiel am Samstag fest. Erwartungsgemäß hat sich der Bezirksliga-Spitzenreiter SV Bruckmühl beim Kreisligisten SV Mehring mit 2:1 durchgesetzt. Überraschend war aber das Weiterkommen des A-Klassisten SV/DJK Götting, der im Elfmeterschießen den Kreisliga-Zweiten TuS Prien düpierte und nun im Finale steht. Dort hat Götting am Samstag um 15 Uhr Heimrecht.

Götting schafft die Sensation

„Das war taktisch hervorragend“, meinte Göttings Trainer Michael Unrecht am Tag nach der Sensation. Logischerweise hätte Prien mehr Ballbesitz gehabt, „aber wir haben sehr gut verteidigt“. Zudem hätte sein Torhüter Christoph Bichler „einen Sahnetag“ gehabt, so Unrecht, „den Rest haben wir im Verbund geklärt“. Per Standardsituation waren die Priener in der elften Minute in Führung gegangen, als Dejan Pajic nach einem Eckball einköpfte. „Das kann man nicht verteidigen“, nahm Göttings Trainer seine Defensive in Schutz, „in dieser Szene hat man einfach den Unterschied gesehen“.

Mit diesem Kopfball erzielte Maxi Gürtler den 1:1-Ausgleich für den SV Bruckmühl beim Spiel in Mehring.

Der war danach nicht so groß – zumindest nicht vom Ergebnis her. Prien hatte Möglichkeiten aufs zweite Tor, Göttings Angriffe konnten nicht zu Ende gespielt werden. „Das waren Nadelstiche“, meinte Unrecht, der im zweiten Durchgang offensiver wechselte und die Chance sah, „solange es nur 0:1 steht“. Und die Hoffnung wurde erfüllt, als dem Priener Stefan Jirka in der 79. Minute ein Eigentor unterlief. „Das war natürlich glücklich, zumal Prien kurz davor eine Riesenchance hatte. Aber irgendwie haben wir uns das auch erzwungen“, sagte Unrecht, der sich dann im Elferschießen über den Finaleinzug freuen konnte. Die jeweils ersten Elfer schnappten sich Göttings und Priens Torhüter. Der zweite Priener Schütze scheiterte am Pfosten, die vier weiteren Göttinger trafen – der Außenseiter war weiter!

„Mit etwas mehr Glück hätten wir dem Favoriten ein Bein stellen können“

„Mit etwas mehr Glück und Geschick wäre es durchaus möglich gewesen, dem Favoriten ein Bein zu stellen“, haderte Mehrings Sportlicher Leiter Robert Madl mit dem Ausscheiden seines Teams gegen die klassenhöheren Bruckmühler. Sein Team begann äußerst druckvoll und ging bereits nach vier Minuten durch Manuel Longhino nach einem schnell vorgetragenen Spielzug über die linke Seite in Führung.

Bruckmühl tat sich in der ersten Viertelstunde sehr schwer, Zugriff auf die Partie zu bekommen. Nach und nach aber nahmen die Gäste das Heft in die Hand. Trotz mehr Ballbesitz und den besseren Spielzügen konnten sie sich aber keine klaren Chancen erarbeiten. Erst kurz vor der Halbzeit folgte die erste Möglichkeit und die brachte gleich den Ausgleich (41.): Bei einem schnellen Konter kam Maxi Gürtler allein vor Torhüter Yannick Schober zum Kopfball und netzte mit Hilfe des Pfostens ein.

Chancenplus für Mehring in Hälfte zwei

In der zweiten Halbzeit war es weitestgehend ein Spiel auf ein Tor, nämlich das von Bruckmühl. Maximilian Damoser, Longhino, Christoph Popp und der eingewechselte Kevin Konschuh konnten jedoch bei vielen Gelegenheiten Keeper Markus Stiglmeir nicht überwinden oder scheiterten an der vielbeinigen Abwehr der Bruckmühler. Der Favorit verzeichnete in der 84. Minute seine einzige Chance. Pascal Linhart holte im Strafraum seinen Gegenspieler etwas ungestüm von den Beinen. Den Elfmeter verwandelte Charly Kunze souverän zum Bruckmühler Siegtreffer. tn/re

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