Fußball-Ligapokalspiel : TSV Buchbach erzielt kurz vor Schluss das 1:1 gegen 1860 Rosenheim

Szene aus dem Ligaspiel im Oktober letzten Jahres: Matthias Heiß, der gesperrt fehlen wird, wirft sich Christian Brucia in den Weg, dessen Einsatz ebenfalls noch nicht gesichert ist.
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Szene aus dem Ligaspiel im Oktober letzten Jahres: Matthias Heiß, der gesperrt fehlen wird, wirft sich Christian Brucia in den Weg, dessen Einsatz ebenfalls noch nicht gesichert ist.
  • vonMichael Buchholz
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Derbytime in Buchbach: Am Samstag erkämpften sich die Rot-Weißen gegen den TSV 1860 Rosenheim im Ligapokal ein 1:1-Remis. Der Ausgleich für Buchbach fiel drei Minuten vor Spielschluss.

Buchbach - „Der Ligapokal ist schon eine coole Sache. Alle Regionalliga-Mannschaften nehmen den Wettbewerb ernst. Und das Spiel gegen Rosenheim kann schon entscheidenden Charakter haben, wenn eventuell die Rückrunde im Spätherbst abgesagt werden muss“, sagt Bichlmaier, der von einer guten Stimmung innerhalb der Mannschaft berichten kann: „Der Sieg gegen Schalding hat uns nach dem Umbruch schon gut getan. Das war wichtig, damit die Mannschaft auch an sich glaubt. Die Spieler haben gesehen, dass wir auch hinter die Abwehrkette des Gegners kommen, wenn wir uns an die einstudierten Muster halten.“ Dass noch nicht alles immer perfekt läuft, liegt aber auf der Hand, weiß auch Bichlmaier: „Manchmal sieht man das von der Trainerbank aus gar nicht gleich, aber bei der Videoanalyse fallen diese Dinge schon auf. Gerade beim Erstkontakt haben wir manchmal noch Probleme, wenn da der Ball sauberer mitgenommen würde, hätte man einige Male Überzahlsituationen schaffen können.“

1860 Rosenheim muss auf drei wichtige Spieler verzichten

Auch die Rosenheimer haben ja am vergangenen Wochenende mit dem 3:2 gegen Burghausen ihren ersten Sieg nach dem Re-Start gefeiert. Allerdings muss Trainer Thomas Kasparetti heute in Buchbach auf drei wichtige Stammkräfte verzichten: Abwehrrecke Mathias Heiß und die beiden Angreifer Christoph Fenninger und Danijel Majdancevic haben gegen Burghausen jeweils die fünfte Gelbe kassiert und sind deswegen gesperrt. Inwieweit der Ex-Buchbacher Moritz Moser nach seiner Rückenverletzung wieder an Bord ist, steht noch in den Sternen. Ein besonderes Augenmerk werden die Rot-Weißen auf Achitpol Keereerom legen, der 18-jährige Thailänder hat bei seinen bisherigen Einsätzen auf sich aufmerksam gemacht und mit seinen Dribblings immer wieder für Gefahr sorgen können.

Bei den Gastgebern stehen noch hinter Marcel Spitzer und Christian Brucia Fragezeichen, Tobi Maus hat nach seinem Spiel in der Bezirksliga-Mannschaft wieder leichte Probleme mit dem Knie gehabt, ob er am Samstag auflaufen kann, ist fraglich. „Grundsätzlich ist es ja schon mal gut, dass die Bezirksliga-Mannschaft nach uns spielt. So können alle Mann, die bei uns nicht zum Einsatz kommen, Spielpraxis sammeln“, so Bichlmaier, der zusammen mit Raupach überlegt, ob gegen Rosenheim nicht ein zweites System ausprobiert werden soll: „Wir haben da schon mal in diese Richtung trainiert, aber vielleicht kommt das ja auch noch zu früh.“

Bichlmaier: „Alle ziehen richtig gut mit, das macht dann schon Spaß.“

Vom Engagement der vielen jungen Spieler sind in Buchbach bis hinauf zur Sportlichen Leitung alle angetan und auch die arrivierten Spieler loben Fleiß und Ehrgeiz der vielen Neu-Buchbacher. Bichlmaier: „Alle ziehen richtig gut mit, das macht dann schon Spaß.“

400 Zuschauer in Buchbach zugelassen

Insgesamt sind heute 400 Zuschauer in Buchbach zugelassen.

Buchbachs U23 will den nächsten Dreier

Dritter Auftritt für die U23 des TSV Buchbach nach dem Re-Start in der Fußball-Bezirksliga Ost: Die Mannschaft von Trainer Markus Nistler erwartet am Samstag um 17 Uhr den SC Baldham-Vaterstetten, der mit zwei Niederlagen einen Fehlstart hingelegt hat. „Prinzipiell wollen wir natürlich am Samstag einen Dreier einfahren“, erklärt Nistler.

Nach der Hochzeit auch wieder an Bord

Der Coach der jungen Rot-Weißen hat alle Mann an Bord, auch Angreifer Ali Bircan steht nach seiner Hochzeit wieder zur Verfügung. „Wir haben keine Verletzten und keine Urlauber mehr, trotzdem sind wir darauf angewiesen, dass wir Spieler aus dem Regionalliga-Kader bekommen. Und ich bin da auch recht zuversichtlich, dass wir wieder eine schlagkräftige Truppe stellen können“, so Nistler, der mit den bisherigen Abstellungen sehr zufrieden war: „Wenn wir jedes Mal drei oder vier junge Spieler aus dem Regionalliga-Kader bekommen, dann können wir schon eine schlagkräftige Truppe stellen, die nicht so leicht zu schlagen ist.“ Welche Spieler in der Bezirksliga-Mannschaft auflaufen werden, entscheidet sich freilich erst nach dem Ligapokal-Derby gegen 1860 Rosenheim

Fest steht bereits, dass diesmal Marinus Pohl den Kasten der U23 hüten wird. nachdem zuletzt zwei Mal Anderl Steer zwischen den Pfosten war und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Buchbacher vier Punkte aus den ersten beiden Begegnungen aufs Konto bringen konnten. Nistler: „Wenn wir aus den Spielen gegen Baldham und in Dorfen noch mal vier Punkte einfahren, dann stehen wir richtig gut da. Das wäre so unsere Wunschvorstellung.“

Baldhamer vor 14 Tagen mit übler 0:8-Packung

Die Baldhamer haben vor 14 Tagen eine ganz üble 0:8-Packung bei der SpVgg Haidhausen kassiert und musste sich vor Wochenfrist dem SV Reichertsheim in der Nachspielzeit mit 0:1 geschlagen geben. Nicht gerade ein optimaler Einstand für Trainer Sebastian Kneißl, der ja einst als Profi in der Premier League beim FC Chelsea unter Vertrag war und danach das Trikot des SV Wacker Burghausen in der 2. Bundesliga getragen hat. Zwar konnten sich die Baldhamer gegenüber dem Spiel in Haidhausen gegen Reichertsheim deutlich steigern, ein Treffer ist der Truppe um die Torjäger Stefan Lechner und Roman Krumpholz trotz einiger Chancen allerdings erneut versagt geblieben. Jetzt hoffen die Rot-Weißen natürlich, dass beim einstigen Aufstiegsaspiranten, der derzeit zwei Zähler hinter Buchbach liegt, nicht ausgerechnet am Samstag der Knoten platzt. Gegen Reichertsheim hat der 37-jährige Kneißl, der sich schon in Haidhausen eingewechselt hat, aufgrund der dünnen Personallage übrigens von Anfang an selbst die Fußballschuhe geschnürt.

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