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Salzachstädter punkten auch nicht in München

Fünfte Niederlage in Folge: Wacker Burghausen verliert auch bei Türkgücü

Machte beim zweiten Treffer nicht die beste Figur: Wacker-Keeper Markus Schöller.
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Machte beim zweiten Treffer nicht die beste Figur: Wacker-Keeper Markus Schöller.

Es läuft einfach nicht mehr für den SV Wacker Burghausen: Die Mannschaft von Trainer Hannes Sigurdsson hat am Sonntag mit dem 0:2 bei Türkgücü München bereits die fünfte Niederlage in Folge kassiert. „Ich bin extrem enttäuscht“, macht der isländische Coach aus seinem Herzen keine Mördergrube.

München - Nach einer sehr guten Trainingswoche, in der viel Feuer, viel Intensität die Hoffnung auf eine Trendwende geschürt hatten, brachten die Wacker-Kicker am Sonntag im Sportpark Heimstetten so gut wie nichts auf dem Platz, was das Training versprochen hatte. „Man kann Spiele verlieren, aber nicht so. Die Art und Weise hat mir überhaupt nicht gefallen“, ärgerte sich Sigurdsson über seine viel zu passive Truppe, die sich zudem auch noch anfällig für Fehler präsentiert hat.

Türkgücü geht früh 2:0 in Führung

Von Anfang an lief es überhaupt nicht nach Plan für die Gäste, die bereits in der achten Minute in Rückstand gerieten, als Sascha Hingerl nach einer Ecke mit dem Führungstreffer für Türkgücü zur Stelle war. Danach hatten die Gäste bei einer weiteren guten Gelegenheit Glück, dass die Kugel über den Querbalken zischte, doch schon in der 17. Minute duften die Hausherren erneut jubeln, als David Kebe aus 16 Metern abzog und Markus Schöller im Wacker-Gehäuse nicht gut aussehen ließ – der Matchplan der Salzachstädter also schon nach einer guten Viertelstunde komplett über den Haufen geworfen.

Und Türkgücü ließ auch in der Folge nicht locker, wirkte agiler, bissiger, handlungsschneller. Die Wacker-Versuche um Spielkontrolle fruchteten nicht, Türkgücü hielt das Heft in der Hand und hatte auch mehr Ballbesitz. „Man kann nicht erwarten, dass man keine Fehler im Spiel macht, aber es muss einfach mehr rauskommen. Wir sind wesentlich besser als wir derzeit spielen. Ich erwarte viel mehr von meiner Mannschaft, wir haben extreme Qualität, aber wir zeigen davon derzeit zu wenig“, ärgerte sich Sigurdsson über fehlende Reaktionen auf den Rückstand.

„Wir können definitiv mehr“

Bis zum Seitenwechsel war Türkgücü dem dritten Treffer näher als Burghausen dem Anschlusstreffer und auch die Systemumstellungen, die das Burghauser Trainerteam vornahm, brachten nur bedingten Erfolg: Wacker war nach dem Wechsel besser im Spiel, richtig zwingend waren die Aktionen allerdings nicht. „Wir hätten da viel mehr daraus machen müssen, haben das aber nicht gut ausgespielt“, so die Kritik des Wacker-Trainers, dem die Präzision fehlte, der aber vor allem „Wille, Einstellung und Kampfkraft“ kritisierte: „Das hat mir nicht gefallen. Das müssen wir wieder alles besser zusammen- und ins Boot bringen. Mit welcher Aufstellung wir spielen, wie der Gegner heißt, darf da keine Rolle spielen. Wir können definitiv mehr.“

Türkgücü hat sich im zweiten Abschnitt dann auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, doch ernsthaft in Gefahr ist der Sieg für die Truppe von Alper Kayabunar nicht mehr geraten – da hätte es schon einer Gäste-Elf mit mehr Wucht und Willen bedurft.

MB

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