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Erster Sieg im Jahr 2022

Den Spitzenreiter eiskalt abgeduscht: Wie 1860 Rosenheim die größte Sensation der Saison geschafft hat

Voller Einsatz: Thomas Steinherr, Torschütze zum 2:0 für 1860 Rosenheim, im Zweikampf mit Bayreuths Marcel Götz.
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Voller Einsatz: Thomas Steinherr, Torschütze zum 2:0 für 1860 Rosenheim, im Zweikampf mit Bayreuths Marcel Götz.

Wenn der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga SpVgg Bayreuth den im Jahr 2022 noch sieglosen Tabellenletzten 1860 Rosenheim empfängt, ist das scheinbar eine klare Sache. War es letztendlich auch, allerdings mit einem sensationellen Ergebnis.

Rosenheim – Im Tabellenkeller der Regionalliga Bayern brennt noch Licht für Schlusslicht TSV 1860 Rosenheim : Die Oberbayern ließen am Wochenende Spitzenreiter SpVgg Bayreuth in dessen Stadion mit 4:0 (1:0) abblitzen und verkürzten den Abstand zum Relegationsplatz auf elf Zähler – bei einem Spiel weniger. Es war die erste Bayreuther Pleite nach 17 Spielen ohne Niederlage und gleichzeitig der erste Rosenheimer Sieg in 2022.

Jubel nach dem sensationellen 4:0-Erfolg: Torhüter Joey Brenner und Thomas Steinherr.

Trainer Florian Heller fast sprachlos

Sechziger-Trainer Florian Heller war nach der Partie fast sprachlos: „Ich bin überglücklich über diesen Sieg. Da muss erst der Klassenprimus kommen, damit wir so ein Spiel abliefern. Wir haben schon oft Punkte hergeschenkt und haben uns nach guten Leistungen nicht belohnt. Doch diesmal hat mich meine Mannschaft überrascht. Wir haben es heute erstmals mit einer Fünferkette probiert. Meine Jungs haben sich da erst daran gewöhnen müssen, doch dann hat die Sache gut geklappt.“

Führung durch den Ex-Bayreuther Christoph Fenninger

Und den Oberfranken schmeckte diese Taktik überhaupt nicht. Zudem profitierten die Rosenheimer davon, dass sie mit dem ersten Schuss auf das Altstädter Tor in Führung gingen: Ausgerechnet Christoph Fenninger, der in den Spielzeiten 2018/19 bis 2020/21 das Bayreuther Trikot getragen hatte, fälschte in der 32. Minute einen eher harmlos erscheinenden 25-m-Schuss von Tim Kießling unhaltbar ab und markierte seinen sechsten Saisontreffer.

Im Altstädter Spiel wurde deutlich, dass der zuweilen pomadig wirkende Spitzenreiter nur selten in der Lage war, das Fehlen seiner wegen der fünften, beziehungsweise zehnten Gelben Karte gesperrten Leistungsträger Benedikt Kirsch, Nicolas Andermatt und Ivan Knezevic zu kompensieren. Zwar war die Bayreuther Laufarbeit intensiv, und vor allem der auffällige Alexander Nollenberger, der beim Hinspiel-5:1 zweimal getroffen hatte, trieb zusammen mit Tim Danhof immer wieder an.

Zwei Tore gegen seinen Ex-Verein: Christoph Fenninger (rechts).

Zielführende Spielzüge blieben jedoch gegen tief stehende und die Räume eng machende Innstädter Mangelware. Die erste vielversprechende Torannäherung verzeichnete der urplötzlich frei vor Rosenheims Torwart Joey Brenner auftauchende Nollenberger (21.), dessen Schuss aus sieben Metern Distanz krachend an der Querlatte landete. „Wenn der Ball reingeht, sieht es vielleicht anders aus. Solche Tore macht Nolle eigentlich im Schlaf“, sagte im Anschluss SpVgg-Trainer Timo Rost.

2:0 kurz nach der Pause durch Steinherr

Die SpVgg-Bemühungen um den Ausgleich erfuhren gleich nach der Pause einen herben Dämpfer: In der 48. Minute unterlief den Altstädtern ein Ballverlust im Mittelfeld, Profiteur war Thomas Steinherr, der einfach mal aus 20 Metern abzog – unhaltbar für den ansonsten beschäftigungslosen Torhüter Sebastian Kolbe schlug der Ball im rechten oberen Eck zum 0:2 ein. Timo Rost versuchte mit drei Wechseln binnen vier Minuten eine Wende einzuläuten. Doch der Schuss ging nach hinten los. Fenninger nutzte die zeitweilige Unsortiertheit bei den Gastgebern, gewann das Laufduell mit Steffen Eder und schob unter Kolbe zum 0:3 (59.) ein.

Starker Sechziger-Torhüter Joey Brenner

Und noch nicht genug der Demütigung: Gegen weit aufgerückte Altstädter war es einmal mehr Fenninger, der nicht zu halten war und den Ball auf Stephan Mensah querlegte: Mutterseelenalleine traf die Leihgabe von Kooperationspartner SpVgg Unterhaching aus sieben Metern zum 0:4 (65.).

Die Altstädter Bemühungen um den Ehrentreffer verhinderte einmal mehr der Pfosten, den Markus Ziereis in der 80. Minute anvisierte und Torwart Joey Brenner, der zur Bank wurde. „Wir hätten noch zwei Stunden spielen können und hätten kein Tor geschossen“, resümierte Rost.

Die Spilstatistik

TSV 1860 Rosenheim: Brenner – Sattelberger, Salkic, Wallner, Kuchler, Benz – Steinherr, Zander, Kießling, Mensah (85. Bacher) – Fenninger.

Schiedsrichter: Elias Tiedeken (Neusäß);

Zuschauer: 1013; Ecken: 13:1.

Tore: 0:1 Fenninger (32.), 0:2 Steinherr (48.), 0:3 Fenninger (59.), 0:4 Mensah (65.).