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Besser als der FC Liverpool

Fußball-Wahnsinn in Kiefersfelden: Wie der ASV ein 0:3 in zehn Minuten und in Unterzahl aufgeholt hat

Maximilian Mayerl vom ASV Kiefersfelden war sich nicht sicher, ob er den Treffer überhaupt erzielte.
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Maximilian Mayerl vom ASV Kiefersfelden war sich nicht sicher, ob er den Treffer überhaupt erzielte.
  • VonLeon Simeth
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Im Nachholspiel in der Kreisklasse 1 hat sich ein totaler Fußball-Wahnsinn abgespielt. Nach dem 0:3 dachte selbst Spieler Maximilian Mayerl, „dass der Ofen aus ist“...

Kiefersfelden – Ein wirkliches Sensationsspiel hat es am Dienstagabend in der Fußball-Kreisklasse 1 gegeben. Auf den ersten Blick sah das 3:3-Unentschieden im Nachholspiel zwischen dem ASV Kiefersfelden und dem SV Söchtenau-Krottenmühl nach einem normalen Remis aus. Doch die Partie hatte es in sich: Kiefersfelden schaffe in Unterzahl eine Aufholjagd, die es im Fußball wohl noch nicht so oft gegeben hat.

Liverpool hatte 45 Minuten – und elf Spieler

Beim „Miracle of – dem Wunder von – Istanbul“, dem Champions-League-Finale im Jahr 2005, holte der FC Liverpool den 0:3-Pausenrückstand gegen den AC Mailand innerhalb von nur sieben Minuten auf – hatte dafür aber eine ganze Halbzeit zur Verfügung. Der ASV Kiefersfelden hatte gegen Söchtenau nur zehn Minuten Zeit und befand sich sogar in Unterzahl.

Nach knapp einer halben Stunde brachte Stefan Weinfurtner die Gäste mit 1:0 in Front, „obwohl wir eigentlich spielbestimmend waren“, berichtet Flügelspieler Maximilian Mayerl. Kurz nach der Pause kam es für den ASV noch schlimmer: Torwart Jonas Hager wurde nach einer Notbremse in der 52. Minute frühzeitig – „aber zurecht“, so Mayerl – zum Duschen geschickt. „Das Problem war, dass wir keinen zweiten Torwart dabei hatten, weil die anderen beiden verletzt sind“, erzählt der ehemalige Regionalliga-Spieler. Also stellte sich Linksverteidiger Christian Daub zwischen die Pfosten.

Leck-mich-Gefühl bringt den ASV zurück ins Spiel

In der 68. Minute erhöhte Michael Weber auf 2:0. Spätestens als Gabriel Freiberger zehn Minuten vor Schluss zum 3:0 traf, war wohl alles Spieler klar, dass die Messe gelesen ist. „Da haben wir uns auch gedacht: Okay, jetzt ist der Ofen aus“, gesteht der Linksfuß. „Aber mit so ein bisschen Leck-mich-Gefühl sind wir dann irgendwie wieder ran gekommen“, so Mayerl weiter.

Der eingewechselte Justin Westphal hatte mit seinem Doppelpack (83. und 89.) auch einen großen Anteil an der Aufholjagd. Den Schlusspunkt zum 3:3 setzte dann Mayerl selbst – zumindest laut BFV-Spielbericht. „Nach einem langen Freistoß war es sehr unübersichtlich im Sechzehner. Kopf, Schulter – irgendwie war ich dran, aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich mein Tor war“, lacht Mayerl.

Nach dem Spiel ins Bierzelt

Auch wenn der Punkt beiden Mannschaften im Endeffekt nicht viel bringt, „war das schon sehr besonders. Am meisten gefreut haben sich wahrscheinlich Pittenhart und Schloßberg“, vermutet Mayerl. Denn: Söchtenau verlor dabei zwei wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen. Aber auch der ASV hat das Remis nach dem Spiel zelebriert: „Bei uns ist zurzeit Bierzelt und da sind wir dann nach dem Spiel hin und haben ein bisserl gefeiert“, berichtet Mayerl.

ASV Kiefersfelden – SV Söchtenau-Krottenmühl 3:3 (0:1). Tore: 0:1 Stefan Weinfurtner (27.), 0:2 Michael Weber (68.), 0:3 Gabriel Freiberger (80.), 1:3 Justin Westphal (83.), 2:3 Justin Westphal (89), 3:3 Maximilian Mayerl (90.+2.). Zuschauer: 70. Schiedsrichter: Thomas Kölbl (TSV Eiselfing).