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SENSATION SCHEINT NICHT UNMÖGLICH

Fußball-Regionalligist 1860 Rosenheim empfängt Spitzenreiter Bayern München II

Voller Einsatz in den Zweikämpfen, wie hier von Sam Zander, gehört gegen den Spitzenreiter Bayern München II zum Pflichtprogramm für die Sechziger.
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Voller Einsatz in den Zweikämpfen, wie hier von Sam Zander, gehört gegen den Spitzenreiter Bayern München II zum Pflichtprogramm für die Sechziger.

Die Zahlen sprechen eindeutig für den FC Bayern München II, der am Freitag, 19 Uhr in Rosenheim als klarer Favorit in das Duelle gegen den TSV 1860 geht.

Rosenheim – Auf der einen Seite neun Spiele, sechs Punkte und ein Torverhältnis von 6:25, auf der anderen Seite neun Spiele, 22 Punkte und 33:10 Tore – nach dem Favoriten im Fußball-Regionalligaspiel zwischen 1860 Rosenheim und Spitzenreiter Bayern München II braucht man nicht zu fragen. Und trotzdem sind die Gastgeber aus Rosenheim nicht chancenlos. Eine Sensation scheint nicht unmöglich.

„Das ist wie David gegen Goliath“

Alleine die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der FC Bayern München II ist beim Gastspiel am Freitag, 19 Uhr, im Rosenheimer Jahnstadion der große Favorit und alles andere als ein Sieg der Bayern-Zweiten wäre eine Sensation.

„Das ist wie David gegen Goliath“, betont Sechziger Coach Florian Heller. „Die Bayern sind das Topteam der Liga und spielen in einem anderen Tabellendrittel. Wir sind der krasse Außenseiter. Wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen.“

„Das Highlight der Saison“

Auch wenn die Rollen klar verteilt sind freuen sich die Rosenheimer auf das Spiel: „Es ist neben der Partie gegen Haching das Highlight der Saison. Für unsere Spieler ist das ein tolles Erlebnis und wirklich etwas Außergewöhnliches. Sie sollen das genießen“, sagt Heller.

Zwar betont der Coach, dass er mit seiner Mannschaft sein Spiel durchbringen will und Situationen spielerisch lösen möchte, doch er weiß auch um die Qualität des FCB. „Sie haben enorme Power und sind individuell super besetzt. Da wird enorm viel Druck kommen“, so Heller, der fordert: „Wir müssen trotzdem mutig sein, uns etwas trauen und vor allem so wenig wie möglich zulassen.“

Zwei Mannschaften haben gezeigt wie es geht

Seine Mannschaft entwickelt sich und verinnerlichen immer mehr das System: „Wir haben bereits gezeigt, dass wir, wenn wir gefordert sind, gut reagieren können. Das hoffen wir ein Stück weit auch gegen die Bayern.“

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Wie es auch gegen die technisch und spielerisch hoch veranlagten Bayern funktionieren kann, zeigten in dieser Saison bereits zwei Teams: Illertissen trotzte den Bayern ein 1:1-Remis ab und Schalding-Heining fügte den Münchnern beim 2:1 die erste Niederlage zu. Hoffnung ist also durchaus vorhanden bei den Rosenheimern, denn Schalding bewegt sich zumindest tabellarisch in den Regionen der Sechziger.

Schalding-Trainer Stefan Köck sagte nach dem legendären Sieg über Bayern II: „Ein geschichtsträchtiges Ereignis für unseren Verein. Wir sind über gewonnene Zweikämpfe immer wieder ins Fußballspielen gekommen. Wir haben heute im Kopf sehr viel richtig gemacht!“

Gute Bilanz in zehn Regionalliga-Spielen

Geschichte würden die Rosenheimer am Freitag ebenfalls gerne schreiben, wobei so überraschend käme rein statistisch gesehen ein Unentschieden oder gar ein Rosenheimer Sieg nicht. In den bisher zehn ausgetragenen Regionalliga-Spielen beider Teams seit 2012 gab es drei Rosenheimer Siege, drei Unentschieden und vier Bayern-Erfolge. Die Sechziger sind in den letzten beiden Spielen gegen Bayern sogar ungeschlagen. Einem 3:2-Heimsieg im September 2018 folgte fünf Monate später ein 1:1-Remis in München.

Letzter Torschütze gegen Bayern: Markus Einsiedler

Letzter Torschütze für die Rosenheimer beim 1:1 am 15. April 2019 war Markus Einsiedler. Beim 3:2-Heimerfolg traf Einsieder zweimal und den Siegtreffer erzielte Omer Jahic, jetzt in Diensten des Landesligisten SB Rosenheim.

Die Bayern kommen mit einer blutjungen Truppe nach Rosenheim, angeführt vom 35-jährigen Routinier Nicolas Feldhahn. Von den 33 erzielte Toren der Bayern gingen allein acht Treffer auf das Konto von Stürmer Nemanja Motika (18 Jahre), sechmal traf Oliver Batista Meier (20) und der 17-jährige Gabriel Vidovic erzielte vier Tore.

Demichelis vor 18 Jahren erstmals im Bayern-Trikot

Trainer des FC Bayern München II ist Martin Demichelis, der vor 18 Jahren ausgerechnet im Rosenheimer Jahnstadion bei einem Freundschaftsspiel gegen 1860 Rosenheim sein erstes Spiel für den FC Bayern bestritt und mit 7:0 gewann. Der Argentinier muss in Rosenheim auf einen Torhüter verzichten.

Jakob Mayer, der letzte Saison auch zwei Spiele für den TSV 1860 Rosenheim betritt ( 2:4 gegen Nürnberg I I und 2:5 gegen Heimstetten) verletzte sich im Training sehr unglücklich. Der 19-Jährige erlitt einen Sehnenabriss am Sitzbein. Der Keeper, der die ersten sechs Spieltage in der Regionalliga Bayern das Tor der Bayern hüten durfte, wurde am Dienstag erfolgreich operiert und wird nun mehrere Monate ausfallen.

Karten für das Spiel gibt es ab 16.30 Uhr

Für das Heimspiel des TSV 1860 Rosenheim gegen den Tabellenführer Bayern München II am Freitag, 19 Uhr, kann man nur am Spieltag Tickets erwerben. Insgesamt dürfe 722 Fans (200 Stehplätze und 522 Sitzplätze) ins Jahnstadion. Der Verkaufsstart an den Stadionkassen ist um 16.30 Uhr. Einlass ist ab 17 Uhr.

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