Waldkraiburg besiegt den SV Heimstetten II mit 3:1 und verkürzte den Abstand zu den Gästen in der Tabelle auf einen Punkt

VfL gelingt Befreiungsschlag

Im dritten Spiel in der Frühjahrsrunde fuhr der VfL den erhofften ersten Sieg ein. Vollkommen verdient gewann Waldkraiburg gegen SV Heimstetten II mit 3:1.

Gleich von Beginn an nahmen die Hausherren das Zepter in die Hand. Nach den Ergebnissen vom Freitagabend war der VfL auf den Relegationsplatz abgeruscht und stand deshalb unter Zugzwang. Bereits in der siebten Minute prüfte Yves Deutsch, in seinem ersten Spiel nach seiner Rückkehr aus Ampfing, den Gäste-Goali Igor Pintar mit einem strammen 16-Meter-Schuss. Nach der anschließenden Ecke war der 39-jährige Keeper beim Kopfball von Gibis erneut zur Stelle und klärte kurz vor der Linie.

In der 22. Minute war er dann aber machtlos, als wieder Spielertrainer Markus Gibis, aus dem Gewühl heraus, vom Elfmeterpunkt zum 1:0 traf. Nur fünf Minuten später erhöhte Andrei Tuculea mit einem sehenswerten Volleyschuss aus halblinker Position auf 2:0. Keine 100 Sekunden später jubelten die VfL-Anhänger schon, doch der Treffer von Jure Loboda fand wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung. Fast mit dem Pausenpfiff die erst richtig gute Möglichkeit für die Gäste, doch Keeper Bernhard Auer zeigte einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist.

Kurz nach dem Seitenwechsel stand es 3:0 für den VfL, denn Markus Gibis erzielte seinen zweiten Treffer. Ein langer Ball auf Gibis, der Richtung SVH Tor stürmte. Kurz vor dem 16er täuschte er einen Pass auf den mitgelaufenen Pantea an und schob lässig an Pintar vorbei. Jetzt schien das Spiel gelaufen.

60. Minute: Ein Pfiff vom ansonsten guten Schiedsrichter Christian Keck und er zeigte zur Verwunderung der Waldkraiburger auf den Elfmeterpunkt. Hannes Helldobler klärte vor seinem Gegenspieler zur Ecke, doch Keck sah dieses Tackling als Foul an. Zvonimir Kovac ließ sich diese Chance mit entgehen und verkürzte auf 3:1, hatte aber Glück, da Auer noch mit den Fingerspitzen am Ball war.

Riesenmöglichkeit für den VfL in der 66. Minute: Deutsch war auf der linken Seite durch, spielte den Ball mustergültig in den 16er, Tuculea ließ ihn passieren, so dass Jure Loboda völlig frei zum Schuss kam. Doch statt das Tor zu treffen, traf er Pintars Kopf, der bereits im Fallen war.

Nach einem wiederholten Foulspiel musste dann Timothy Hoferer mit Gelb-Rot den Platz verlassen und die Gäste spielten nur noch zu zehnt - und innerhalb weniger Sekunden ließ Spielertrainer Gibis zwei Großchancen aus. Von der Mittellinie aus stürmte er zunächst allein auf Pintar zu, umkurvte diesen und hatte das leere Tor vor sich, doch er traf es nicht - der Ball ging übers Tor. Der folgende Abschlag kam genau zu Pantea, der von rechts außen an den Fünfer passte. Wieder hatte Gibis das leere Tor vor sich - und wieder traf er nicht. Entnervt ließ er sich dann auswechseln, für ihn kam Burhan Karababa.

Erst jetzt besannen sich die Gäste und erarbeiteten sich in den letzten Minuten trotz der Unterzahl mehrere gute Möglichkeiten. Zuerst war es Michael Steppan, der knapp vorbei zog (85.). Dann faustete Auer einen 20-Meter-Schuss von Marko Tomici zur Ecke (91.). Felix Sträußl versuchte es mit einem Schuss von der Strafraumkante, traf aber das Tor nicht (92.). Die beste Gäste-Chance fast mit dem Schlusspfiff: Tomicic passte auf Michael Hofstetter, der leicht seitlich allein vor Auer stand und abzog. Doch die "Katze aus Waldkraiburg" verhinderte mit einer Glanzparade den möglichen Anschlusstreffer zum 3:2.

Mit dem Sieg macht der VfL machte einen Sprung auf Platz elf und liegt nun nur noch einen Zähler hinter Heimstetten II. Der Sieg hätte auch höher ausfallen können und das nicht einmal unverdient.

Statistik

VfL Waldkraiburg: Auer, Stuiber, Helldobler, Traunsberger, Hadzic (C), Deutsch, (ab 62. Haindl), Pantea (ab 82. Swoboda), Popa (ab 67. Balck), Gibis (ab 76. Karababa), Loboda, Tuculea

Tore: 1:0 Gibis (22.), 2:0 Tuculea (27.), 3:0 Gibis (51.) und 3:1 Kovac (61./Elfmeter)

Schiedsrichter: Christian Keck (Walpertskirchen),

Zuschauer: 200. gue

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