Es geht aufwärts

Stabilisator: Mit Libero Hauke Ferch drehten die Mühldorfer Volleyballer das Spitzenspieg gegen Eibelstadt. Rainer Preß

Mühldorf. – Mit einem 3:2 hat der TSV Mühldorf den Tabellenführer der dritten Liga geschlagen und seine Aufstiegsambitionen untermauert.

Aufgeweckt präsentierten sich die Mannen um Spielertrainer Philipp Fischer vom TSV Eibelstadt zu Beginn der Spitzenbegegnung in der Dritten Liga Ost in Mühldorf. Keine Spur von Müdigkeit nach der fast vierstündigen Anreise aus Würzburg. Mit den Mühldorfer Waffen, starke Aufschläge, druckvolle Angriffe, dominierten die Gäste das Spiel.

Über 4:9 und 12:17 zogen sie davon und es war schnell klar, dass hier für die Mannen um Coach Michi Mayer nichts mehr zu holen war (20:25). Mayer reagierte, brachte Hauke Ferch auf der Libero-Position und stabilisierte so die Annahme. Es entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel auf dem erhofften Spitzenniveau. Nach einer Drei-Punkte-Serie von Aufschläger Alex Brandstätter konnten sich die Innstädter auf 14:9 absetzen und waren von dort an nicht mehr zu bremsen. Vor allem die Annahme, aber auch die Abwehr, unterstützt von einem gut postierten Block, waren auf einem sehr guten Niveau.

Trotz heftiger Gegenwehr des amtierenden Tabellenführers diktierten die Mühldorfer das Spiel. Das 25:21 war die logische Konsequenz. Im dritten Satz ein ähnliches Bild. Nach früher Führung (8:6), verschaffte eine Vier–Punkte-Serie von Spielführer Tom Brandstetter, der seine Aufschläge erfolgreich umgestellt hatte, den Mühldorfern die nötige Luft, um den Satz souverän zu Ende zu spielen. Das 25:21 war nie in Gefahr und man hatte die Eibelstädter, die mit fünf Siegen in Serie nach Mühldorf angereist waren am Rande einer glatten Niederlage.

Doch der Tabellenführer ließ nicht locker und die Ballwechsel gewannen zunehmend an Qualität. Tolle Blocks und atemberaubende Abwehraktionen auf beiden Seiten brachte die Halle zum Kochen, und die 252 begeisterten Zuschauer wurden immer wieder von den Sitzen gerissen, ob der spektakulären Einlagen.

Was sich allerdings he rauskristallisierte war immer mehr ein Spiel des Mühldorfer Kollektivs gegen den TSV Bendikowski. Der Eibelstäder Diagonalangreifer, nach dem Spiel zu Recht als wichtigster Spieler vom Mühldorfer Trainer Michi Mayer ausgezeichnet, wurde ein ums andere mal von Spielertrainer Fischer angespielt und war nur ganz selten zu halten.

Bei den Mühldorfern verteilte sich die Last dagegen auf vielen Schultern. Für Punkte sorgten neben den Außen Fabian Bartsch und Tom Brandstätter vor allem auch die beiden Mittelblocker Iven Ferch und Flo Gschwendtner, die zusammen 14 direkte Blockpunkte erzielen konnten, eine sagenhafte Quote. Allerdings selten gegen Bendikowski, der das 22:25 für Eibelstadt nahezu im Alleingang eintütete. Der Entscheidungssatz war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Bei Abteilungsleiter Stefan Bartsch, der kurzfristig als Hallensprecher einspringen musste, versagte bereits die Stimme und die Zuschauer hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Beim Stande von 7:6 gelang es Tom Brandstetter mit zwei druckvollen Aufschlägen den Eibelstädter Angriffsaufbau wirksam zu behindern und die Mühldorfer konterten ihrerseits immer konsequent und ohne Fehler (9:6). Über 11:10 und 14:12 erarbeitete sich der TSV zwei Matchbälle, wovon Fabian Bartsch den ersten mit einem hammerharten Angriff über die Außenposition gekonnt verwandelte und somit für einen kollektiven Freudentaumel in der heimischen Mittelschulhalle sorgte.

Trainer Michi Mayer im abschließenden Interview: „Wir haben zu fehlerbehaftet begonnen. Erst als es uns gelang unsere Fehlerquoten in Annahme, Aufschlag und Angriff zurückzufahren, konnten wir das Spiel bestimmen. Eibelstadt war der erwartet schwere Gegner. Wir werden alles daran setzen in den kommenden Spielen die Tabellenführung zurückzuerlangen“.

Der TSV Eibelstadt liegt weiter mit fünf Punkten vor Mühldorf, hat aber bereits 3 Spiele mehr ausgetragen.

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