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Skandal im regionalen Fußball: Was am Küchentisch passierte

Verrat und „abgekartetes Spiel“? Bruckmühl prüft Klage gegen neuen Wasserburg-Coach Mayer

Unschuldig? Trainer Harry Mayer verlässt Bruckmühl nach vier Spielen und wechselt zum Landesliga-Konkurrenten nach Wasserburg.
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Unschuldig? Trainer Harry Mayer verlässt Bruckmühl nach vier Spielen und wechselt zum Landesliga-Konkurrenten nach Wasserburg.

Das Wort Verrat macht die Runde und die Stimmung ist „spürbar aggressiv“. Das alles weil Trainer Harry Mayer wohl erst Bruckmühl zugesagt hat, jetzt aber zum Bayernliga-Absteiger Wasserburg wechselt. Jetzt spricht der SVB sogar von rechtlichen Schritten. Das sind die Hintergründe.

Bruckmühl – Die Bruckmühler Fußball-Fanszene kocht, die Emotionen gehen teilweise durch die Decke, das Wort „Verrat“ macht die Runde, rund um das Mangfall-Stadion ist die Stimmung spürbar gereizt, Szenekenner sprechen sogar von „spürbar aggressiv“. Der Grund ist der Wechsel von Trainer Harry Mayer vom SV Bruckmühl zum Landesliga-Konkurrenten TSV Wasserburg.

Trainertätigkeit für die Saison 2022/23 verbindlich besiegelt

Der Coach ersetzte beim Landesligisten SV Bruckmühl für die letzten vier Spiele den zum Saisonende glücklos agierenden Coach Maik Blankenhorn an der Seitenlinie und feierte mit den Rot-Weißen den Ligaverbleib. Nach Darstellung des SVB hat Mayer zu Beginn seines Engagements bei einem Handschlag mit Bruckmühls Fußballchef Michael Strasser und dessen Vize Stephan Keller auch eine Trainertätigkeit für die Saison 2022/23 verbindlich besiegelt. Ort des Geschehens war der Küchentisch im Hause Keller.

Fußball-Chef Michael Strasser in Rage

Zu Wochenbeginn wurde Bruckmühl nun mit dem Wechsel Mayers nach Wasserburg konfrontiert. „Nachdem mich Harry völlig überraschend am Montag mit dem Wunsch zur Freigabe für Wasserburg kontaktiert hatte, habe ich sofort Kevin Klammer (Abteilungsleiter Fußball beim TSV 1880 Wasserburg, d. Red.) angerufen. Der hat sich so was von völlig ahnungslos gegeben, von wegen Harry hätte nur für die vier letzten Ligaspiele unterschrieben und von einer Handschlagvereinbarung unter Zeugen mit festgelegter Laufzeit, Entschädigung und Leistungsumfang wisse er nichts“, erzählt Strasser, sichtlich in Rage. Und: „Da verstehst du doch die Welt nicht mehr und fühlst du dich – sorry – echt verarscht!“

WhatsApp-Verlauf existiert

An Wasserburgs Verhalten änderte auch ein vom SVB zugesandter WhatsApp-Verlauf nichts, aus dem die Vorbereitungsmaßnahmen von Mayer und dem SVB für die neue Saison ganz klar ersichtlich sind. „Hierauf bekamen wir keine Antwort mehr. Es ist ganz offensichtlich, dass das ein abgekartetes Spiel war“, zeigt sich Strasser ernüchtert.

Werden jetzt Bruckmühler Spieler angegraben?

Dabei war nach Darstellung des SVB die komplette Planung für die neue Saison bereits mit Mayer abgestimmt, Vorbereitungspläne mit Co-Trainer Michael Wolff ausgearbeitet und Vorbereitungsspiele abgesprochen. Dazu fanden auch Gespräche mit potenziellen Neuzugängen statt. Pikante Randnotiz dabei: Nach Insiderinformationen hat Mayer nun Kontakt zu aktuellen Spielern des SVB bezüglich eines Wechsels in die Innstadt aufgenommen – und das, obwohl er diesen Informationen zufolge erst vor Wochenfrist noch Wasserburger Spieler zu einen Wechsel nach Bruckmühl bewegen wollte. „Dass in den Fußball-Profiligen in Teilen mit unlauteren Mitteln gearbeitet wird, ist leider an der Tagesordnung, aber doch bitte nicht im Amateurbereich“, zeigt sich SVB-Vize Keller sprachlos.

Fair Play wird mit Füßen getreten

Aktuell prüft der SV Bruckmühl rechtliche Schritte. „Bei einer Vertragserfüllungsklage gibt es zwar nur Verlierer aber wir können uns auch nicht hinstellen und unseren Kids, Spielereltern, Trainer und Spielern Fair Play predigen und dann zusehen, wenn dieses mit Füßen getreten wird“, stellt Strasser klar.

Bruckmühls Abteilungsleiter Michael Strasser: „Da verstehst du die Welt nicht mehr.“

Für die nächste Saison trotzdem zuversichtlich

Wie geht es nun beim SV Bruckmühl weiter. „Als Aufsteiger ohne großen finanziellen Background haben wir eine geile Saison gespielt. Mit unseren jungen, hungrigen und charakterfesten Spielern werden wir auch in der kommenden Landesliga-Saison wieder eine deutliche Duftmarke setzen, dafür verfügen wir über eine Top-Fangemeinde und ein homogenes Netzwerk“, zeigt sich SVB-Abteilungsleiter Strasser zuversichtlich.