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Stroh-Engel verkündet schlechte Botschaft

1:1 gegen Memmingen – 1860 Rosenheim auch im fünften Spiel seit Wiederbeginn sieglos

Für Tim Kießling und den TSV 1860 Rosenheim gab es nach einem kurzen Höhenflug im ersten Durchgang eine knallharte Landung.
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Für Tim Kießling und den TSV 1860 Rosenheim gab es nach einem kurzen Höhenflug im ersten Durchgang eine knallharte Landung.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Auch im fünften Spiel nach der Winterpause in der Regionalliga bleibt der TSV 1860 Rosenheim ohne Sieg. Zum dritten Mal heißt der Endstand 1:1.

Rosenheim – „Hut ab vor der Leistung der Mannschaft“, meinte Trainer Florian Heller nach dem 1:1-Remis seiner Mannschaft im Heimspiel der Fußball-Regionalliga Bayern gegen den FC Memmingen. Was sich angesichts der Tabellensituation vielleicht als Mutmacher oder Durchhalteparole beim Coach des TSV 1860 Rosenheim anhörte, war grundehrlich und ohne Polemik gemeint. Schließlich musste das Schlusslicht stark ersatzgeschwächt antreten und kam personell auf dem Zahnfleisch daher.

Rosenheim extrem geschwächt

Torhüter Thomas Wimmer, die Abwehrreihe mit Lucas Stegemann, Markus Sattelberger, Maximilian Kuchler und Malik Salkic, das Mittelfeld mit Thomas Steinherr, Stephan Mensah, Nico Schiedermeier und Vegard Salihu und die Offensivspieler Sascha Marinkovic und Sam Zander – nein, das war nicht die Startformation der Sechziger, es war die Auflistung der verletzten, erkrankten oder gesperrten Akteure, auf die Heller und sein Trainerteam nicht zurückgreifen konnten. Letztlich blieb ihm eine Ersatzbank mit zwei Feldspielern, wobei sich beim erkrankten Laurin Demolli erst kurzfristig entschied, dass er zumindest im Kader dabei sein konnte. Im Mittelfeld hatten die Sechziger neben Linor Shabani die beiden jungen Luca Jesse und Armin Majanovic auf ungewohnten Positionen sowie Adel Merdan mit seinem ersten Startelf-Einsatz seit mehr als einem Jahr. „Da ging es dann nicht um Verschieben oder so, sondern nur um die Frage, wie man mit der Situation umgeht und wie weit man sich davon beeinflussen lässt“, erklärte Heller.

Im ersten Durchgang ließ sich das auch ganz gut an. Nicht nur, dass Christoph Fenninger nach herrlichem Pass von Christoph Wallner die Führung besorgte, der lauffreudige und agile Angreifer war auch an den weiteren gefährlichen Szenen der Sechziger beteiligt. Einmal setzte er den Ball nach einem wunderbaren Rosenheimer Angriff aus mehr als 20 Metern an den Pfosten, ein andermal legte er mustergültig für Dominik Bacher auf, der die Kugel dann in bester Position neben das Gehäuse ballerte. Eine 2:0-Führung zur Pause wäre durchaus verdient gewesen, auch wenn auf der anderen Seite Tormann Alin Goia (stand mit Fieber zwischen den Pfosten) einmal per Klasse-Reflex ein Eigentor von Julien Richter verhinderte.

„Das war klar“

Nach dem Seitenwechsel kam Memmingen etwas stärker auf, was natürlich auch mit den schwindenden Kraftreserven bei den Hausherren zu tun hatte. „Dass sich das Spiel dann in diese Richtung verschiebt, war klar“, bekannte Heller, jedoch: „Man hat eigentlich nicht das Gefühl gehabt, dass ein Tor in der Luft liegt.“ Doch dann war den Allgäuern ein (Stroh-)Engel erschienen, und der in der 67. Minute eingewechselte ehemalige Bundesliga-Profi hatte gleich zwei Botschaften zu verkünden. Zum einen, dass er seinen Torriecher nicht verloren hat, zum anderen, dass die Sechziger auch im fünften Anlauf seit dem Wiederbeginn nach der Winterpause ohne Sieg blieben. Vier Minuten vor dem Ende verdiente sich Dominik Stroh-Engel seinen Heiligenschein, indem er nach Doppelpassspiel im Rosenheimer Strafraum überlegt einschoss. Bitter für die Gastgeber, dass die Eingangsszene zu diesem Treffer ein weiter Einwurf in den Sechzehner war und der Sturm-Hüne dann von Tim Kießling nicht entscheidend gestört werden konnte. „Das war natürlich zu billig“, musste Heller erkennen.

Christoph Fenninger erzielt hier das 1:0 und belohnte sich für einen engagierten Auftritt.

Und das 1:1 für seine Truppe unter normalen Umständen zu wenig. Der Rückstand auf die Relegation beträgt lediglich fünf Punkte, allerdings haben die Sechziger in den restlichen elf Begegnungen acht Auswärtsspiele vor der Brust – und in der Fremde haben die Rosenheimer bislang erst zwei Punkte in elf Spielen geholt...

TSV 1860 Rosenheim: Goia – Benz, Wallner, Kießling, Richter – Majanovic (ab 72. Demolli), Shabani, Merdan, Jesse (ab 85. Kamuf) – Fenninger, Bacher.

Schiedsrichter: Ostheimer (TSV Sulzberg).

Zuschauer: 147.

Tore: 1:0 Fenninger (11.), 1:1 Stroh-Engel (86.).

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