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Ein großer Schritt zum nächsten Ziel

Vorbild Manuel Neuer: Priener Fußballtorwart Jonas Krumrey unterschreibt mit 17 ersten Profivertrag

„Talent, Disziplin und eine hohe Eigenmotivation sind das höchste Gut im Profisport“, sagt der ehemalige Tennisprofi Florian Krumrey. Filius Jonas beweist dies täglich im Training beim FC Liefering.
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„Talent, Disziplin und eine hohe Eigenmotivation sind das höchste Gut im Profisport“, sagt der ehemalige Tennisprofi Florian Krumrey. Filius Jonas beweist dies täglich im Training beim FC Liefering.
  • VonKarlheinz Kas
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Sein großes Vorbild heißt Manuel Neuer und sein Ziel ist es, Fußball-Weltmeister und Champions-League-Sieger zu werden. Jonas Krumrey aus Prien am Chiemsee hat mit 17 seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Bei einem Topverein.

Prien/Salzburg – Red Bull Salzburg hat sich die Rechte des Oberbayern bis zum Jahr 2024 gesichert. „Jonas ist einer jener Spieler, der bei uns den Fußball von morgen verkörpert. Er ist noch sehr jung, verfügt aber über außerordentlich großes Talent und steht nicht zufällig schon im Kader des FC Liefering“, sagt Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund zur Vertragsverlängerung des jungen Keepers beim österreichischen Serienmeister und Champions-League-Teilnehmer.

Jonas Krumrey hat in Salzburg einen Vertrag bis 2024 unterschrieben.

Krumreys Anfänge beim TuS Prien

Jonas Krumrey ist in Prien geboren und auch aufgewachsen. Zum Fußball kam er über seine beiden älteren Brüder Raphael (25) und Samuel (23). Wenn immer sie im Garten oder auf der Wiese irgendwo kickten, war Jonas dabei. „Nachdem ich mit Tennis und Fußball gleichzeitig begonnen habe, hat mir Fußball einfach so viel mehr Spaß gemacht und ich wollte im Verein und in einer Mannschaftsportart spielen“, verrät er.

Mit fünf durfte er – natürlich vor Ort, beim TuS Prien. Von Torwart war noch lange nicht die Rede, Jonas Krumrey wollte Tore schießen, wie alle anderen auch. Mit acht kam die Wende: Er wollte unbedingt ins Tor, um der Mannschaft zu helfen, und spielte fortan für zwei Teams. Bei den Älteren im Feld und in seiner Altersklasse im Tor.

Krumrey ist zurück beim Jugendtrainer

Über eine Sichtung im Kreis Inn/Salzach kam der Priener mit zwölf Jahren zum TSV 1860 Rosenheim in die dortige D-Jugend. Und er hatte Glück, denn mit Florens Koch hatte er hier einen ganz jungen Trainer, der sich intensiv um den jungen Keeper kümmerte. Der heute 30-Jährige machte dann selbst Trainerkarriere und ist aktuell trotz seiner jungen Jahre bereits Co-Trainer von Matthias Jaissle, dem neuen Chefcoach bei den Salzburger Profis.

Jaissle und Koch sind ein Erfolgsteam, arbeiteten bereits in der Saison 2020/21 bei der Salzburger U18 und in den letzten Monaten beim FC Liefering zusammen, nachdem dessen Trainer Bo Svensson Ende Dezember zu Mainz 05 in die Bundesliga gewechselt war.

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Apropos Liefering: Der dortige FC spielt seit der Saison 2013/14 in der 2. Liga in Österreich. Obwohl nach dem Salzburger Stadtteil Liefering benannt, hat der Verein seinen Sitz im Stadtteil Wals-Siezenheim und spielt im Goldberg-Stadion Grödig, das 4300 Zuschauer fasst. In der abgelaufenen Saison wurde Liefering Vizemeister. Der Verein ist Kooperationspartner der „Roten Bullen“, weshalb Jonas Krumrey hier vorerst Spielpraxis sammeln wird. Aber die Konkurrenz ist groß, denn auch der Tscheche Adam Stejskal (19) hat einen neuen Vertrag unterschrieben.

„Hier wird vorbildlich gearbeitet“

Krumrey kennt sich in Salzburg schon bestens aus. Nach über einem Jahr beim FC Bayern München, wo er unter anderem vom ehemaligen Bundesliga-Tormann Tom Starke trainiert wurde, wechselte er vor dreieinhalb Jahren an die Red Bull Fußball Akademie. „Hier wird vorbildlich gearbeitet, Schule und Sport unter einen Hut gebracht, eine Top-Adresse in Europa“, lobt Ernst Tanner. Der Teisendorfer ist seit drei Jahren Sportdirektor in der amerikanischen Major League Soccer bei Philadelphia Union und war zuvor sechs Jahre lang Leiter des Salzburger Nachwuchsleistungszentrums.

Schon drei Junioren-Meistertitel im Gepäck

Jonas Krumrey hatte 2018 an der Akademie einen Fördervertrag erhalten und damit wohl alles richtig gemacht. Unter der Leitung von Bernhard Seonbuchner, Tanners Nachfolger, war er fortan ein fester Bestandteil der Salzburger Nachwuchsteams. Mit der U15, der U16 und jetzt der U18 wurde Krumrey jeweils österreichischer Meister.

Er wohnt in der Akademie, steht fast täglich auf dem Platz und absolviert parallel in der Fachschule für Wirtschaft & Leistungssport sein Abitur, das in Österreich Matura heißt. Der Abschluss steht für 2022 an. Und weil aktuell gerade Ferien sind, genießt der junge Krumrey die Zeit daheim bei der Familie und seinen Freunden am Chiemsee.

„Da ist der eine oder andere Tipp vom Papa schon sehr hilfreich“

Während die Mama in den letzten Jahren stets den Fahrdienst-Job übernommen hat, nutzt der Papa seine Verbindungen im internationalen Profi-Geschäft. Florian Krumrey ist als Sportmarketing-Agent unterwegs, betreut namhafte Sportler und Profifußballer, so unter anderem Timo Hildebrand, Ex-Nationaltorhüter und Bundesliga-Meisterkeeper beim VfB Stuttgart 2007. „Da ist der eine oder andere Tipp vom Papa schon sehr hilfreich“ sagt Jonas Krumrey, der zwar erst 17 Jahre jung ist, mit 1,92 Metern aber bereits Torwart-Gardemaß hat.

Florian Krumrey kommt vom Tennissport, war hier über zehn Jahre lang Profi und spielte unter anderem sechs Jahre für den TC Großhesselohe in der Bundesliga, außerdem vier Jahre für Wacker Burghausen. Trauzeuge ist übrigens Karl Friesen, der Torwart-Held des SB Rosenheim in der großen Eishockey-Zeit der 1980er-Jahre, mit dem Krumrey laufend Kontakt hat. Friesen gehörte auch zu den ersten Gratulanten jetzt zum ersten Profivertrag von Jonas.

Talent, Disziplin und Eigenmotivation

Florian Krumrey hatte unter anderem auch die weltbeste alpine Skirennläuferin Anna Fenninger (jetzt Veith) aus Österreich betreut. Die Karriere von Jonas hat er immer aktiv begleitet, sich aber nie übertrieben reingesteigert. „Talent, Disziplin und eine hohe Eigenmotivation sind das höchste Gut im Profisport, egal wie gut man vernetzt ist“, sagt der Vater.

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