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Im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga

1860 Rosenheim wehrt sich: Warum das Spiel gegen Schweinfurt am Schluss dramatisch wurde

Sechziger-Kapitän Christoph Wallner erzielte in dieser Szene den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für 1860 Rosenheim gegen Schweinfurt.
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Sechziger-Kapitän Christoph Wallner erzielte in dieser Szene den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für 1860 Rosenheim gegen Schweinfurt.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    VonHans-Jürgen Ziegler
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Wenn der TSV 1860 Rosenheim schon aus der Fußball-Regionalliga Bayern absteigen muss, dann mit Anstand und breiter Brust. Die Sechziger wehrten sich auch gegen das Spitzenteam aus Schweinfurt bis zu letzten Sekunde und die Schlussphase der Partie war dramatisch.

Rosenheim ‒ Vor dem Abstieg ist der TSV 1860 Rosenheim mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr zu retten, aber wenn sich die Sechziger schon aus der Fußball-Regionalliga Bayern verabschieden müssen, dann wollen sie das mit Anstand, und mit guten Ergebnissen tun. Nach dem sensationellen 4:0-Erfolg in der vergangenen Woche beim Spitzenreiter SpVgg Bayreuth er kämpften sich die Rosenheimer auch gegen das Spitzenteam aus Schweinfurt ein respektables 2:2-Unentschieden in einem Spiel, das in der Schlussphase sogar noch dramatisch wurde.

Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - 1. FC Schweinfurt am 30. April

Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - 1. FC Schweinfurt am 30. April
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - 1. FC Schweinfurt am 30. April
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - 1. FC Schweinfurt am 30. April
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - 1. FC Schweinfurt am 30. April
Fußball-Regionalliga Bayern: Fotos vom Spiel 1860 Rosenheim - 1. FC Schweinfurt am 30. April

„Die erste Halbzeit hat mir nicht gefallen“

Auch gegen Schweinfurt zeigten die Rosenheimer wieder, dass sie durchaus in der Lage sind auch mit den besseren Teams der Liga mithalten zu können - auch wenn es nach den ersten 45 Minuten eher nach einem Erfolg der Gäste aussah. „Die erste Halbzeit hat mir gar nicht gefallen. Da haben wir im eigenen Ballbesitz kaum Lösungen gefunden, obwohl die Räume da gewesen wären. Nach dem Wechsel haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und haben die 2. Halbzeit auch verdient gewonnen und deshalb sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Schweinfurt war allerdings klar besser und hatte natürlich auch die viel besseren Torchancen“, erklärte Rosenheims Trainer Florian Heller nach dem Spiel.

Patzer des ansonsten überragenden Torhüter Alin Goia

Und mit seiner Einschätzung lag der Sechziger-Coach auch genau richtig. Die Hausherren kamen erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zu einem gefährlichen Torschuss durch Sattelberger. Bis dahin hätten die Schweinfurter schon 2:0 oder 3:0 in Führung liegen können, ja müssen. Ihre besten Chancen ließen die Schweinfurter allerdings liegen, so dass sie auf Mithilfe des ansonsten starken Rosenheimer Torhüters Alin Goia angewiesen waren. Der patzte bei einem harmlosen Freistoß von Adam Jabiri kurz vor der Halbzeit. Auch wenn es für die Gäste ein glücklicher Treffer war - die Führung war allemal verdient.

Eine der vielen Paraden von 1860-Torhüter Alin Goia beim Heimspiel gegen Schweinfurt.

Rosenheim stellte sich mit einer Fünferkette gegen die spielstarken Gäste, gaben damit aber viel Platz im Mittelfeld preis den Schweinfurt nutzte und immer wieder für Gefahr vor dem Sechziger-Tor sorgte. Einmal musste Maximilian Kuchler auf der Linie abwehren, Alin Goia glänzte mit drei hervorragend Paraden und als der Ball einmal im Tor lag entschied das Schiedsrichtergespann auf abseits.

Sechziger spielten mutiger nach vorne

In den zweiten 45 Minuten drehte sich die Partie komplett. Auch deshalb, weil die Sechziger einfach mutiger nach vorne spielten und weil Trainer Florian Heller bei seinen Einwechslungen ein glückliches Händchen bewies. Natürlich war es auch dem Rückstand geschuldet , dass die Rosenheimer mehr Offensivpower einwechselten. Über die linke Seite machte Julian Richter Druck und vorne im Sturm waren die eingewechselten Dominik Bacher und Sascha Marinkovic an beiden Toren beteiligt.

Die Gäste aus Schweinfurt vergaben viele gute Chancen beim Spiel gegen 1860 Rosenheim.

„2:2 am Ende das gerechte Ergebnis“

Schweinfurts Trainer Jan Gernlein nach dem Spiel: „Wir haben in der zweiten Halbzeit das bekommen, was wir verdient haben. Der Gegner hat es besser gemacht war aggressiver und deshalb glaube ich dass 2:2 am Ende das gerechte Ergebnis ist.“

Obwohl die Rosenheimer in der 2. Halbzeit besser im Spiel waren, besaßen die Gäste nach wie vor gute Chancen und hatten dabei auch einmal Pech bei einem Kopfball an den Pfosten. Der Rosenheimer Ausgleich war dennoch nicht unverdient . Nach einer durch Marinkovic per Kopf verlängerten Ecke stand Kapitän Christoph Wallner goldrichtig und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Chance auf den 2:1-Führungstreffer

Danach hatten die Rosenheimer sogar noch die Chance auf den 2:1-Führungstreffer als Bacher ein Hereingabe knapp verfehlte (87. Minute). Doppeltes Pech für die Sechziger, denn im Gegenzug fiel der erneute Führungstreffer für die Schweinfurter. Jabiri setzte sich im Strafraum durch, seinen Schuss parierte Alin Goia glänzend, doch den Nachschuss drückte der kurz vorher eingewechselte drückte Elias Reiher über die Linie.

Damit schien die Partie entschieden, doch die Hausherren gaben sich nicht so einfach geschlagen. Kurz vor Schluss wurde Bacher im Strafraum gelegt und den fälligen Strafstoß verwandelte Sascha Marinkovic in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause sicher und die Sechziger hatte ihr nächstes gutes Ergebnis auf ihrer Regionalliga-Abschiedstour, die sie am Mittwoch zum FC Bayern München II führt, eingefahren.

Die Spielstatistik

1860 Rosenheim: Goia – Sattelberger, Benz, Wallner, Kuchler, Jesse (ab 54. Richter) – Zander - Demolli (ab 71. Bacher), Steinherr, Mensah (ab 71. Marinkovic) – Fenninger.

Tore: 0:1 Jabiri (45.), 1:1 Wallner (73.), 1:2 Reiher (87.), 2:2 Marinkovic (90. Foulelfmeter)

Schiedsrichter: Julian Kreye (SSV Warmensteinach)

Zuschauer: 150