ZUVERLÄSSIGER STARBULLS-TOPSCORER

Gibbons auf den Spuren von Stanley und Stephens – 100. Starbulls-Tor durch Max Vollmayer

Da strahlt der Maxi: Vollmayer hat am Sonntag mit dem 7:0 gegen Landsberg das 100. Starbulls-Tor in dieser Saison erzielt. Ziegler
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Da strahlt der Maxi: Vollmayer hat am Sonntag mit dem 7:0 gegen Landsberg das 100. Starbulls-Tor in dieser Saison erzielt. Ziegler
  • vonManfred Eder
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Vier Assists in einem Spiel durch den Kapitän, 17 Spiele in Folge mit mindestens einen Punkt durch den Topscorer das Jubiläums-Tor durch den torgefährlichsten Verteidiger und den ersten Saisontreffer von einem Youngster – die letzten Spiele der Starbulls Rosenheim hatten einiges zu bieten.

Rosenheim – Weitere drei Spiele hatten die Starbulls in dieser Woche zu absolvieren, und obwohl sie zwei davon siegreich gestalten konnten, sind sie ihrem Ziel, den beiden „Übermannschaften“ Regensburg und Selb auf die Pelle zu rücken, nicht näher gekommen. Denn gerade gegen Selb setzte es die einzige, wenn auch knappe, Niederlage, und so half es auch nicht, dass Regensburg ganz überraschend in Peiting den Kürzeren zog.

Penalty-Killing nicht mehr so effektiv

Es begann am Dienstag im „Rückspiel“ gegen Deggendorf, wo sich die alte Tradition wilder Offensiv-Feuerwerke fortsetzte. Hieß es eine Woche zuvor noch 6:5 für die Niederbayern nach Penalty-Schießen, gab es diesmal das gleiche 6:5 zugunsten der Starbulls, aller-dings mit dem Bonus eines Sechzig-Minuten-Sieges, sprich: Drei Pluspunkte statt zwei. In der Hälfte der bisherigen zwölf Begegnungen zwischen diesen beiden Teams fielen nunmehr mindestens zehn Treffer. Durch die letzten beiden Tore, nach Herausnahme des Torhüters erzielt, machten die Niederbayern das eigentlich schon entschiedene Spiel noch einmal äußerst spannend. Zugleich aber schienen die Starbulls dabei etwas abgeschaut zu haben, denn drei Tage später gelang ihnen gegen Selb auch ein solcher Treffer, auch wenn er zu spät kam und nur mehr das 4:5 bedeutete.

Starbulls-Topscorer Kyle Gibbons, der mit diesem Handgelenkschuss sein zweites Tor gegen Landsberg erzielt, ist auf den Spuren von Dylan Stanley und Mitch Stephens.

Rosenheimer Strafzeiten gnadenlos ausgenutzt

Bedenklich war weniger, dass der Sieg gegen Deggendorf beinahe noch verloren gegangen wäre, sondern dass die Niederbayern die wenigen Rosenheimer Strafzeiten gnadenlos ausnutzten. Und das lag wohl weniger am Super-Powerplay (da liegt der DSC, allerdings bis vor kurzem ohne Greilinger, nur im hinteren Drittel der Liga), sondern eher daran, dass das lange Zeit hervorragende Penalty-Killing der Starbulls einfach nicht mehr so recht klappen will. Immerhin nutzten auch die Selber Wölfe zwei von drei Rosenheimer Strafzeiten aus.

Das eigene Powerplay war diese Woche zwar nicht ganz erfolglos (Kyle Gibbons traf gegen Deggendorf und Selb), aber mit zwei Treffern aus dreizehn Phasen, davon zwei Minuten mit Fünf gegen Drei, hinkt man den starken Überzahl-Leistungen vom Saisonbeginn doch ganz schön hinterher.

Seit 27. November in jedem Spiel gescort

Um bei Kyle Gibbons zu bleiben: Sein kongenialer Sturmpartner Curtis Leinweber ging gegen Deggendorf leer aus und verpasste damit die Chance, die Super-Scorer-Serien von Dylan Stanley (22 Spiele) und Mitch Stephens (19 Spiele) gut ein Jahrzehnt davor zu egalisieren. Siebzehnmal hatte Leinweber nacheinander entweder getroffen (achtmal) oder Tore vorbereitet (18), womit ihm Platz Drei in der Rekordliste bleibt. Gibbons, der im Dezember schon fünf Partien in Folge ins Schwarze getroffen hat, ist nun der aktuelle Rekordjäger: Seit einer „Nullnummer“ am 27. November in Regensburg schaffte es der jeweilige Gegner ebenfalls 17-Mal nicht, ihn aus dem Scorer-Protokoll fernzuhalten!

Baindl: Vier Vorlagen in einem Spiel

Inzwischen ist auch der Druck, der auf der Gibbons/Leinweber-Linie lastet, kleiner geworden, da sich das Parade-Duo des Vorjahres, Baindl/Höller, wieder im Aufwind befindet. Alex Höller, der vor einer Woche gegen Füssen seine längere Durststrecke beenden konnte, steht derzeit bei fünf Toren und zwei Assists in vier Partien, Kapitän Baindl sammelte im selben Zeitraum zwei Tor- und sechs Assist-Punkte, darunter gegen Deggendorf, wie schon in früheren Jahren gegen Peiting und Höchstadt, vier Vorlagen in einem Spiel.

16 der 20 Rosenheimer Spieler haben gescort

Am Sonntag gegen Landsberg, dem einzigen wirklich „Kleinen“ in der Liga, war dagegen beim 10:0, das den bisherigen Rekordsieg gegen Miesbach vom 11. März 2007 egalisierte, allgemeines Scheibenschießen angesagt, und 16 der 20 Feldspieler konnten sich am Scorer-Reigen beteiligen. Nur beim 8:3 in Sonthofen am 1. März 2019 war zuvor eine ähnliche „Breitenwirkung“ aufgetreten. Enthalten waren auch die ersten Treffer im Starbulls-Senioren-Team für Youngster Florian Maierhofer und den verletzungsgeplagten Dennis Schütt, der gleich in seinem ersten Spiel nach der Rückkehr traf. Da wurde auch DEL-Debütant Enrico Henriquez nicht so vermisst, anders als in Selb, wo er vielleicht den entscheidenden Unterschied hätte machen können.

Nur Selb hat ein Tor mehr erzielt

Zwar nur eins von zehn Toren am Sonntag, aber dennoch erwähnenswert: Max Vollmayers Treffer zum 7:0 war der 100. in der laufenden Saison. Damit sind die Starbulls neben Selb das einzige Team, das die magische Hundert voll hat. Während die Oberfranken aber 24 Partien für ihre 104 Treffer brauchten (4,33 im Schnitt), schafften John Sicinskis Jungs mit 4,90 pro Spiel ihre 103 in nur 21 Begegnungen.

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