„Gekämpft, geblockt und ein bisschen Glück war auch dabei“

Eine von mehrerenguten Möglichkeiten von Daniel Bucheli. Ruprecht

Der gute Lauf der Starbulls Rosenheim hält auch über den Jahreswechsel an: Im ersten Spiel des Jahres 2020 haben die Rosenheimer in der Eishockey-Oberliga Süd die Selber Wölfe mit 3:1 bezwungen.

Rosenheim– Bei etlichen guten Chancen hätte der Starbulls-Erfolg durchaus höher ausfallen können, letztlich war es aber ein Arbeitssieg der Mannen von Trainer John Sicinski.

„Das war zwei Drittel lang taktisch unheimlich gut gespielt von beiden Seiten“, befand Gäste-Coach Henry Thom. Er haderte damit, dass sein Team dann die entscheidenden kleinen Fehler machte: „Beim 2:1 waren wir zu weit weg, beim 3:1 haben wir die Scheibe nicht raus gebracht. Danach hat Rosenheim taktisch klug gespielt und wir hatten kaum eine Chance.“ Auch Sicinski lobte den Gegner: „Vor allem im ersten Drittel haben wir keinen Weg gefunden, durchzukommen.“

Es gab kaum Möglichkeiten für die Starbulls, bei denen Fabian Zick relativ früh blutend in die Kabine fuhr. Bei einer Situation vor dem Selber Gehäuse hatte er einen Schläger abbekommen. Und so kam es schneller als erwartet zum Comeback des torgefährlichen Sturms vom Saisonbeginn, als der nun wiedergenesene Kevin Slezak an der Seite von Michael Baindl und Alex Höller stürmte. Zick kam aber wenig später wieder zurück und spielte mit einem Gitterhelm weiter.

Starke Leistung von Henriquez Morales

Die Rosenheimer Führung fiel nach 107 Sekunden im zweiten Drittel durch Dimitrij Litesov, der nach schönem Zuspiel von Enrico Henriquez Morales – er lieferte eine richtig starke Partie ab – erfolgreich war. Wenige Minuten später egalisierte Lanny Gare aus dem Gewühl heraus für die Selber, ehe es dann rund ging: Daniel Bucheli schoss frei vor dem Tor drüber, dann überstanden die Starbulls mehr als eine Minute mit zwei Mann weniger und am Ende des Drittels traf Tadas Kumeliauskas nur den Pfosten. Vor allem das Powerplay war für beide Trainer entscheidend: „Da hätten wir in Führung gehen können, treffen aber einmal den Pfosten und Endres macht zwei tolle Saves“, ärgerte sich Thom. „Überragend gekillt“, meinte Sicinski, „die Jungs haben gekämpft, geblockt, Endres stark gehalten und ein bisschen Glück war auch dabei“.

Noch zufriedener war der Starbulls-Coach mit dem letzten Drittel: „Das beste“, lobte Sicinski. Immerhin entschied sein Team hier das Spiel. Kapitän Baindl schaltete schnell und traf aus spitzem Winkel zum 2:1, Matthias Bergmann von der blauen Linie zum 3:1. Einmal wurde es noch eng, als Gare einen Alleingang nicht verwerten konnte, dann war der Starbulls-Sieg aber unter Dach und Fach.

Statistik:Starbulls Rosenheim – Selber Wölfe 3:1 (0:0, 1:1, 2:0). Starbulls: Endres (Steinhauer) – Draxinger, Krumpe; Bergmann, Vollmayer; Reiter, Linden (Enk) – Höller, Baindl, Zick; Fröhlich, Kumeliauskas, Mitchell; Slezak, Bucheli, Henriquez Morales; Litesov, Heidenreich, Stanik (Wellhausen).

Tore: 1:0 (22.) Litesov/Henriquez Morales, Vollmayer, 1:1 (25.) Gare/Pisarik, Kabitzky, 2:1 (43.) Baindl/Reiter, Zick, 3:1 (45.) Bergmann/Vollmayer, Mitchell; Schiedsrichter: Rajic; Strafminuten: Rosenheim 8, Selb 10; Zuschauer: 2593. tn

Kommentare