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1417 Sportler aus 40 Ländern am Start

Garser bei der Weltmeisterschaft: Deshalb sind die Einradler unter den besten Vereinen weltweit

Die sechs Garser Teilnehmer bei der der Einrad-Weltmeisterschaft (von links): Timo Hirschmann beim Marathon, Annalena Söll bei den Bahnrennen, Henriette Höhne und Verena Kotalla bei ihrer Paarkür, Konstantin Höhne beim Downhill und Michael Höhne beim Marathon.
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Die sechs Garser Teilnehmer bei der der Einrad-Weltmeisterschaft (von links): Timo Hirschmann beim Marathon, Annalena Söll bei den Bahnrennen, Henriette Höhne und Verena Kotalla bei ihrer Paarkür, Konstantin Höhne beim Downhill und Michael Höhne beim Marathon.

Im französischen Grenoble fand die Einrad-Weltmeisterschaft UNICON 20 statt. Annalena Söll, Henriette Höhne, Verena Kotalla, Timo Hirschmann, Konstantin Höhne und Michael Höhne vertraten das Garser Einrad-Team. Und das mit einem Riesenerfolg.

Grenoble – Schattentemperaturen um die 40 Grad, eine unvorstellbar heiße Freestylehalle und glühende Hitze bei Wettbewerben in der prallen Sonne verlangten den Fahrern und Betreuern bei der Einrad-Weltmeisterschaft UNICON 20 einiges an Durchhaltevermögen ab. Insgesamt waren 1417 Sportler aus 40 Ländern weltweit am Start.

Acht WM-Medaillen gewonnen

Die Garser Starter trotzten den anstrengenden äußeren Bedingungen und brachten dabei acht Expertmedaillen und 28 Medaillen aus Altersklassenentscheidungen mit nach Hause. Setzt man die Anzahl der Starter des Vereins zur Anzahl der Podestplätze ins Verhältnis, so gehört er vermutlich zu den erfolgreichsten Vereinen weltweit.

Anders als in der Leichtathletik oder in den populären Wintersportarten, wo Jugend-, Junioren-, Elite- oder Seniorenweltmeisterschaften einzeln veranstaltet werden, finden im Einradsport diese Weltmeisterschaften alle gemeinsam in einem 14tägigen Event statt, und zwar alle zwei Jahre, diesmal ausnahmsweise wegen Corona erst wieder nach vier Jahren. Die letzte WM war 2018 in Ansan/Südkorea ausgetragen worden. Dabei ermittelt man in den Vorkämpfen die Altersklassensieger, die auch mit Medaillen geehrt werden, aber noch keine Weltmeister sind.

Erreichen eines Finals ein enormer Erfolg

Die jeweils cirka acht Besten der Vorkämpfe - etwas variierend von Disziplin zu Disziplin - kommen dann in die Finals (= Expertwertung), und erst die Sieger dort dürfen sich Weltmeister nennen. In den kräftezehrenden Ausdauerdisziplinen wie Marathon oder Mountain Climbing Race finden keine zusätzlichen Finalläufe statt. Dort wertet man die Weltmeister aus den Vorläufen heraus. Das Erreichen eines Finals bedeutet also stets einen enormen Erfolg.

Annalena Söll und Henriette Höhne, die Allrounder im Team, traten in verschiedenen Disziplinen an. Annalena Söll erreichte Platz drei in der Expertwertung im Uphill. Henriette Höhne wurde Vizeweltmeisterin im Weitsprung und im Coasting, in beiden Disziplinen war es extrem knapp zum Weltmeistertitel, der jeweils an die Weltrekordhalterin ging.

Annalena Söll holte drei erste Plätze

Dazu holte Annalena Söll drei erste, fünf zweite und zwei dritte Plätze in den Altersklassenentscheidungen der Einradrennen, in den Geländewettbewerben und beim Stillstand.

Für Henriette Höhne stehen fünf Altersklassensiege, drei zweite und drei dritte Plätze zu Buche, unter anderem im Marathon, über 10 km und in den Einradrennen.

Annalena Söll, Henriette Höhne und Verena Kotalla waren gemeinsam bei einem Highlight der Weltmeisterschaft dabei, dem Wettkampf der Großgruppen und wurden zusammen mit neun weiteren Fahrern des Freestyleteam Bayern und ihrer Kür zur Musik „Baba Yetu“ Vizeweltmeister – einer der emotionalen Höhepunkte der diesjährigen UNICON.

Über zehn Kilometer und im Marathon

Konstantin Höhnes und Timo Hirschmanns Disziplinen sind die Ausdauerwettbewerbe. Sie fuhren über 10 Kilometer und im Marathon in die absolute Weltspitze vor. Konstantin Höhne gewann jeweils seine Altersklasse und wurde in den Expertwertungen Fünfter im Marathon und Sechster über 10 km. Timo Hirschmann holte sich im Marathon den Vizeweltmeistertitel sowie im Uphill und im Downhill jeweils die Expertplätze drei. In der Altersklassenwertung gewann er den Marathon. In Up-und Downhill waren die Expertplätze gleichbedeutend mit den Altersklassenplätzen, so stark ist da seine Altersklasse.

Der Hindernisparcour ist auch mit dem Einrad zu überwinden.

Ein besonderes Ausdauer-Highlight war das erstmalig bei einer WM ausgetragene Mountain-Climbing-Race. Dabei mussten auf 15 Straßenkilometern knapp 1000 Höhenmeter überwunden werden. Und Konstantin Höhne zog dort hoch, als wäre es fast nichts und holte als Dritter in der Gesamtwertung sein erste Expertmedaille bei einer Weltmeisterschaft.

Silbermedaille im Crosscountry Elite

Michael Höhne fuhr mit zwei Medaillenerfolgen wieder nach Hause. Er hatte eine Silbermedaille im Crosscountry Elite und eine Bronzene über 50 Meter Einbein, jeweils in der Altersklasse 50+, im Gepäck.

In der Summe bleiben dem Garser Einrad-Team neben all den Erfolgen viele schöne, emotional wertvolle und beglückende Momente in Erinnerung. Ausgabe Nummer 21 wird im Sommer 2024 in Bemidji im Bundesstaat Minnesota in den USA stattfinden.höh

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