Gegen die Topteams fehlt die Konstanz

– „Gegen die Spitzenteams müssen wir die Vorgaben konsequenter umsetzen und konstant agieren – sonst haben wir keine Chance“, so lautete das Resümee von SBR-Coach Alen Mulalich nach der 85:73-Niederlage seiner Regionalliga-Basketballer beim Tabellenzweiten Breitengüßbach, bei der sein Team vor allem das erste Viertel komplett verschlafen hatte.

In diesen anfänglichen zehn Minuten gestattete es den Oberfranken durch unnötige Nachlässigkeiten in der Verteidigung viele leichte Körbe, so dass diese mit 27:13 davonziehen konnten und damit praktisch für eine frühe Vorentscheidung sorgten. Auch im zweiten Spielabschnitt agierten die Spartans nicht auf Augenhöhe, konnten diesen aber mit 16:17 immerhin ausgeglichen gestalten. Trotzdem war Mulalich sichtlich angefressen von der Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit – dementsprechend laut fiel die Kabinenansprache aus, mit der er seine Mannen nachhaltig wachrütteln wollte. Und siehe da – in Halbzeit zwei zeigten die Rosenheimer ihr anderes Gesicht. Konzentrierte Verteidigungsarbeit machte den Breitengüßbachern fortan das Punkten schwer, und in der Offensive suchten und fanden die Grünweißen nun auf einmal den freien Mann. So kamen sie plötzlich wieder auf Schlagdistanz heran – nur für den letzten Schritt zum Ausgleich fehlte nach der kräftezehrenden Aufholjagd das finale Quäntchen Konzentration: Individuelle Fehler in den entscheidenden Phasen verhinderten ein Drehen der Partie, sodass die Oberfranken am Ende doch noch einen relativ deutlichen Sieg einfahren konnten. 20 Ballverluste der Rosenheimer sprechen dabei für sich – so wird es auch gegen Tabellenführer Ansbach am kommenden Samstag in eigener Halle schwer, einen Außenseitersieg zu landen.

Für den SBR spielten Jonas März (14 Punkte), Hogges (23), Schiefer, Brosig, Uzunalic (8), Bastian März (17), Schulezko (8), Weigel (2), Hlatky, Kromah und Kiknadze (1). aia

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