Fußball-Regionalligist Buchbach: Trainingsauftakt am Montag – Fünf Testspiele vereinbart

Zeit, dass es wieder losgeht: Markus Raupach (vorne) und Andi Bichlmaier freuen sich auf die Vorbereitung und die Saisonfortsetzung.
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Zeit, dass es wieder losgeht: Markus Raupach (vorne) und Andi Bichlmaier freuen sich auf die Vorbereitung und die Saisonfortsetzung.
  • vonMichael Buchholz
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Endlich geht es wieder los! Fußball-Regionalligist TSV Buchbach startet am Montag um 18.30 Uhr offiziell mit der Vorbereitung auf die Restsaison und den Ligapokal.

Buchbach – Fünf Einheiten haben die Trainer Markus Raupach und Andi Bichlmaier in der ersten Trainingswoche beim Fußball-Regionalligisten TSV Buchbach angesetzt, zudem wurden bereits fünf Vorbereitungsspiele vereinbart.„Nach der langen Pause wird es sicher nicht einfach die richtige Dosierung zu finden. Das ist schon eine Herausforderung, aber da geht es ja allen gleich“, erklärt Raupach vor dem Trainingsstart am Montag, wobei sich die Buchbacher Regionalliga-Kicker schon mit Laufeinheiten und mit Kleingruppentraining auf den Trainingsstart in Form gebracht haben.

„Überrascht wie scharf die Jungs auf das Training sind“

Raupach: „Ich war überrascht, wie scharf die Jungs auf das Training in den Kleingruppen waren. Da sieht man schon, wie heiß sie aufs Kicken sind. Wir werden in den Einheiten immer wieder Tests einstreuen, um zu sehen, wo die Spieler stehen. Das wird für alle spannend und wir Trainer haben dann Ergebnisse, mit denen wir gezielt physische und konditionelle Defizite beheben können. Wichtig wird sein, dass man bei der langen Vorbereitung keine Spannungsermüdung bekommt.

Raupach: „Wir haben schon eine Spielidee“

Neben den Grundlagen müssen sich die Rot-Weißen natürlich auch an die spielerischen Elemente neu rantasten. „Wir haben schon eine Spielidee, aber die Mannschaft hat ja jetzt auch ein anderes Gesicht, so dass wir nicht einfach die Schablone aus der Vor-Corona-Zeit verwenden können“, sagt Raupach, der auf eine zentrale Achse setzt und dort die Stärken weiter herausarbeiten und das Tempo nochmal forcieren will.

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Raupach will mit Dreierkette spielen

Das System mit der Dreierkette soll beibehalten werden. „Das hat uns gutgetan, aber wir wollen schon flexibel sein und ein zweites System etablieren“, erklärt der Coach, der die allgemeine Einschätzung nicht teilt, dass das Niveau in der Regionalliga sinken könnte: „Da muss man mit den Prognosen sehr vorsichtig sein. Es wird sich auf dem Transfermarkt noch viel tun, da kommt von oben noch viel Bewegung rein, weil viele Zweit- und Drittligisten ja auch einen Schnitt machen. Da purzeln noch viele Spieler auf den Markt, die man jetzt noch gar nicht auf dem Zettel hat, deswegen ist es gut, wenn man sich in Geduld übt und sich noch ein paar Kaderoptionen offen lässt. An der Spitze wird die Regionalliga mit Sicherheit eher stärker, das sieht man ja jetzt schon an den Transfers.“

Mit dem eigenen Kader ist Raupach im Übrigen schon recht zufrieden: „Wir sind ja schon relativ weit und brauchen allenfalls noch punktuelle Verstärkungen. Wir haben ein gutes Gerüst und können auf jeden Fall vernünftig starten, obwohl wir ja auch einen Schnitt vollzogen haben, der so mit Sicherheit nicht geplant war. Da hat die Pandemie als Beschleuniger gewirkt. Corona zwingt ja viele Vereine dazu, neue Wege zu gehen.“ Zuversichtlich stimmt den Trainer das bisherige Punktepolster: „Das ist ja anders als bei einer normalen Sommervorbereitung, bei der alle Vereine bei Null starten. So haben wir eine gewisse Sicherheit und die Überzeugung, dass wir dem Kader vertrauen können. Wir können auf dem Polster aufbauen, dürfen uns aber nicht darauf ausruhen.“

Neue Hierarchie muss sich bilden

Klar ist, dass sich die jungen Spieler erst einmal etablieren müssen und natürlich muss sich auch erst eine neue Hierarchie in der Mannschaft herausbilden. Raupach: „Das wird irrsinnig spannend, wie wir uns entwickeln und wie sich die Liga entwickelt. Wir haben ja noch viele Führungspersönlichkeiten, da ist schon noch viel Erfahrung vorhanden.“ Davon sollen die vielen jungen Spieler profitieren. „Unsere Neuzugänge sind alle jung, aber das sind vielversprechende Jungs, die alle wollen. Die jungen Spieler, die schon bei uns waren, haben bereits gezeigt, dass man auf sie bauen kann. In der Vorbereitung bekommt jetzt jeder Spieler die Chance sich zu zeigen und sich für einen Startplatz zu empfehlen“, ermuntert der Coach vor allem die Youngsters: „Für uns wird es interessant zu sehen, wer sich da schnell etabliert. Es ist gut möglich, dass junge Spieler die lange Pause physisch besser wegstecken können. Das ist zumindest meine Hoffnung. Überhaupt finde ich es gut, dass der Verein auf junge Spieler aus der Region setzt, die die nächste Ära in Buchbach prägen könnten.“ Hinzu kommt aller Voraussicht nach der lange verletzte Moritz Sassmann (23), der schon seit einiger Zeit mit Reha-Trainer Sepp Harlander an seinem Comeback arbeitet.

„Saisonfortsetzung war eine gute Entscheidung“

Positiv beurteilt Raupach, dass der Bayerische Fußball-Verband (BFV) die Saison fortsetzt und nicht das Risiko einer Mammutsaison mit bis zu 40 Spielen wie in anderen Regionalligen eingegangen ist: „Das war eine gute Entscheidung in einer schwierigen Situation. Der Verband hat es sich nicht leicht gemacht. Ich kann jedenfalls mit der Lösung gut leben und ich finde auch den Liga-Pokal sehr spannend. Das ist ein neues Formal, das Flexibilität ermöglicht und zudem dank der regionalen Gruppe Spiele bereithält, auf die man sonst die ganze Saison hin fiebert.“

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