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FUßBALL

Talentscout fürs College: Tögings Abteilungsleiter vermittelt junge Kicker in die USA

Christoph Huber ist auf der Suche nach jungen Fußballern für die US-Colleges.
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Christoph Huber ist auf der Suche nach jungen Fußballern für die US-Colleges.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Viele junge und ambitionierte Fußballer, die in einer höherklassigen Jugendmannschaft oder einem Nachwuchsleistungszentrum spielen, schaffen aus der A-Jugend nicht immer den Sprung in die erste Mannschaft. Irgendwann stellt sich dann die Frage, ob sie den Fokus auf den Sport oder auf die berufliche Laufbahn legen sollen.

Töging – Die Agentur „Warubi Sports“ bietet jungen Menschen die Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden. Sie ermöglichen den Talenten nach dem Abitur ein Stipendium in den USA an einem College, wo sie neben dem Studium auch auf professionellen Niveau Fußball spielen können.

Christoph Huber, Abteilungsleiter beim FC Töging, ist nun als Scout für die Agentur mit Hauptsitz in Florida und Nebensitz in Dresden tätig und hält nach jungen Talente in der Region Ausschau.

E-Mail und Online-Programm ebnen den Weg

„Ich bin eher zufällig dazu gekommen“, sagt Huber. „Ich habe eine E-Mail an die Agentur geschrieben, einen Video-Call mit Geschäftsführer Christopher Griebsch gehabt und im Anschluss meine Scout-Lizenz in einem Online-Programm absolviert.“

Dabei lernte der Abteilungsleiter des FC Töging, der schon immer eine Affinität für die Vereinigten Staaten hat, auf was er bei künftigen Talente achten muss, wer dafür geeignet ist, wie genau das College-System in den USA funktioniert und welche Möglichkeiten die jungen Spieler danach haben.

Eine Voraussetzung: Mindestens 18 Jahre

„Im Grunde halte ich nach Talente Ausschau, führe Gespräche mit den Spielern und den Eltern und fungiere als Vermittler“, erzählt Huber. Dabei seien junge Spieler, die bereits in der U19-Bayernliga oder auch in der Bezirks- und Landesliga spielen, super für das Programm geeignet. Auch Frauen kommen für ein solches Stipendium in Frage. Voraussetzung: Die Spielerinnen und Spieler müssen mindesten 18 Jahre alt sein.

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In den USA ist es üblich, dass sich die Universitäten mit sportlichen Erfolg schmücken, egal ob Basketball, Baseball oder American Football. Und da – wie es in Übersee genannt wird – „Soccer“ voll im Kommen ist, wird darauf auch mehr der Fokus gelegt. Und deshalb sind die Colleges immer auf der Suche nach den besten Athleten, die Siege für sie erringen. Das Stipendium ist für zwei bis drei Jahre angesetzt.

Im besten Fall wird sogar Verpflegung und Unterkunft in den USA bezahlt

Dabei gibt es unterschiedliche Optionen, im besten Fall wird einem sogar die Verpflegung und Unterkunft vor Ort bezahlt. Doch nicht jede Spielerin oder jeder Spieler kann sich die besten Colleges aussuchen. „Natürlich müssen die Noten passen und Sprachkenntnisse sollten vorhanden sein“, so Huber. Aber auch kleineren Hochschulen suchen immer nach den besten Sportlern.

Die Vorteile liegen auf der Hand...

Bevor die Talente nach Übersee zu ihrem Abenteuer aufbrechen, gibt es eine Vorlaufzeit von einem Jahr bis eineinhalb Jahren. Für Huber liegen die Vorteile für die jungen Männer und Frauen auf der Hand: „Sie können ihren Bachelor-Abschluss und auch noch den Master machen, sie spielen auf hohem professionellen Niveau Fußball, und sammeln Erfahrung im Ausland. Das hilft auch später, sollte es mit dem Fußball nicht klappen, für den beruflichen Weg.“

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Nach der College-Zeit besteht sogar die Chance auf den Sprung in ein Profiteam in den USA. „Für die guten Spielerinnen und Spieler gibt es sogar die Möglichkeit, über den Draft – einer Art Berufung in den Profisport – in ein Team der Major League Soccer zu kommen.“

Win-Win-Situation für Spieler und College

Es ist also eine Win-Win-Situation, sowohl für die Spieler als auch für das College. Ein Geheimtipp sind diese Stipendien nicht mehr, denn bereits über 1000 Spieler haben diesen Schritt gemacht. Ein Beispiel aus der Region ist der ehemalige Spieler von Wacker Burghausen, Matthias Stingl.

Der 23-Jährige verließ im vergangenen Sommer den Regionalligisten und wechselte mit sofortiger Wirkung zu den UMass Lowell River Hawks, einer amerikanischen College-Fußballmannschaft der University of Massachusetts Lowell. Stingl unterschrieb für drei Jahre ein Sport-Stipendium und spielt neben seinem Studium in Fachrichtung Business Administration in der NCAA Division 1 America East, der höchsten Liga an allen amerikanischen Universitäten.

Noch mehr Spieler könnten den Weg in die USA wagen

In Zukunft könnten also mehrere junge Spieler und Spielerinnen den Weg in die USA wagen. Es können sich auch Spieler und Spielerinnen direkt bei mir melden“, betont Huber. „Wenn sie Videos von Situationen aus Spielen haben, können sie diese mir gerne zukommen lassen. Danach wird man sehen, ob die Person in Frage kommt.“

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