Zum Gipfeltreffen in die Hauptstadt

Kristin Lang(rechts) gewann das letzte Duell in der Meisterschaft gegen Xiaona Shan. eg

Kolbermoor – Kolbermoor gegen Berlin oder Berlin gegen Kolbermoor – egal, wie dieses Duell lautet, es elektrisiert schlichtweg die Fans in der Tischtennis-Bundesliga der Damen.

Am Sonntag ist es wieder einmal so weit. Beide Teams stehen sich in der Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz in Berlin-Lichtenberg gegenüber.

Kolbermoors Damen werden dabei bestens unterstützt werden. Zahlreiche Fans sind bereits am Freitag mit dem Zug in die Bundeshauptstadt gereist und wollen aus dem Auswärts- ein Heimspiel machen. Nun liegt es an den Damen, ihrem Anhang Freude zu bereiten. Ein wenig hoffen sie ja, dass den Berlinerinnen die Luft ausgeht, waren sie doch am Freitagabend in der Champions League gegen den französischen Teilnehmer Lyssois Lille Metropole im Einsatz und gastieren am Samstag im Bundesliga-Spitzenspiel in Bad Driburg, das wie Berlin noch ohne Punktverlust ist. Gegen Kolbermoor steht dann das dritte Top-Spiel innerhalb von drei Tagen für das Spitzenteam an.

Das Berliner Team wird für die Kolbermoor-Partie wohl seine Neuverpflichtung Fu Yu aufbieten. Die Nummer 32 der Weltrangliste absolvierte letzte Woche beim Berliner 6:0-Sieg in Langstadt ihre ersten Begegnungen. Die Portugiesin chinesischen Ursprungs stand mit ihrem Ex-Verein Metz TT schon im ETTU-Cup-Endspiel und war Vize-Europameisterin. Besser bekannt sind natürlich die Nationalspielerin Xiaona Shan, die Ungarin Georgina Pota oder auch die Schwedin Matilda Ekholm. Wie dominant das Berliner Quartett derzeit in der Bundesliga den Ton angibt, zeigen die bisherigen Spiele. Von den sechs Begegnungen gewannen die Hauptstädterinnen viermal mit 6:0 und zweimal mit 6:1. Bis auf Katrin Mühlbach weisen alle Spielerinnen noch eine weiße Weste auf.

Bei Kolbermoor wird Jia Liu zum Einsatz kommen. Auf sie wartet eine Herkulesaufgabe. Allerdings wird das Ergebnis nicht nur von der 37-jährigen Austro-Chinesin abhängen. Die Mannschaft wird am Sonntag durch Kristin Lang – sie schlug Xiaona Shan in der letzten Saison – Lily Zhang und Yaping Ding ergänzt. „Ich hoffe ja, dass Bad Driburg den Berlinerinnen viel Kraft abverlangt, und dass es eine spannende Partie wird. Wir müssen auf alle Fälle unsere beste Leistung bringen“, so Abteilungsleiter Michael Fuchs. eg

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